Ein Vierteljahrhundert in der Politik

Gernot Kuhlmann aus Neerstedt verabschiedet sich nach 25-jähriger Tätigkeit im Bauausschuss

„Es hat mir immer viel Spaß gemacht“, sagt Gernot Kuhlmann.
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„Es hat mir immer viel Spaß gemacht“, sagt Gernot Kuhlmann.

Neerstedt – Gernot Kuhlmann nahm am 1. November 1996 seine Arbeit im Dötlinger Gemeinderat auf. Ebenfalls 25 Jahre lang saß der Christdemokrat im Jugend-, Sport- und Sozialausschuss. Das ist aber noch nicht alles: 25 Jahre lang war er Mitglied im Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss der Gemeinde Dötlingen, 20 Jahre davon dessen Vorsitzender.

Jetzt ist mit alldem Schluss, denn der 62-Jährige hört nach einem Vierteljahrhundert politischer Tätigkeit auf: „25 Jahre sind für mich genug. Die Motivation hat auch nachgelassen“, begründet er diese Entscheidung auf Nachfrage unserer Zeitung. Ein Vorteil für das Amt sei sein Beruf gewesen. „Als Landwirt ist man viel in der Gemeinde unterwegs und ich konnte sehen, wo was nicht in Ordnung war und wo was gemacht werden musste“, so der Neerstedter.

Knapp 100 Ausschuss-Sitzungen besucht

Am Ende der jüngsten Sitzung des Bauausschusses verabschiedete sich Kuhlmann von den anderen Ausschussmitgliedern. „Viele Projekte haben hier ihre Anfänge genommen.“ Als Beispiele listete er unter anderem Neubauten von Kindergärten, Wohnbebauung in der Kommune, die Sanierung der Sporthalle Neerstedt sowie den Anbau des Rathauses in Neerstedt auf. „Auch Radwege waren ein Thema“, ergänzte der Christdemokrat.

„Es ist schade, dass wir das Projekt mit einem Pflegeheim in Dötlingen nicht umgesetzt haben“, bedauerte er. Dieses sei gestrichen worden, weil der Widerstand zu groß gewesen sei. „Das wäre sehr wichtig für die Gemeinde gewesen“, findet der 62-Jährige. Das Projekt zur Steuerung der Tierhaltungsanlage lag ihm ebenso am Herzen. „Das haben wir lange durchgekämpft, aber das wurde vom Oberlandesgericht gecancelt. Wir haben da viel Arbeit reingesteckt und viel diskutiert.“ Weiter sagte er: „Ansonsten bin ich mit dem, was wir entschieden haben, zufrieden.“

„Immer eine tolle Atmosphäre“

Auf die Nachfolger im neuen Ausschuss werden einige Projekte warten, ist sich Kuhlmann sicher. „Klimaschutz wird ein Thema sein, Radwege wie zum Beispiel am Stedinger Weg und erneuerbare Energien“, so der Neerstedter, der etwa 100 Bauausschuss-Sitzungen in dieser Zeit miterlebt hat, und ergänzte: „Auch Gewerbegebiete, Wohnbebauung und Kindergartenneubauten werden in der nächsten Legislaturperiode Thema werden.“

Die Arbeit habe ihm immer viel Spaß gemacht. „Und ich habe das Gefühl gehabt, Sachen voranzubringen. Ich habe aber auch gemerkt, wie sehr sich Ratsarbeit verändert hat – die Bürger sind anspruchsvoller und kritischer geworden“, sagte er in die Runde. Die gute Zusammenarbeit mit den anderen ehrenamtlichen Politikern hob er hervor: „Ich fand, dass hier im Ausschuss immer eine tolle Atmosphäre war. Wir haben die Sache immer gut zu Ende gebracht. Ich möchte mich bei allen bedanken.“

Zudem betont er, dass stets eine gute Gesprächs- und Diskussionskultur herrschte. „Es wurde respektvoll miteinander umgegangen“, sagte Kuhlmann und resümierte: „Es hat mir Spaß gemacht, ehrenamtlich für die Gemeinde tätig zu sein und in der Zeit auch einiges bewegt zu haben.“

Seine letzte Sitzung hat er am 4. November, wenn der Gemeinderat tagt.  

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