Arbeiten sollen mehrere Jahre dauern

Exxon beginnt mit Rückbau des Speichers

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Der Exxon-Erdgasspeicher in der Gemeinde Dötlingen soll innerhalb mehrerer Jahre demontiert werden.

Dötlingen – Die Firma „ExxonMobil“ hat am Donnerstag mitgeteilt, dass dieser Tage die Arbeiten für den Rückbau der oberirdischen Anlagen des Erdgasspeichers am Poggenpohlsand nordwestlich von Dötlingen beginnen. Es geht um den Verdichter und die beiden Bohrsammelplätze.

Diese Maßnahme soll rund ein Jahr dauern. Dabei handelt es sich um den ersten von insgesamt drei Rückbauabschnitten, die in den kommenden Jahren stattfinden werden. Der Rückbau erfolgt auf Basis eines von der zuständigen Bergbehörde zugelassenen Betriebsplans, versichert Exxon in der Mitteilung.

Aufgrund der Rückbauaktivitäten kann es tagsüber von montags bis donnerstags zu einem leicht erhöhten Lastwagenverkehr kommen, heißt es vom Konzern. „Wir bitten alle Anlieger um Verständnis für die Notwendigkeit der Arbeiten“, sagte ein Sprecher. Für Fragen steht die Pressestelle unter der Telefonnummer 0511/6416000 oder per E-Mail an pressestelle.hannover@exxonmobil.com zur Verfügung. Exxon sichert zu, über den weiteren Projektfortschritt zu informieren.

Zur Einordnung: Der von 1983 bis 2012 betriebene Erdgasspeicher Dötlingen war einer der größten und leistungsstärksten Porenspeicher in Westeuropa und spielte eine bedeutende Rolle bei der Erdgasversorgung Deutschlands. Hier konnte eine Erdgasmenge von über zwei Milliarden Kubikmeter aufgenommen werden. Das würde ausreichen, um rund 800 000 Wohnungen ein ganzes Jahr zu beheizen. In circa 2 650 Metern Tiefe wurde das Erdgas in einer ehemaligen leergeförderten Erdgaslagerstätte gespeichert – in der geologischen Formation des Buntsandsteins.

Nicht nur für Exxon war der Standort wichtig: Die Gewerbesteuer, die der Konzern zahlte, kam lange Jahre dem Dötlinger Haushalt zugute. Die Firma war zeitweise der wichtigste Gewerbesteuerzahler der Kommune.

Aber der Speicher war im Laufe der Jahre porös geworden und damit nach Einschätzung des Unternehmens nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben gewesen. Zudem war offenbar der Bedarf auch nicht mehr so groß gewesen. Die Anzahl der Buchungen für den Speicher war rückläufig, wie ein Sprecher damals sagte.

Allerdings hatte Exxon 2011 ebenfalls mitgeteilt, den Standort nicht aufgeben zu wollen. Die Mitarbeiter wurden stattdessen für andere Aufgaben auf dem Industriegelände herangezogen. Und noch 2018 hatte Exxon die Zahl der Mitarbeiter auf 70 erhöht. Zudem war die Firma Storengy zwischenzeitlich als Untermieter eingezogen und hatte eine Leitungswarte eingerichtet. Die Firma betreibt deutschlandweit sechs Untergrundspeicher mit einem Arbeitsgasvolumen von insgesamt 1,7 Milliarden Kubikmeter. Doch der Betrieb nutzte den Standort Dötlingen nur, bis die Zentrale in Hannover fertig war.

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