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Tempo beim Tempo: Ausschuss bespricht Reduzierungen bei der Geschwindigkeit

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Von: Lara Terrasi

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Zu schnell: Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Landesstraße 872 im Bereich der Müllumschlagstation in Neerstedt wünschen sich Anwohner und die Dötlinger CDU-Fraktion.
Zu schnell: Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Landesstraße 872 im Bereich der Müllumschlagstation in Neerstedt wünschen sich Anwohner und die Dötlinger CDU-Fraktion. © lat

Neerstedt – Es kommt im wahrsten Sinne des Wortes Tempo ins Thema Tempo: Während der Sitzung des Ausschusses für Infrastruktur und Energie am Dienstagabend im Neerstedter Rathaus wurden unter anderem mehrere Anträge der Fraktionen besprochen.

Die CDU hat im Bereich der Müllumschlagstation in Neerstedt eine Reduzierung auf 70 Kilometern pro Stunde in beide Richtungen gefordert. Aktuell gilt dort Tempo 100 – ganz zum Ärger der Christdemokraten und Anlieger, denn aus ihrer Sicht komme es dort immer wieder zu gefährlichen Situationen, insbesondere dann, wenn in Richtung Neerstedt die Rechtsabbieger auf der Linksabbiegerspur des Gegenverkehrs überholt werden (wir berichteten). „Die CDU-Fraktion möchte durch die Geschwindigkeitsbegrenzung eine Abmilderung der Gefahrensituation erreichen und gleichzeitig die Einfahrtsgeschwindigkeit in die Ortschaft Neerstedt erheblich verringern“, heißt es im Antrag, dem eine Unterschriftenliste von Anwohnern, Landwirten sowie Gewerbetreibenden beiliegt.

„Abmilderung der Gefahrensituation erreichen“

Zudem haben die Christdemokraten die Errichtung von Leitplanken auf dem Abschnitt Ortsausgang Neerstedt bis zur Bushaltestelle beantragt, denn dort befinde sich ein tiefer Graben, der nicht gesichert sei.

Rudi Zingler (SPD) meinte: „Wir sehen von unserer Fraktion die Notwendigkeit auch, dass die Geschwindigkeit dort reduziert wird.“ Einstimmig empfahl der Ausschuss, dass der Bereich im Rahmen der Müllumschlagstation mit verkehrsregelnden Maßnahmen neu beordnet werden soll.

Um die Verkehrssituation an der K 237 in Hockensberg ging es ebenfalls: Sowohl die Dötlinger FDP als auch die Grünen-Fraktion haben entsprechende Anträge gestellt. Wie berichtet, fordern die Freien Demokraten unter anderem, dass für die gesamte Iserloyer Straße bis zum Bahnübergang Aschenstedt eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 70 Stundenkilometer sowie die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung am „Rahmanns Weg“ gelten soll. Im Antrag heißt es dazu: „Die Landwirte beklagen, dass sie nicht mehr zu ihren Feldern über den ,Rahmanns Weg‘ fahren können, sondern über die B 213 fahren müssen. Ein zusätzliches Gefahrenpotenzial, da es auf der B 213 bei einer zulässigen Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern keine Abbiegespur in Richtung Dötlingen gibt.“ Im Zuge der Planung des Gewerbeparks habe es zahlreiche Abstimmungen und Gespräche über die zukünftige Verkehrssituation der K  237 gegeben, so die Gemeindeverwaltung. Letztlich wurde der weitestgehende Erhalt der Buchenallee durch den Kreistag beschlossen.

Einbahnstraßenregelung am „Rahmanns Weg“ Thema

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat laut Sitzungsvorlage festgehalten, dass aktuell keine Buchen an der Westseite gefällt werden dürfen. „Damit die Kreisstraße allerdings für den allgemeinen Verkehr schon jetzt freigegeben werden konnte, wurde die Einbahnstraßenregelung für den Zwischenzeitraum von der Verkehrsbehörde angeordnet.“ Wie berichtet, befinden sich die beiden Bäume laut Einschätzung verschiedener Experten innerhalb des Sichtfeldes des „Rahmanns Wegs“. Um dieses Thema ging es auch schon zuvor während der Einwohnerfragestunde. Die Buchen könnten im Moment nur wegen dieser Regelung geschützt werden, beantwortete Bürgermeisterin Antje Oltmanns die Frage der Dötlingerin Marianne Bernhard-Beeskow.

Die Grünen fordern in ihrem Antrag eine Reduzierung auf der K 237 von Aschenstedt bis zur B 213 auf 70 Kilometer pro Stunde sowie im Kreuzungsbereich der K 237 mit den Straßen „Brakland“ und „Rahmanns Weg“ auf Tempo 50.

Einstimmig empfahl der Ausschuss, dass die Gemeinde bei der Verkehrsbehörde des Landkreises Oldenburg eine Geschwindigkeitsreduzierung im Bereich der K 237 im Abschnitt „Aschenstedt – B 213“ auf 70 Kilometer pro Stunde sowie im Bereich des Abschnittes „Brakland – B 213“ auf Tempo 50 beantragt und die aktuelle Einbahnstraßenregelung am „Rahmanns Weg“ zunächst beibehalten wird.

Um die Reinigung von Hinweis- und Verkehrsschildern ging es in einem weiteren Antrag der FDP. Wie berichtet, bitten die Liberalen die Gemeinde, die Beschilderung mit Straßennamen, die Verkehrsschilder an gemeindeeigenen Straßen und Informationsschilder mit den „roten Hütchen“ einmal im Jahr reinigen zu lassen. Sie können sich auch vorstellen, dass Vereine oder Dorfgemeinschaften die Schilder gegen eine finanzielle Entschädigung reinigen. Laut Sitzungsvorlage ist das Reinigen der Verkehrszeichen im Gemeindegebiet derzeit im Jahresarbeitsplan einmal jährlich vorgesehen. Bei der Personalsituation auf dem Bauhof sei allerdings ein häufigeres Putzen nicht möglich. Einstimmig empfahl der Ausschuss, dass der Bauhof einmal pro Jahr alle Verkehrszeichen, Straßennamens- oder sonstige amtliche Hinweisschilder in der Kommune reinigt.  

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