„Ein wichtiges Thema“

Grünen-Fraktion tauscht sich mit Gästen über Gemeindeentwicklungsplan aus

Im Gespräch: Die Grünen-Fraktion mit Landratskandidat Christian Pundt und weiteren Gästen. Thema der Infoveranstaltung war die Gemeindeentwicklung. screenshot: rinne
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Im Gespräch: Die Grünen-Fraktion mit Landratskandidat Christian Pundt und weiteren Gästen. Thema der Infoveranstaltung war die Gemeindeentwicklung. screenshot: rinne

Dötlingen – „Gemeindeentwicklungsplan“ lautet das Schlagwort im Dötlinger Kommunalwahlkampf. Ein Thema, das die Grünen bereits vor zwei Jahren auf der Agenda hatten und damals während einer Informationsveranstaltung den anderen Ratsmitgliedern präsentierten.

Zwischen den Parteien einigte man sich schnell darauf, das Zukunftsthema dem neuen Rat und der neuen Verwaltungsspitze nach der Gemeindewahl im September zu überlassen. In einer Online-Veranstaltung griff der Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen die Thematik am Mittwochabend erneut auf. Der Infoabend traf nicht nur bei Parteimitgliedern auf reges Interesse, wie die Teilnehmerzahl und deren Zusammensetzung bewiesen. „Wir hatten 42 Interessierte, die sich eingeloggt hatten. Darunter waren viele Parteilose und Mitglieder anderer Parteien“, freute sich Dirk Orth, der gemeinsam mit Gabriele Roggenthien zum Infoabend eingeladen hatte.

42 Interessierte nehmen an Infoabend teil

Mit dem vom Land Niedersachsen geförderten Projekt „Kommunale Umwelt-Aktion“ (U.A.N.) haben die Grünen einen Partner gefunden, der ihre Vorstellungen nachhaltigen Handelns für die Zukunft umsetzen kann. Silke Nolting und Sarah Frank erläuterten, wie die U.A.N. Kommunen auf ihrem Weg, ihre Handlungsfelder zunehmend nachhaltig zu gestalten, unterstützen können. Grundlage bilden die Nachhaltigkeitsdefinition der UNESCO und deren 17 Nachhaltigkeitsziele. „Können wir uns das alles noch erlauben? Müssen wir nicht umdenken? Wir tun Dinge, die unsere nachfolgenden Generationen belasten werden“, so Nolting.

Das Projekt orientiert sich an einer Handlungsschleife, die mit der Gründung einer „Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit“ durch die Kommune beginnt und über Bestandsaufnahme, Bildung von Themenschwerpunkten, Entwicklung von Zielen und Maßnahmen und Erstellen eines Fahrplans in eine Zielvereinbarung mündet. Die U.A.N begleitet das Projekt, indem sie die Veranstaltungen der Nachhaltigkeitsschleife inhaltlich vorbereitet und gemeinsam mit der Arbeitsgruppe ausführt. Die Zielvereinbarung wird nach zwei Jahren überprüft und fortgeschrieben. Als Bonbon winkt der Kommune ein Nachhaltigkeitslabel. In der Pilotphase vor zwei Jahren beteiligten sich drei niedersächsische Kommunen, unter anderem Goldenstedt. Inzwischen betreut die U.A.N. 15 Kommunen in Niedersachsen. 50 Gemeinden in fünf Jahren lautet das ehrgeizige Ziel der Berater.

„Die Gemeindeentwicklung ist ein wichtiges Thema“

Bereits einige Schritte voraus ist Christian Pundt mit seiner Gemeinde Kirchhatten, der sich vor zwei Jahren mit dem Projekt „Global nachhaltige Kommune Niedersachsen II“ auf den Weg der Gemeindeentwicklung begeben hat. Der Landratskandidat hat es geschafft, alle Parteien im Hatter Rat in das Boot zu holen und empfahl dieses Vorgehen auch den Dötlinger Mandatsträgern. „Sie sollten die Politik von Anfang an bei der Entwicklung des Konzeptes einbeziehen. Die politischen Gremien müssen die Maßnahmen letzten Endes beschließen“, so der Verwaltungschef. Dass Pundt mit seinem Vortrag überzeugte, spiegelt die Frage einer Zuhörerin wider. „Ich finde das absolut vorbildlich. Könnte der Kreis die Gemeinden bei der Umsetzung unterstützen?“, griff Maren Thöle-Meyer einer möglichen Wahl Pundts zum Landrat vor.

„Die Gemeindeentwicklung ist ein wichtiges Thema. Gute Lebensverhältnisse und Nachhaltigkeit sind das Ziel. Wir müssen gemeinsam mit den Bürgern einen Entwicklungsplan formulieren. Der Hauptverwaltungsbeamte muss vorangehen, aber die Entscheidung liegt bei der Politik“, formulierte Antje Oltmanns, gemeinsame Bürgermeisterkandidatin für Dötlingen von Bündnis90/Die Grünen, SPD und CDU diplomatisch, was ihr wiederum von Ludwig Barthel als wenig konkret ausgelegt wurde. „Das sind Allgemeinplätze, wenig Konkretes“, kritisierte er.

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