„Es macht wirklich großen Spaß“

Christian Hoffrogge erzählt von seiner Arbeit als Friedhofswärter und Küster

Christian Hoffrogge, Küster und Friedhofswärter, kniet für einem Blumenkranz.
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Mag die Vielseitigkeit an seinem neuen Beruf: Christian Hoffrogge, Küster und Friedhofswärter.

Christian Hoffrogge ist seit etwa sechs Monaten der neue Küster und Friedhofswärter der Dötlinger evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Nur: was macht er genau? Wie gefällt ihm sein neuer Beruf? Und was macht seine Arbeit aus?

Dötlingen – „Meine Arbeit ist eigentlich zweigeteilt“, erklärt Hoffrogge. „Ich lege zum Beispiel alle Gegenstände auf den Altar, Konfirmationskreuze zum Beispiel, oder auch die Taufurkunden. Ich zünde auch die Kerzen an und sorge dafür, dass alles wohltemperiert ist.“ Er bereite alles vor, sodass der Pastor nur noch herkommen und sich auf seine Arbeit konzentrieren müsse. „Im Anschluss baut er alles wieder ab. Die Friedhofswärtertätigkeit sei da schon etwas körperlicher. „Der Beruf ist in etwa mit dem eines Landschaftsgärtners zu vergleichen“, so der 42-Jährige. Er kümmert sich um das Erscheinungsbild des Friedhofes und des Kirchengrundstücks. „Vorsichtig gesagt bin ich das Hausmädchen und der Hausmeister für dir Kirche“, fasst Hoffrogge zusammen.

Die vergangenen Monate gefielen ihm besonders, da sein Arbeitsplatz nicht so sehr von der Pandemie betroffen ist, wie andere. „Es gibt vielleicht unterm Strich mehr Taufen und Gottesdienste, als in den Jahren zuvor, aber ansonsten merke ich keine großen Veränderungen in meinem Berufsfeld bezüglich Corona“, erzählt Hoffrogge. Und wie sieht es bei der Arbeit auf dem Friedhof aus? „Auch wenn es blöd klingt: Pflanzen wachsen und Menschen sterben immer.“ Bei Beerdigungen merke er jedoch schon einen großen Unterschied zu den Vor-Corona-Zeiten. Wo sich vorher auch mal 200 Menschen am Friedhof bei einer Beisetzung versammelten, sind es jetzt nur 35. „Das ist sehr schade. Das trifft natürlich die Angehörigen.“

Alter Beruf: Zimmermann

Zuvor hat der Friedhofswärter 22 Jahre lang als Zimmermann gearbeitet und auch eine Meisterprüfung abgelegt. „Ich bin bewusst Zimmermann geworden. Es war ein toller Beruf, den ich mir da ausgesucht habe.“ Da hätten sich jedoch die Umstände geändert. „Es ist immer weniger auf das eigentliche Handwerk angekommen, sondern viel mehr auf Geschwindigkeit. Und diese Schnelllebigkeit tut keinem Handwerk gut, und mir letztlich auch nicht. Ich wollte mehr Vielseitigkeit“, begründet Hoffrogge seine Entscheidung einen neuen Beruf zu suchen. Dann habe er in der Zeitung die Stellenanzeige zum Küster gesehen. Erst einige Tage später bewarb er sich auf die Stelle. „Ich hatte ja nichts zu verlieren. Und schließlich wurde ich tatsächlich zum Bewerbungsgespräch eingeladen“, so der 42-Jährige. „Wir hatten ein coronabedingt kleines Bewerbungsgespräch. Auf dem Friedhof haben wir uns dann kennengelernt.“

Seit seiner Einstellung schwärmt er von seinem neuen Beruf. Die Variabilität, die ihm im Handwerk so sehr gefallen hatte, findet er auch in seiner neuen Arbeit wieder. „Es gibt immer etwas anderes zu tun. Diese Vielseitigkeit ist ein ganz großes Plus für mich. Außerdem habe ich auf meiner Arbeit mit vielen unterschiedlichen Menschen zu tun. Es macht wirklich großen Spaß, ich bin sehr zufrieden.“

Christian Hoffrogge aus Dötlingen ist der Nachfolger von Küster Rudi Zingler. Zingler ging nach 24 Jahren der Tätigkeit als Friedhofswärter im Alter von 63 Jahren in den Ruhestand. Der gebürtige Dötlinger Hoffrogge kannte das Kirchengelände und die Gebäude schon vor seinem neuen Beruf sehr gut. Als Jugendlicher wurde er dort konfirmiert. Außerdem war er zu der Zeit auch als Gruppenleiter in der Gemeinde aktiv.

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