Einrichtung eines Mehrgenerationenhauses in Neerstedt: Schon jetzt gibt es viele Ideen und Wünsche

„Die Chancen sind enorm“

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Pastorin Susanne Schymanitz informierte die SPD-Mitglieder über die derzeitige Situation und insbesondere Auslastung des Neerstedter Gemeindezentrums.

Neerstedt - Von Tanja Schneider. Ein Treffpunkt für alle, mit Räumen, in denen sich Gruppen begegnen, aber auch zurückziehen können, multifunktional und mit viel Stauraum – Wünsche und Idee, wie ein Mehrgenerationenhaus in Neerstedt aussehen könnte, gibt es schon jetzt viele. Das zeigte sich während eines SPD-Termins. Mitglieder aus Fraktion und Ortsverein besuchten das Jugendhaus am Kreisverkehr sowie das Gemeindezentrum und sprachen mit Jugenddiakon Jochen Wecker sowie Pastorin Susanne Schymanitz über ihre Vorstellungen.

Nachdem die Idee eines Mehrgenerationenhauses mehrere Jahre auf Eis gelegen hatte, hat die SPD nun bekanntlich einen erneuten Antrag gestellt, der in der vergangenen Woche im Jugend-, Sport- und Sozialausschuss beraten wurde. Das Gremium sprach sich dafür aus, einen Arbeitskreis einzurichten. Zudem empfahl er, Planungskosten in Höhe von 5000 Euro in den Haushalt einzustellen.

Als idealer Standort für das Projekt gilt das Gemeindezentrum – wegen seiner Nähe zu Schule, Kindergarten und Sportanlagen. Zudem treffen sich dort bereits zahlreiche Gruppen. Und genau da liegt das Problem. „Der Platz reicht schon jetzt nicht aus“, sagte Schymanitz. Auch im Neerstedter Jugendhaus, das dann an den Schulweg ziehen soll, stößt man räumlich an die Grenzen. Für die Einrichtung eines Mehrgenerationenhauses wäre es demnach mit einem Umbau der bestehenden Räume nicht getan. Ein Anbau müsste her. Wo dieser entstehen könnte, schauten sich die Sozialdemokraten ebenso an wie die derzeitigen Verhältnisse.

Laut Schymanitz sei der große Raum längst nicht mehr ausreichend. „Wir haben kaum eine Seniorenveranstaltung, die nicht überbucht ist. Und mit Blick auf den demografischen Wandel wird die Resonanz eher noch zunehmen.“ Auch die Küche, das Kirchenbüro und der Raum, in dem sich unter anderem die Krabbelgruppen treffen, seien zu beengt. Vor allem der Mangel an Abstellflächen und Stauraum bereite Probleme. Geht es an die konkreten Planungen für ein Mehrgenerationenhaus, sollte hierfür auf jeden Fall ausreichend Platz vorgesehen werden. „Da man unmöglich für jede Gruppe und jedes Angebot einen Raum vorhalten kann, müssten die Zimmer multifunktional sein“, sagte sie. „Zum Beispiel mit Schränken für die unterschiedlichen Bereiche.“ Auch eine Bücherbörse könnte auf diese Weise organisiert und untergebracht werden.

Mit Pastorin Claudia Hurka-Pülsch, Jugenddiakon Wecker und Neerstedts Kindergartenleiterin Sandra Burmeister hat Schymanitz bereits zusammengesessen, Ideen gesammelt und sich auch Gedanken um eventuelle Schwierigkeiten gemacht. Diese könnten bei der Zusammenführung der unterschiedlichen Interessen entstehen. „Es muss dann klar geregelt werden, wer wann welche Räume nutzt. Aber wer organisiert das?“, fragte sie. Um alle Belange berücksichtigen zu können und gar nicht erst Ängste aufkommen zu lassen, plädierte Wecker dafür, erst einmal möglichst viele Menschen in die Vorbereitungen einzubeziehen.

Einen Umzug des Jugendhauses begrüßte er ausdrücklich. Schließlich sei der jetzige Standort wegen seiner Lage an Landesstraße und Kreisverkehr immer nur als Übergangslösung gedacht gewesen. An der Schule stünden den Kindern und Jugendlichen dann endlich auch Außenflächen zur Verfügung.

Ebenso wie Schymanitz hat Wecker viele Ideen. Eine große Küche könnte zum Treffpunkt werden. Daneben stellt er sich Bereiche vor, in denen sich Gruppen begegnen können, die man aber auch abtrennen kann, wenn es gewünscht ist. „Die Chancen sind enorm“, sagte er. Wie Schymanitz sprach er sich dafür aus, erst einmal „groß“ zu denken, das Optimale zu wollen und es dann mit dem, was auch finanziell realistisch ist, abzugleichen.

Die SPD freute sich über das Interesse und Feedback. „Ich sehe, wir haben in ein Wespennest gestochen“, meinte der Fraktionsvorsitzende Rudi Zingler.

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