Dötlinger Matinee will „Mini-Rastede“ sein

Ann-Carin Böltes (RURV Rastede) hat auf „Coco Chanel“ in zwei Prüfungen ihr Glück versucht. Fotos: backhaus

Turnierstart um sieben Uhr, strahlende Sonne und viel Platz: Auf dem Hof Aschenstedt in Dötlingen hat am Mittwoch die erste Oldenburger Dressur Matinee begonnen. Am Donnerstag geht das Turnier weiter.

Dötlingen - Von Katia Backhaus. „Es fehlte das erste Draußen-Turnier, das haben wir hier versucht, auf die Beine zu stellen“, sagt Viola Abrahams, erste Vorsitzende des Reitclubs Oldenburg Land. Als „Opening“ für das Pferdesportjahr in der Region sehen sie und Kerstin Aschenbeck vom gleichnamigen Hof sowie der Waldreitschule Dötlingen die Veranstaltung. Acht Dressurwettbewerbe an zwei Tagen haben sie angesetzt, im Schnitt stehen jeweils 20 Teilnehmer auf der Startliste. Einen Erfolg nennen Abrahams und Aschenbeck das Turnier bereits am Mittwochmittag.

Siegerehrung in der Klasse L* (Trense): Erstplatzierter Robin Finley Schreiber, Zweitplatzierte Lena Behrens und Drittplatzierte Ruth Bunger (v.l.) erhalten einen Preis. Turnierleiterinnen Kerstin Aschenbeck (l.) und Viola Abrahams (r.) gratulieren.

Für Ann-Carin Böltes ist zu dieser Zeit noch nicht klar, ob die Matinee ihr einen Sieg bringen wird. Auf dem Trailer-Parkplatz bereitet sie „Coco Chanel“ auf die Dressurprüfung Klasse L** (Kandare) vor. Am Vormittag hat die Reiterin des RURV Rastede bereits am Klasse L*-Wettbewerb (Trense) teilgenommen. Gewonnen? „Leider nicht.“ Den Staub der Niederlage bürstet Ann-Catrin ihrer braunen Stute noch aus dem Fell, dann geht es los zur Abreithalle. „Nach der zweiten Prüfung ist für mich hier erstmal Schluss, ich komme nochmal wieder“, sagt die Rastederin.

Auf dem weitläufigen Gelände des Hofs gibt es viel Raum für Autos und Trailer, Pferde stehen auf einer Weide in der Sonne, nebenan liegen das Wettbewerbs- und ein Trainingsgeviert. „Wir haben Glück, dass wir den Platz haben“, sagt Aschenbeck. So kam auch die Matinee in Dötlingen zustande. Der Reitclub Oldenburg Land habe keine eigene Anlage, erklärt Abrahams. Als ihr und Aschenbeck im Herbst die Idee für ein eigenes Turnier kam, sei gleich klar gewesen, dass es in Dötlingen stattfinden sollte. „Anfang des Jahres ging es in die konkrete Vorbereitung“, sagt Abrahams. Dabei sei das Ziel gewesen, eine besondere Atmosphäre zu schaffen: Statt Bratwurst und Bier gibt es Ofenkartoffeln, Eis und Weißwein, weiße Pavillons bieten Platz zum Sitzen und für den Reitzubehörverkauf.

Den zahlreichen Sponsoren sei auch zu verdanken, dass alle platzierten Teilnehmer einen Sachpreis bekommen, „nicht nur eine Leckerli-Tüte“, sagt Abrahams. Die Siegerehrung absolvieren die Reiter allerdings zu Fuß – nach einem tödlichen Turnierunfall vor wenigen Wochen sei das als die richtige Wahl erschienen, erklärt Abrahams. Zudem sei es auch für die Pferde entspannter, wenn sie nicht noch einmal im Geviert auflaufen müssten. „Das Wichtigste ist, dass die Pferde sich wohlfühlen.“

Aus diesem Grund sollen auch alle Reiter vor dem Wettbewerb ihre Tiere in der Abreithalle warm machen. An der Tür steht Gerda Richter. Die 64-Jährige beobachtet ihre Tochter Ricarda (RV Ganderkesee) auf dem zwölfjährigen „Chip-Chap“. „Der ist nicht so einfach, der regt sich schnell auf“, sagt sie. Deshalb trägt der Schimmel auch eine Fliegenmütze, die die Umgebungsgeräusche dämpft. Auf „Chip-Chap“ tritt Ricarda zur Prüfung Klasse L** (Kandare) und in der Klasse M* an. Die 25-Jährige dreht noch ein paar entspannte Runden in der Halle, dann geht es los.

