„Ein Traum wäre ein Weihnachtskonzert“

Brettorfer „TonArt“ und das „Chörchen“ proben wieder / Andere Vereine warten noch ab

Trifft sich wieder zum Proben: der Brettorfer Chor „TonArt“, der rund 40 Mitglieder zählt. Links steht Leiterin Ulrike Munzel. archivfoto: becker
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Trifft sich wieder zum Proben: der Brettorfer Chor „TonArt“, der rund 40 Mitglieder zählt. Links steht Leiterin Ulrike Munzel.

Dötlingen – Endlich wieder gemeinsam singen: Am 16. Juni war es beim Brettorfer Chor „TonArt“ soweit – die Sängerinnen und Sänger durften sich nach monatelanger Pause wieder zur gemeinsamen Probe treffen, wenn auch anders, als gewöhnlich. „Wir proben draußen. Draußen können wir üben, ohne die Hygiene-Regeln befolgen zu müssen – bis auf Abstand halten natürlich“, berichtet die Leiterin Ulrike Munzel.

Der Chor trifft sich mittwochs um 20 Uhr auf dem Sportplatz in Brettorf. Sollte das Wetter schlecht sein, darf die Gruppe die Räume der katholischen Kirche in Sandkrug nutzen, was für einige Gesangsfreunde, die unter anderem aus Brettorf, Neerstedt, Delmenhorst und Oldenburg kommen, eine längere Fahrt bedeutet, so Menzel. Draußen zu üben sei schwierig, die Akustik sei eine ganz andere. „Man kann nicht wie sonst proben, wir machen viele Wiederholungen“, sagt die Leiterin.

Dötlinger „Chörchen“ probt wieder

Die Freude bei den Gesangsfreunden, sich nach so langer Zeit wiedergesehen zu haben, sei groß gewesen: „Früher hätten wir uns alle in die Arme genommen, das geht jetzt leider nicht mehr.“ Zwischen 25 und 30 Mitglieder seien gekommen. Normalerweise sind 40 Aktive fest im Chor. „Einige sind noch nicht geimpft und daher etwas vorsichtiger.“ Sie ergänzt: „Ich war aber echt überrascht, dass es so viele waren“, freut sich Munzel, die seit 1986 den Chor leitet.

„Es war ganz witzig, weil alle Leute Probleme hatten zu singen. Ich wurde gebeten, erst mal Einsingübungen zu machen“, berichtet sie und lacht. Konzerte stünden noch nicht an: „ Wir hoffen, dass es nach den Sommerferien so ist, dass wir uns was vornehmen können. Ein Traum wäre ein Weihnachtskonzert.“ Der Chor ist übrigens noch offen für neue Sänger.

„Ja, wir sind wieder am Proben“, sagt Markus Häger, der seit 2010 das „Chörchen“ der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Dötlingen leitet. Am 10. Juni traf sich die Gruppe erstmals wieder in der St.-Firminus-Kirche. „Wir können drinnen proben, weil wir den Abstand einhalten können.“ Die Sänger untereinander müssten anderthalb Meter Abstand halten, erklärt Häger. Das sei nicht so einfach: „Ein Chor muss normalerweise zusammen stehen. Aber es ist super gut, dass wir drinnen üben dürfen.“

Probt wieder in der Dötlinger St.-Firminus-Kirche: das „Chörchen“ unter der Leitung von Markus Häger. Hier ein Foto aus dem Jahr 2019.

Männergesangverein übt erst ab September

Vergangenes Jahr im Sommer hatte die Gruppe es draußen vor der Kirche probiert, „aber das war nicht so schön. Es war zwar gut, dass man sich treffen durfte, aber draußen verfliegt der Gesang sehr. In der Kirche ist es einfach besser“, findet Häger. Viele hätten ein Dreivierteljahr nicht mehr gesungen, daher fiel die erste Probe etwas zurückhaltend aus, berichtet der Organist. „Sie trauten sich nicht so viel wie sonst.“ Aber er ist trotz allem optimistisch: „Ich glaube, dass sie sehr gut wieder reinkommen. Sie können auch alle gut singen, die haben auch Lust und scharren mit den Hufen.“

Der Männergesangverein Dötlingen beginne voraussichtlich erst nach den Sommerferien wieder mit den Proben, berichtet Chorleiterin Irina Martchenko: „Im September fangen wir an.“ Sie begründet: „Im Moment muss man anderthalb Meter Abstand halten. Das ist für unsere Männer nicht so günstig, weil sie sich gegenseitig nicht so gut hören können.“ Etwa 20 Mitglieder zählt der Verein, sagt Martchenko, die seit 2002 dessen Leiterin ist. „Die Pause war einfach zu groß. Aber bei den anderen Chören ist es genauso“, bedauert die Leiterin.

Der Gemischte Chor Dötlingen trifft sich am Montag, 19. Juli, zu seiner Jahreshauptversammlung, „dann gucken wir, wie es weitergeht“, erzählt Vorsitzende Christiane Behrens. „Wir dürfen zwar proben, tun es aber nicht. Die Hygienevorschriften mit dem Abstandhalten sind sehr hoch“, begründet sie. „Wir starten wahrscheinlich nach den Sommerferien“, berichtet Behrens, die seit 2006 Vorsitzende des Chors ist.

Die 25 Sänger haben sich in diesem Jahr noch zu keiner einzigen Probe getroffen – sonst sahen sie sich wöchentlich. Nach den Sommerferien möchte Behrens wieder zu den normalen Zeiten beginnen: montags von 19.30 bis 21.45 Uhr im „Dötlinger Hof“.

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