Mädchen-Sommer-Zeit „Mein Pony und ich“ auf der Rocky Mountain Ranch

„Einige sind gelassener, andere blühen richtig auf“

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Geschick war bei der Bewältigung eines Spieleparcours gefragt. Auf dem Rücken der Ponys mussten die Mädchen unter anderem Bälle aus einem Eimer fischen und sie zur nächsten Station transportieren.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Für 13 Mädchen geht derzeit ein kleiner Traum in Erfüllung. Sie verbringen einen Teil ihrer Ferien auf dem Pferderücken. „Mein Pony und ich“ heißt das Sommerangebot der evangelischen Jugend Delmenhorst/Oldenburger Land, das auf der Rocky Mountain Ranch in Dötlingen läuft.

Kreisjugenddiakonin Beate Schulte blickt zufrieden in die kleine Reithalle des Hofes. Dort führen die Mädchen die Vierbeiner gerade im Kreis. „Bei einigen wäre das gestern noch undenkbar gewesen. Sie hatten Angst, weil ihnen selbst die Ponys riesig erschienen“, berichtet sie. Einen Tag später sind die Bedenken bereits verflogen. Selbstbewusst führen die Acht- bis Elfjährigen „Eddy“, „Flash“ und Co. raus aus der Halle, quer über den Hof bis hin zur Apfelweide. Dort hat Reitlehrerin Gabriele Lösche-Marquardt gemeinsam mit ein paar Reitschülerinnen einen Parcours aufgebaut. Eimer, Greifzangen, Poolnudeln und Pylone bilden unterschiedliche Hindernissen. Einen wirklichen Reim können sich die Mädchen darauf noch nicht machen. Sie wollen nur eines: Endlich rauf aufs Pony. „Nur auf Eddy darf keiner sitzen. Der ist zu klein und wir zu schwer für ihn“, erzählen sie.

Jedes Tier hat so seine Eigenarten. „Deshalb haben wir am ersten Tag erst einmal geschaut, welches Pony zu welchem Mädchen passt“, sagt Schulte. Nicht jedes Kind ist zufrieden, zum Beispiel Grete. „Flash ist so faul“, meint sie und resigniert, als er sich mal wieder nicht vorwärts bewegen möchte. Wenn es ums Striegeln, das Auskratzen der Hufe oder das Anlegen des Sattels geht, ist dies allerdings von Vorteil. Nicht alle Ponys bleiben dann ganz ruhig stehen. „Das Putzen gehört natürlich auch zu den Aufgaben“, betont Schulte. So erfahren die Mädchen, dass das Reitvergnügen auch Pflichten mit sich bringt. Beschwert hat sich noch keine – im Gegenteil. „Die ersten haben schon gefragt, ob es das Angebot im kommenden Jahr wieder gibt“, freut sich die Kreisjugenddiakonin über die Resonanz.

2015 hatte Schulte mit einigen Mädchen einen Tagesausflug zur Rocky Mountain Ranch unternommen, der dermaßen gut ankam, dass sie für dieses Jahr die dreitägige Aktion plante. „Das war eine gute Entscheidung. Man kann bei den Mädchen ganz genau beobachten, wie die Pferde auf sie wirken. Manche werden gelassener, andere blühen richtig auf“, freut sie sich. Gelassenheit und vor allem Geschick sind nun auch bei der Bewältigung des Parcours gefragt. Die Dötlinger Reitschülerinnen helfen den Gästen, den Slalom zu meistern und vom Pferd aus Bälle aus einem Eimer zu greifen. „Morgen machen wir sogar einen Ausritt“, freuen sich alle.

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