Vielfältiger Themenmix bei der Versammlung der AG Brettorfer Vereine

Von den Erntefestplänen bis hin zur Funkturm-Diskussion

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Ortsbrandmeister Dirk Wilkens, AG-Schatzmeister Thomas Hartung, der Vorsitzende Gerrit Meyer, Angelika Meier (Gemischter Chor), der TVB-Vorsitzende Helmut Koletzek, die AG-Schriftführerin Frauke Kläner und der Schützenvereinsvorsitzende Erwin Hirsch (v.l.) während der Versammlung.

Brettorf - Von Anja Nosthoff. Ob Dorffrühstück, Erntefest, Ferienpassaktion oder die Orts-Verschönerung – die Arbeitsgemeinschaft (AG) Brettorfer Vereine stellt seit Jahrzehnten allerhand auf die Beine.

In diesem Jahr soll das Erntefest auf dem Hof der Familie Höfel in Haidhäuser der Höhepunkt im Veranstaltungskalender sein, hieß es während der Jahreshauptversammlung am Donnerstag im Schützenhof. Die gerade erneuerte Ortsplantafel am Bahnhof wird in Kürze mit einer überarbeiteten und verbesserten Karte noch einmal neu beklebt. Dringend gesucht werden Ehrenamtliche, die bei der Reinigung der im Dorf verteilten Nistkästen helfen.

Dorffrühstück und Erntefest im jährlichen Wechsel

In seinem Jahresrückblick berichtete der AG-Vorsitzende Gerrit Meyer von den Veranstaltungen in 2016 und hob dabei vor allem das Dorffrühstück hervor, das trotz schlechten Wetters rund 350 Besucher an die Tische auf dem Bareler Weg gelockt hatte. Meyer sprach von einer „absolut gelungenen Premiere“. Die AG will das Dorffrühstück nun Jahr für Jahr im Wechsel mit dem Erntefest organisieren. Für 2018 hat sich bereits die Nachbarschaft vom Schüttenmoor als Ausrichter gefunden.

Daneben verwies Meyer auf den Kinderkarneval in der Sporthalle, die Aktion „Saubere Landschaft“, einen Grillabend und die Ferienpassaktion, die in den Zoo Hannover führte. Auch in diesem Jahr möchte sich die AG an dem Ferienprogramm beteiligen. Geplant ist laut Meyer eine Fahrradtour nach Wildeshausen mit Schnuppertag beim Wassersportverein.

Antrag aus 2015 soll in die Tat umgesetzt werden

Der Vorsitzende informierte ebenfalls darüber, dass das Dorf, wie schon in 2015 beantragt, neue Ruhebänke und Picknicktische erhalten soll. „Da sind wir am Ball“, so Meyer, der auf eine langlebige Lösung setzt. Dafür hofft er auf Unterstützung des Haidhäuser Windparkbetreibers. Es habe positive Gespräche gegeben. Da Brettorf auch die negativen Folgen des Windparks zu tragen habe, sei der Betreiber bereit, sich hinsichtlich der Dorfbepflanzung und -verschönerung zu engagieren, hieß es.

Mit Blick auf das Möwenschlatt – Brettorfs Wahrzeichen – betonte Meyer, dass eine weitere Pflege notwendig ist. Der Schützenverein plant für Herbst oder Winter einen größeren Arbeitseinsatz und hofft dabei auf materielle Unterstützung vom Landkreis Oldenburg, dem das Grundstück gehört.

Gewerbegebiet nicht ausreichend gepflegt

Lob erhielt Heiko Borchers, „der das Dorf immer top in Schuss hält“. Die Reinigung der Nistkästen möchte er nun allerdings in jüngere Hände übergeben. Im vergangenen Jahr war Borchers bereits mit einigen zusätzlichen Helfern unterwegs. Weitere Interessierte werden gesucht.

Dötlingens Bauamtsleiter Uwe Kläner nutzte die Sitzung, um auf Kritik zu reagieren, die während der Ratssitzung Mitte März laut geworden war. Dabei ging es um den geplanten Funkturm, den Windpark Haidhäuser mit den dazugehörigen Ausgleichsmaßnahmen sowie um den Zustand des Gewerbegebiets. Alles zusammen verschandele das Dorf, hatte Herbert von Seggern damals moniert.

Einig waren sich Kritiker, Bauamtsleiter und Ratsmitglied Claus Plate, dass das Gewerbegebiet in Brettorf tatsächlich gepflegter sein könnte. Auf die Grundstücke, die sich in Firmenbesitz befinden, kann die Kommune jedoch nicht ohne Weiteres Einfluss nehmen. Hinsichtlich des Windparks zieht von Seggern Prüfungen der Schallwerte in Erwägung. „Dadurch könnten wir zeitweise Abschaltzeiten erreichen“, teilte er mit.

Funkturm bedroht Grundstückswert

Das Hauptanliegen des Brettorfers ist jedoch die Verhinderung des geplanten Funkturms. Seine Immobilie verliere sonst an Wert. Meyer erklärte, dass die AG bei allgemeinem Interesse im Dorf bereit sei, eine Bürgerversammlung zu dem Thema zu moderieren. Die AG als solche wolle jedoch politisch neutral bleiben. Daher bat er darum, die Diskussion abzubrechen.

Kurz vor Ende der Versammlung stieß Bürgermeister Ralf Spille zur Sitzung hinzu und berichtete noch von der Möglichkeit einer Tempo-30-Zone am Brettorfer Kindergarten sowie dem Breitbandausbau, der nun im ganzen Landkreis in Angriff genommen wird.

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