Erfolgreiches Jahr für „Wi helpt di!“ 

Dreiradtandem, Defibrillator und dankbarer Vorstand

Vorsitzende Hella Einemann-Gräbert verabschiedete sich dankend von Beisitzerin Ute Frank, die aus privaten Gründen ausscheidet.
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Vorsitzende Hella Einemann-Gräbert verabschiedete sich dankend von Beisitzerin Ute Frank, die aus privaten Gründen ausscheidet.

Neerstedt - Von Lea Oetjen. Obwohl der Verein noch nicht einmal vier Jahre alt ist, zählt er nun schon mehr als 180 Mitglieder. „Den 200. Mitstreiter erwartet eine tolle Überraschung“, versprach Vorsitzende Hella Einemann-Gräbert den rund 30 Anwesenden der Jahreshauptversammlung von „wi helpt di!“ am Sonntag im Gemeindezentrum in Neerstedt. Zum Erstaunen aller zählt der Verein seit Kurzem auch Mitglieder aus der Gemeinde Wardenburg und aus Bassum. „Und das, obwohl wir in den Regionen noch gar nicht aktiv sind“, bemerkte Einemann-Gräbert. Jedoch könne sich dies ja bis 2030 verändert haben.

Eine solche Ausdehnung des Wirkungsbereichs steht wohl tatsächlich noch in den Sternen. Ganz im Gegensatz zu vielen Projekten, die der Verein bereits im vergangenen Jahr realisiert hat. „Es ist uns gelungen, den Spielenachmittag für Senioren zu verbessern und fortzusetzen“, verkündete Beisitzerin Wiltrud Buchholz stolz. So sei es beispielsweise gelungen, ein neues „Jakkolo“-Spiel anzuschaffen. „Allerdings kommt das nicht so gut an wie erhofft. Die Rentner mögen ,Mensch ärgere dich nicht‘ und Kartenspiele lieber.“

Auch Birgit Schachtschneider hatte gute Nachrichten. „Im vergangenen Jahr haben wir viel in unsere Öffentlichkeitsarbeit investiert. Wir waren zum Beispiel beim ,Tag der Nachbarschaftshilfe‘ in Oldenburg vertreten, haben Info-Veranstaltungen organisiert und Flyer sowie Handzettel drucken lassen“, so die Beisitzerin. Außerdem konnte der Verein dank einer Großspende von ungefähr 10.800 Euro einen Defibrillator und ein Dreirandtandem anschaffen. „Das ist ein Fahrrad, bei dem man nebenein- andersitzen kann. Durch eine bebilderte Erklärung ist es leicht zu bedienen“, berichtete Einemann-Gräbert. Für Mitglieder koste das Ausleihen nichts.

Durch eine großzügige Spende in Höhe von mehr als 10 000 Euro konnte „wi helpt di!“ ein modernes Dreiradtandem anschaffen. Für Vereinsmitglieder ist die Ausleihe kostenlos.

Allerdings habe sich der Verein auch mit einem „Sorgenkind“ beschäftigen müssen. „Wir haben einen Antrag zur Anerkennung von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten gestellt. Jedoch bislang ohne jeglichen Erfolg“, so Schachtschneider. Zu viele bürokratische Hürden und utopische Richtlinien würden die Anerkennung äußerst schwierig gestalten. Der Verein habe alleine sechs Monate gebraucht, um lediglich die Zuständige im Landesamt zu finden. „Eine Chance gibt es noch. Wenn das auch nicht klappt, müssen wir das Vorhaben leider abbrechen“, bedauerte die Beisitzerin.

Kassenwart Holger Spille hatte für die Anwesenden nur positive Nachrichten. „Wir haben ein verfügbares Vereinsguthaben von rund 21.000 Euro. Das setzt sich unter anderem aus 5.500 Euro an Mitgliedsbeiträgen und die großzügige Spende zusammen“, so Spille. Der Kontostand betrage knapp 25.600 Euro. Christian Bormann wurde zum neuen Kassenprüfer gewählt.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Allerdings trat Ute Lange aus privaten Gründen als Beisitzerin zurück. Sie wird trotzdem noch im Verein aktiv bleiben. „Alles andere geht auch nicht“, scherzte Einemann-Gräbert. Ihre Nachfolge wird Gemeindeschwester Andrea Struthoff antreten.

In den nächsten Wochen sollen drei der „Nimm mich mit“-Bänke umgestellt werden. Wenn das erfolgt ist, wird der zweite Imagefilm abgedreht und zur Vergnügung veröffentlicht.

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