Wieland Garms hat bei Auslosung das Nachsehen

Eckehard Hautau bleibt im Rat

Bürgermeister Ralf Spille zog während des Wahlausschusses im Rathaus in seiner Funktion als Wahlleiter das vierte Ratsmitglied der FDP. - Foto: Schneider

Neerstedt - Das Los hat entschieden: Eckehard Hautau bleibt für die Liberalen im Dötlinger Gemeinderat. Wieland Garms hat das Nachsehen. Dies ist das Ergebnis der Auslosung während des Gemeindewahlausschusses am Mittwochabend im Neerstedter Rathaus.

Hautau und Garms hatten bei der Kommunalwahl am Sonntag jeweils 233 Stimmen erhalten, weshalb nun auf diese Weise ermittelt werden musste, ob der 68-jährige Dötlinger im Rat bleibt oder der 35-jähriger Brettorfer erstmals den Sprung ins Gremium schafft. Beide waren während der Sitzung nicht anwesend.

Hautau ist seit 2011 für die FDP im Gemeinderat, Garms hatte nach 2006 in diesem Jahr einen zweiten Versuch gestartet, in das Gremium einzuziehen. An mangelnden Stimmen lag es nicht. Bei seinem Vater Dierk Garms sowie Claus Plate hatten allerdings noch mehr Wähler Kreuze gemacht, weshalb zwei Sitze an sie gingen. Der dritte von insgesamt vier FDP-Sitzen entfiel auf die Liste.

Das Los gezogen hat Bürgermeister Ralf Spille in seiner Funktion als Wahlleiter. „Das letzte Ratsmitglied kommt aus der Trommel“, scherzte er. Tatsächlich war es ein Karton. Spille nutzte die Sitzung, um allen zu danken, die bei der Wahl geholfen hatten und „damit der Demokratie einen Dienst geleistet haben“. Die stellvertretende Wahlleiterin Elke Brunotte sagte mit Blick auf die spät einlaufenden Ergebnisse: „Genauigkeit geht vor Schnelligkeit.“ Und genau gezählt haben die Wahlhelfer. Das endgültige Wahlergebnis entspricht dem vorläufigen. 

Die CDU bleibt bei 3 338 Stimmen und sieben Sitzen, die SPD bei 2 649 Stimmen und fünf Sitzen, die FDP bei 1 955 Stimmen und vier Sitzen, die Grünen bei 1 191 Stimmen und zwei Sitzen. Bei jeder Partei kam ein Bewerber über den Listenplatz in den Rat, alle anderen wurden direkt gewählt. Die Art der Wahl ist auch maßgeblich, sollte ein Ratsmitglied ausscheiden. 

Erste Nachrücker bei den Direktgewählten wären für die SPD Søren Güldner, für die CDU Sascha Henning, für die Grünen Benjamin Stresow und für die FDP Wieland Garms. Stresow und Garms würde auch in den Rat einziehen, sollte das über die Liste gewählte Mitglied aus ihrer Partei ausscheiden. Bei der SPD wäre es Hans-Dieter Posch und bei der CDU Jörg Lüschen.

ts

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