Werk von Heimatforscher Alfred Panschar

Neues Buch über „Gut Altona“: Einblicke in die Vergangenheit

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Frisch auf dem Markt: Der Wildeshauser Heimatforscher Alfred Panschar hat sein neues Buch „Gut Altona – Geschichte des Wald- und Mühlengutes“ veröffentlicht.

Altona - Von Lara Terrasi. Vom Bau der Wassermühle über die Errichtung des „Guts Altona“ bis hin zum Besitz der Familie Ahrmann des Gasthauses: Der Wildeshauser Heimatforscher Alfred Panschar hat in seinem neuen Buch „Gut Altona – Geschichte des Wald-und Mühlengutes“ all die Daten und Fakten dazu niedergeschrieben.

Bereits 1999 hat der 82-Jährige mit den Recherchearbeiten begonnen. „Ich habe alte Originalschriften von Dr. Fritz Strahlmann gefunden, die nicht veröffentlich worden sind“, erklärt der Heimatforscher. Mehr darüber aufzuschreiben, habe er jedoch erst nach dem großen Brand des Haupthauses von „Gut Altona“ im Jahre 2016 begonnen. In den Jahren dazwischen hat Panschar viele alte Postkarten und Bilder von „Gut Altona“ gefunden. Auch die Familie Ahrmann, denen das Gut gehört, hat ihm viele Materialien zur Verfügung gestellt.

Die meisten Fotos hat er aber selbst gemacht. Besonders auf die Aufnahmen, die er von den Räumen des Restaurants gemacht hat, ist er stolz. „Die sind wirklich toll geworden, muss ich sagen,“ so der 82-Jährige. Jede Seite ist mit mindestens einem Foto geschmückt.

Panschar hat schon einmal ein Buch über das „Gut Altona“ veröffentlicht, doch sein neues Werk ist mit 52 Seiten wesentlich umfangreicher als das vorherige. „Dieses hat einen komplett neuen Teil“, sagt er. „Für mich gehört das ,Gut Altona‘ zu Wildeshausen. Meine Eltern waren früher oft mit mir dort.“ Ebenso habe er damals häufig in der Landwirtschaft mitgeholfen und ist früh dem Schützenverein Altona beigetreten.

Alles beginnt im 16. Jahrhundert

Doch zunächst eine kleine Zeitreise: Alles begann mit dem Grafen Anton Günther I. von Oldenburg, der sich im 16. Jahrhundert in einer „Blitzaktion“ die Grafschaft Delmenhorst und das Amt Harpstedt vom Bistum Münster zurückholte, schreibt Panschar. Auf Seite fünf berichtet der Autor, dass der Graf an der Pennigsbäke (heutige Altonaer Mühlenbach) eine Wassermühle erbauen ließ.

1881 wurde die Straße von Wildeshausen nach Hatten gepflastert. „Als Gegenleistung für die Investitionen musste Wegegeld entrichtet werden“, schreibt er. Johann Heinrich Ahlers war der erste Besitzer, der seinen Hof selbst bewirtschaftet hatte. „Altona war inzwischen ein stattliches Anwesen mit Wassermühle, Gasthof, Landwirtschaft und ausgedehntem Forstbetrieb“, heißt es in dem Werk.

Seit 1888 ist das „Gut Altona“ im Besitz der Familie Ahrmann. Johann Heinrich Ahrmann erwarb das Grundstück damals für 63.000 Goldmark. Zusammen mit seiner Ehefrau Elise (geborene Knüvener) bezog er das Anwesen. Der Besitz der Familie hat sich zu einem Gastronomie- und Hotelbetrieb entwickelt. Die Ahrmanns haben in der Zeit von 1890 bis 1894 viel umgebaut und modernisiert: Sie haben die Räume der alten Schankwirtschaft erneuert, die Veranda aufgebaut und die Wassermühle mit einem Turbinenantrieb sowie mit einem mit Schweröl betriebenen Motor ausgestattet, erzählt Panschar in seinem Buch.

Letzte Betriebsübernahme im Jahr 1978

Hermann August Ahrmann übernahm den Hof und heiratete Anna Rebecca Sophie Reinekehr. Er verstarb jedoch aufgrund einer Blutkrankheit 1926. „Ein Jahr später heiratete Anna Ahrmann den Bruder ihres verstorbenen Mannes, Johann Heinrich Ahrmann, geboren am 10. September 1899“, schreibt Panschar. 1966 verstarb auch dieser und die Witwe übernahm zusammen mit dem Verwalter Heinz Jacob, der jahrelang auf dem „Gut Altona“ aushalf, die Geschäftsführung. 1978 übergab Anna Ahrmann den Betrieb an Brigitte und Heiner Ahrmann. Der Urenkel des Käufers und seine Ehefrau führen heute gemeinsam mit den drei Kindern Nele, Malte und Vincent das „Hotel Gut Altona“.

Auf den letzten Seiten des Buches sind viele Bilder des heutigen Anwesens zu sehen, das Panschar gekonnt in Szene gesetzt hat. „Mir war wichtig, dass das Buch sowie die Fotos querformatig sind. So wirkt es hochwertiger und ist der Qualität des Hauses angemessen“, erläutert der Wildeshauser.

Das Buch kostet 24,90 Euro und ist bei Panschar unter der Telefonnummer 04431/918474, in den Buchhandlungen „Bökers am Markt“ und „Gildebuchhandlung“, im Verkehrsverein Wildeshausen sowie in unserer Geschäftsstelle erhältlich.

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