Evangelische Jugend startet mit 16 Kindern zur zweiwöchigen Weltreise

Von der Antarktis bis zum California Beach

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Zum Start der zweiwöchigen Weltreise bezogen die 16 Kinder und Jugendlichen ihre Kabinen in dem Luftschiff und bastelten sich eigene Länderfahnen.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Während die einen Urlaub an der Nordsee machen oder nach Mallorca fliegen, befinden sich 16 Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde Dötlingen derzeit auf „Weltreise“. Im Rahmen der Themenwochen der evangelischen Jugend geht es unter anderem nach Italien, China sowie in die Türkei, um fremde Kulturen zu erkunden. Dazu verwandelte sich das Jugendhaus an der Karkbäk gestern in ein Luftschiff.

Pünktlich um 7.30 Uhr trafen die Reisenden ein und bezogen nach einem gemeinsamen Frühstück zunächst ihre „Kabinen“, in denen sie sich mittags ausruhen können. Dabei gab es einige Verwirrungen, was genau nun erste und zweite Klasse bedeutet. „Die Kinder haben gedacht, in die erste Klasse gehören die Erstklässler“, berichtete Jugenddiakon Jochen Wecker mit einem gehörigen Schmunzeln. Neben drei Jugendhaus-Mitarbeitern erhält er während der Tour um den Globus auch Unterstützung von fünf Jugendlichen, die eigentlich zu alt für die Themenwochen sind, aber dennoch gerne dabei sein wollten.

Gestern weilte das „Luftschiff“ noch in Deutschland. „Wir müssen uns schließlich erst reisefertig machen“, erläuterte Wecker. In diesem Zuge überlegte sich auch jeder der Sechs- bis 13-Jährigen, wie sein persönliches Fantasieland aussieht. Die Ergebnisse waren höchst unterschiedlich. Während der eine Berge bevorzugte, träumte die andere von einem Staat, der nur aus Stränden besteht. Einer der Jungen wollte eine Mauer um sein Land ziehen, während sich der nächste die New Yorker Skyline wünschte. Für ihr Fantasieland gestalteten sie auch Fahnen, die nun an ihren „Kabinen“ hängen. Zudem bemalten die Kinder Puzzleteile, die im Laufe des Ferienangebots zu einem Kontinent zusammengefügt werden sollen.

Heute hebt das „Luftschiff“ gen Süden ab. Erste Station ist Italien. Dann heißt es „Ciao, Bella“, und in der „Kombüse“ gibt es Traubensaft. Vom „Stiefel“ aus geht es morgen nach Afrika. Adam Tirnna aus dem Sudan ist zu Gast und wird über sein Heimatland informieren. Es gibt Spiele und eine kleine Trommel-Session. Ferner stehen während der Weltreise noch ein Besuch im Klimahaus, ein Abstecher nach China, Russland, in die Türkei und nach Bayern auf dem Programm. „Wir werden uns dann auch mit der Frage beschäftigen, was die Kinder in den jeweiligen Ländern spielen“, verriet Wecker. Neben Tirnna wird zudem ein weiterer Gast erwartet: Dötlingens Klimaschutzmanager Lars Gremlowski wird von einer Expedition zur Antarktis berichten. Um sich wieder aufzuwärmen, steuert die Gruppe zudem den California Beach, auch bekannt als Wildeshauser Krandelbad, an.

Damit es an Bord nicht langweilig wird, gibt es Bastelaktionen, Tänze, und natürlich hat jedes Kind auch einen kleinen Job. Die einen schreiben das Logbuch, andere schauen, ob am „Pool“ (Toilette) genügend Handtücher (Klopapier) zur Verfügung stehen.

Die Themenwochen laufen noch bis zum 7. August täglich von 7.30 bis 16 Uhr. Zum Abschluss wollen die Kinder ihren Eltern zeigen und erzählen, was sie über die fremden Länder kennengelernt haben.

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