„Eine supertolle Vorstellung“

Entertainer Jörg Knör begeistert Publikum im Veranstaltungshaus „Kultur hinterm Feld“

„Comeback des Lebens“: So heißt Jörg Knörs neues Soloprogramm.
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„Comeback des Lebens“: So heißt Jörg Knörs neues Soloprogramm.

Rhade – Für den wohl bekanntesten Parodisten der Republik haben Ute und Karl-Heinz Büsing ihr Veranstaltungshaus „Kultur hinterm Feld“ in Rhade am Freitag in eine Kleinkunstbühne verwandelt. Jörg Knör nennt sich selbst „Entertainer“. Dieser Begriff ist für den Allrounder eindeutig zu eng gefasst. In seinem dreistündigen Soloprogramm „Comeback des Lebens“ begeisterte er in dem fast ausverkauften Haus als Parodist, Comedian, Kabarettist, Karikaturist, Sänger und – was kaum jemand je ahnte – als Saxofonist mehr als 130 Gäste.

Viele Requisiten benötigte der Künstler nicht, um sein Publikum zu unterhalten. Auf der linken Seite der Bühne befand sich ein großes Videopanel, auf der rechten ein Flipchart. Im Hintergrund hingen verschiedene Kleidungsstücke an einer Garderobe. Im Mittelpunkt des Geschehens performte der 70-Stimmen-Imitator mit einer unglaublichen Bühnenpräsenz.

Mehr als 130 Gäste besuchen die Veranstaltung in Rhade

Als Parodist verkörperte er förmlich seine Rollen nicht nur stimmlich, sondern auch mit Mimik und Gestik. Stimmgewaltig nahm er zu Beginn des Abends als Roberto Blanco dessen jüngste Aktion aufs Korn. Blanco forderte kürzlich medienwirksam die Exhumierung von Ludwig van Beethovens Leiche auf dem Wiener Zentralfriedhof. Der Sänger will mit einem Gentest beweisen, dass Beethoven afrikanische Wurzeln besitze. Die wohl nicht ganz ernst gemeinte Kampagne spitzte Knör visuell unterstützt auf die Frage zu, ob Mozart mit Lionel Richie verwandt sei.

Knör überzeichnet gerne, bricht dabei Tabus und überschreitet gelegentlich rote Linien. Allerdings nicht, um billige Lacher zu ernten. Der Künstler greift in offene Wunden und das schmerzt, wenn man tief genug trifft. Er kann vollkommen unpolitisch unterhalten, wenn er als Sammy Davis Jr. „Mr. Bojangles“ singt. Auf der anderen Seite beherrscht er aber auch politische Satire. Wenn Knör als Arnold Schwarzenegger über die Vernichtung des Regenwaldes spricht, übersetzt ebenfalls Knör als Dolmetscher den Namen des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro mit „Arschloch“.

Frei nach Ingo Insterburgs Song „Ich liebte ein Mädchen…“ blickte der Entertainer auf die 16 Jahre Kanzlerschaft von Angela Merkel zurück, um die enge politische Beziehung zwischen der Kanzlerin und dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zusätzlich mit einem Liebeslied zu krönen.

Jörg Knör kommt beim Publikum gut an

Mit Hut und Goldkette: Knör tritt als Sammy Davis Jr. auf.

Zwischendurch lieferte er immer wieder Kostproben aus früheren Zeiten, zum Beispiel mit Politikern wie Willy Brandt, Helmut Kohl, Hans-Dietrich Genscher und Gerhard Schröder, aber auch mit Bezug zu den aktuellen Koalitionsverhandlungen das Gedicht „Verkehrsampel“, vorgetragen von „Heinz Erhardt“, alias Knör. Das gefiel dem Publikum, das die Vorträge immer wieder mit Lachsalven und Beifall belohnte.

„Das war wirklich eine supertolle dreistündige Vorstellung. Ich fand ihn sehr facettenreich. Insbesondere hat mir die Parodie von Heinz Erhardt über das Thema Ampel gefallen. Ich war, wie bestimmt alle Zuschauer, begeistert von seiner unterhaltenden und sympathischen Art. Man konnte spüren, wie viel Freude und Spaß es ihm macht, wieder auf der Bühne stehen zu dürfen“, zeigte sich Sabine Stellman aus Wildeshausen beeindruckt.

Maren Goedeke schlug in die gleiche Kerbe: „Ein sehr kurzweiliger Abend mit tollen Gastgebern in einem perfekt zum Abend passenden Ambiente und einem bestens aufgelegten Künstler, der uns mit seiner Vielfältigkeit beeindruckt hat. Parodie, Gesang, Comedian und Entertainer waren uns ja bekannt. Dass aber auch noch Malerei dazu kam, hat uns schon begeistert. Das i-Tüpfelchen war aber zum Schluss noch der Griff zum Saxofon. Neben bester Unterhaltung war auch Gesellschaftspolitisches im Programm, wozu sich jeder selber seine Meinung machen konnte. Alles in allem ein sehr gelungener Abend“, so die Wildeshauser Unternehmerin.

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