Premiere am 12. November

Dötlinger präsentieren „De geköffte Ehemann“

Ingo Melle, Susanne Schüler, Erika Schulte, Ingrid Blohm, Helmut Petermann, Edith Bruns, Jürgen Ströde und Klaus Blohm (v.l.) stehen in dieser Saison für die Theatergruppe des Dötlinger Bürger- und Heimatvereins auf der Bühne. - Foto: Schneider

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Unverhofft kommt tatsächlich oft: Zwar hatte die Theatergruppe des Dötlinger Bürger- und Heimatvereins auch in diesem Jahr wieder einen Zeitungsaufruf gestartet. Dass sich diesmal aber tatsächlich Interessierte finden und dann gleich so viele, hatte niemand gedacht. Statt vier umfasst das Ensemble nun acht Darsteller, die am Sonnabend, 12. November, ab 19.30 Uhr im Dötlinger Landhotel mit ihrem Stück „De geköffte Ehemann“ Premiere feiern.

„Mit so einem Erfolg hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Das ist einfach nur super“, meinte Regisseurin Gunda Evers. Jahr für Jahr startet sie einen Aufruf – die Resonanz war bislang sehr bescheiden. In weiser Voraussicht hatte sie deshalb wieder einen Schwank für vier Personen ausgewählt. „Da mussten wir jetzt natürlich umswitchen“, erzählte sie.

Neben den bisherigen Darstellern Erika Schulte, Susanne Schüler, Edith Bruns und Helmut Petermann sind nun auch Jürgen Ströde aus Wardenburg, Ingo Melle aus Brettorf sowie Ingrid und Klaus Blohm aus Hude mit an Bord. Letztere drei haben sogar schon Theaterluft geschnuppert. Melle spielte mal bei den Großenkneter „Spaaßmakern“, das Ehepaar Blohm war in Lintel aktiv, pausierte die vergangenen Jahre und wollte nun wieder auf die Bühne. „Nur ich werde mit durchgezogen“, scherzte Ströde angesichts der fehlenden Erfahrung.

Anfang August hat die Gruppe mit den Proben begonnen. Mit dem näherrückenden Premiere-Termin häufen sich auch die Übungsabende. Dreimal die Woche kommt das Ensemble inzwischen zusammen. „Denn wir müssen noch ein bisschen was tun“, drückte es Evers diplomatisch aus. Noch sitzt der Text nicht richtig, so mancher Einsatz ist holprig. Zudem weiß nicht immer jeder, wann er wo zu stehen oder sitzen hat. „Wenn ich an die Premiere denke, bekomme ich schon Herzklopfen“, verriet Ingrid Blohm. Aber nicht nur die neuen Darsteller, sondern auch die „alten Hasen“ haben Lampenfieber. „Ohne geht es nicht“, so Schulte. Evers ist vor allem gespannt darauf, wie die plattdeutsche Komödie beim Publikum ankommt.

Inhaltlich geht es um die Witwe Karin, die ihre Rente aufbessern möchte. Deshalb vermietet sie die Diele ihres Hauses an Gustav. Dieser wiederum gewährt noch heimlich einem weiteren Mieter Unterkunft. Das bleibt Karin natürlich nicht lange verborgen. Eigentlich will sie die beiden rausschmeißen, doch dann erhält sie einen Brief von ihrem Schwager Uwe, von dem sie Jahrzehnte nichts gehört hat. Er scheint nicht einmal zu wissen, dass Karins Mann, also sein Bruder, nicht mehr lebt. Karin wittert eine Erbschaft und überredet Gustav, sich für die Zeit von Uwes Besuch als ihr Ehemann auszugeben. Natürlich entwickelt sich alles anders als erwartet.

Karten für die Premiere im Landhotel gibt es bei der Feuerwehr. Die Brandschützer gehen innerhalb des Löschgebietes von Haus zu Haus. Ansonsten können Tickets bei Mark Depenbrock unter Telefon 0178/2797726 geordert oder an der Abendkasse erworben werden.

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