Philippa Hodes (RV Oldenburger Münsterland) gewinnt auf „Barolo“ die Dressurprüfung Klasse L**.

Die Prüfungen kommentieren zwei professionelle Ansager, fünf Richter sind im Einsatz, auch ein Hufschmied, ein Fotograf und Sanitäter gehören zum Turnierteam. Außerdem sind zahlreiche freiwillige Helfer auf dem Platz, die den Weg zur Abreithalle weisen, die Siegerehrungen organisieren und Alarm schlagen, wenn die Toilette überläuft. Auch Familienmitglieder sind darunter. „Ohne unsere Leute wäre das ausgeschlossen gewesen“, sagt Abrahams.

Sie kenne Turniere aus vielen Perspektiven, als Teilnehmerin, als Ausbilderin, aber dieses sei das erste, das sie organisiere. Sie würde die Matinee in Dötligen gern etablieren. Das Ziel sei, ein „Mini-Rastede“ zu sein, sagt sie.

Oldenburger Dressur Matinee in Dötlingen

Zur ersten Oldenburger Dressur Matinee am Mittwoch, 17. April, und Donnerstag, 18. April, haben der Reitclub Oldenburger Land und der Hof Aschenbeck sowie die Waldreitschule Dötlingen eingeladen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Katia Backhaus
Zur ersten Oldenburger Dressur Matinee am Mittwoch, 17. April, und Donnerstag, 18. April, haben der Reitclub Oldenburger Land und der Hof Aschenbeck sowie die Waldreitschule Dötlingen eingeladen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Katia Backhaus
Zur ersten Oldenburger Dressur Matinee am Mittwoch, 17. April, und Donnerstag, 18. April, haben der Reitclub Oldenburger Land und der Hof Aschenbeck sowie die Waldreitschule Dötlingen eingeladen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Katia Backhaus
Zur ersten Oldenburger Dressur Matinee am Mittwoch, 17. April, und Donnerstag, 18. April, haben der Reitclub Oldenburger Land und der Hof Aschenbeck sowie die Waldreitschule Dötlingen eingeladen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Katia Backhaus
Zur ersten Oldenburger Dressur Matinee am Mittwoch, 17. April, und Donnerstag, 18. April, haben der Reitclub Oldenburger Land und der Hof Aschenbeck sowie die Waldreitschule Dötlingen eingeladen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Katia Backhaus
Zur ersten Oldenburger Dressur Matinee am Mittwoch, 17. April, und Donnerstag, 18. April, haben der Reitclub Oldenburger Land und der Hof Aschenbeck sowie die Waldreitschule Dötlingen eingeladen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Katia Backhaus
Zur ersten Oldenburger Dressur Matinee am Mittwoch, 17. April, und Donnerstag, 18. April, haben der Reitclub Oldenburger Land und der Hof Aschenbeck sowie die Waldreitschule Dötlingen eingeladen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Katia Backhaus
Zur ersten Oldenburger Dressur Matinee am Mittwoch, 17. April, und Donnerstag, 18. April, haben der Reitclub Oldenburger Land und der Hof Aschenbeck sowie die Waldreitschule Dötlingen eingeladen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Katia Backhaus
Zur ersten Oldenburger Dressur Matinee am Mittwoch, 17. April, und Donnerstag, 18. April, haben der Reitclub Oldenburger Land und der Hof Aschenbeck sowie die Waldreitschule Dötlingen eingeladen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Katia Backhaus
Zur ersten Oldenburger Dressur Matinee am Mittwoch, 17. April, und Donnerstag, 18. April, haben der Reitclub Oldenburger Land und der Hof Aschenbeck sowie die Waldreitschule Dötlingen eingeladen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Katia Backhaus

Programm Donnerstag

Der zweite Matinee-Tag beginnt um 10 Uhr mit der Dressurpferdeprüfung Klasse A. Um 12.30 Uhr geht es weiter mit der Prüfung Klasse L, der letzte Wettbewerb des Tages wird ab 15 Uhr in der Klasse M ausgetragen. Die Siegerehrungen schließen jeweils an. Der Eintritt zur Dressur-Matinee ist kostenlos. Veranstaltungsort ist der Hof Aschenbeck, Zum Sande 22, Dötlingen. Infos unter www.pls-service.de.

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