Als Eskimos und Pinguine zum Faschingsumzug nach Ganderkesee

Landjugend taucht ab ins ewige Eis

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Bereiten ihren Wagen für den Faschingsumzug vor: die Landjugend-Mitglieder Thorsten Falk, Söhnke von Seggern, Matthias Lange, Christoph Wolter, Thomas Köhler, Bianca Klaener, Insa Kuhlmann, Michelle Brockshus, Dhana Lange und Birte Bleeker.

Dötlingen - Von Anja Nosthoff. Ein Iglu thront auf dem Anhänger, mit dem sonst Blumen transportiert werden. Drum herum ragen aus Stoff geschnittene Eiszapfen in die Tiefe. „Das hier werden Pinguinfüße“, verrät Bianca Klaener von der Landjugend Dötlingen. Mit 33 Mitgliedern nimmt sie am 6. Februar am Faschingsumzug in Ganderkesee teil. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.

Anders als in den Vorjahren ist die Landjugend diesmal nicht mit einem großen Festwagen am Start, sondern als Fußgruppe mit zwei kleineren Laufwagen. „Das hat den Vorteil, dass es mehr Interaktion gibt. Man bewegt sich freier, als wenn wir alle bloß oben auf dem Anhänger stehen“, meint Klaener, die mit den anderen Landjugendlichen eine Eislandschaft nach Ganderkesee bringen möchte. An dieser wird derzeit in einer Halle bei der Staudengärtnerei Schachtschneider fleißig gebastelt.

Aus Pappmaché haben die Mitglieder bereits Pinguin-Körper geformt, denen Klaener, Insa Kuhlmann, Michelle Brockshus, Dhana Lange und Birte Bleeker nun einen Frack aufmalen. Auch die Landjugendlichen selbst werden sich in Pinguin- sowie in Eskimo-Kostüme hüllen. Während die einen mit Pinsel und Farbe hantieren, verkleiden die anderen das Gerüst des Anhängers, in dessen Innerem der Proviant für den Umzug seinen Platz finden soll: Getränke für den Eigenbedarf und natürlich jede Menge Bonbons für die Schaulustigen müssen mit.

„Wir brauchen insgesamt sechs Termine zur Vorbereitung“, erklärt Klaener. „Vor allem die Pappmaché-Figuren benötigen zwischendurch immer wieder Zeit zum Trocknen.“ Während die Körper schon fertig zum Bemalen sind, müssen die Füße erst noch aus Draht geformt und dann mithilfe von Kleister mit Zeitungspapier umwickelt werden. Sie erhalten anschließend ebenso einen orangefarbenen Anstrich wie der Schnabel. In Sachen Frack-Gestaltung wird eifrig diskutiert – welche Stellen gehören schwarz, welche weiß. „Hauptsache man erkennt, was es sein soll“, sind sich die Künstlerinnen schließlich einig.

Ein großes, weißes Pappmaché-Iglu schmückt bereits den kleineren Anhänger. „Aus blauem Tüll wird noch ein Polarmeer entstehen“, verrät Klaener. „Natürlich mit Eisschollen drin und ganz viel Schnee.“

Dafür, dass die dekorierten Anhänger den Weg nach Ganderkesee finden, sorgt die Familie Schachtschneider mit einem Tieflader. „Wir selbst nehmen dann am 6. Februar ab Brettorf den Zug nach Ganderkesee“, erzählt Klaener. Kurz vorher wird aber noch die Musikanlage auf einem der Wagen installiert. So gerüstet sollte dann während des Faschingsumzuges nichts mehr schief gehen. „Mit der Startnummer 30 liegen wir zudem im vorderen Drittel – noch vor dem Ganter-Präsdidenten“, ist Klaener zufrieden. „Das heißt, wir müssen nicht zu lange warten, bis sich unser Wagen in Bewegung setzen darf.“

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