Infotafeln als „Klimameile“

Mit Dötlinger Kindern auf den Klimaschutz hinweisen

Beate Wilke, Ausschussvorsitzende

Dötlingen - Von Alina Pleuß. Über die Entwicklung und Aufstellung von Infotafeln zum Thema Klimaschutz in der Gemeinde Dötlingen (wir berichteten) wurde am Donnerstag im Umweltausschuss erneut diskutiert. Letztendlich wurde der Beschlussvorschlag für die sogenannte „Klimameile“ mit zwei Für-Stimmen empfohlen.

In der Ausschusssitzung im Juni wurde die Verwaltung beauftragt, in Zusammenarbeit mit einem Fachbüro Infotafeln zum Themenfeld „Nachhaltigkeit und Klimaschutz“ zu erstellen. „Wir hatten Kontakt zu drei solcher Büros und haben diskutiert und besprochen, was sinnvolle Alternativen sein könnten“, erklärte Klimaschutzmanager Lars Gremlowski. „Nachdem das Für und Wider besprochen war, hat uns die Agentur ecolo ein Konzept zu zwei Varianten von Infotafeln erstellt.“ 

Kooperation mit der Grundschule denkbar

Lars Gremlowski,Klimaschutzmanager

Variante eins umfasste die „Klimameile“ mit fünf kleinen Infotafeln, die in Dötlingen an einem zentralen Platz aufgestellt werden sollen. Sie sollen unter anderem Aussagen ortsansässiger Kinder zu ihren Wunschvorstellungen der Zukunft beinhalten. Als Beispiel wurde der Satz genannt: „Ich finde es richtig blöd, wenn Erwachsene mit Plastiktüten einkaufen.“ Dazu sollen Fotos als Eyecatcher dienen und der Bevölkerung eine Möglichkeit zur Identifikation geben. 

„Wenn das Nachbarskind, die Sprösslinge von Freunden oder eben die eigenen darauf zu sehen sind, werden die Leute eher angeregt, die Texte und Informationen zu lesen“, erklärte Gremlowski das Ziel. Außerdem sei jede Tafel anders. Man könne sich sogar vorstellen, die Gestaltung als Projekt in Kooperation mit den Grundschulen zu starten. Trotz der Vorstellung des zweiten Konzeptes – große identische Infotafeln in Form eines Wandelpfades – entschied sich die Runde schnell für die von der Verwaltung empfohlene „Klimameile“. Uneinig war man sich jedoch über den konkreten Standort: Ausschussmitglied Insa Huck (SPD) sprach sich dafür aus, die Tafeln nicht wie vorgesehen nur in Dötlingen direkt zu positionieren, sondern in den dazugehörigen Ortschaften.

Fördermittel sollen beantragt werden

Bauamtsleiter Uwe Kläner erklärte dazu: „Die Info-Tafeln in Dötlingen sollen als Einstieg dienen. Wenn wir merken, dass sie angenommen werden und gut ankommen, dann können wir das Konzept auch in allen anderen Ortschaften weiterführen. Darauf erwiderte Gabriele Roggenthien (Grüne): „Dötlingen ist gespickt von Schildern. Man müsste andere Ortsteile eher bevorzugen.“ Ihrer Meinung nach solle man das Geld für die Info-Tafeln vorzugsweise direkt in den Klima- und Umweltschutz investieren. Marina Becker-Kückens merkte an: „Kinder sind unsere Zukunft, und wir wollen sie erreichen. 

Mit dieser Variante der Info-Tafel werden wir viele junge Leute, Eltern und deren Umfeld ansprechen.“ Die Ausschussvorsitzende Beate Wilke wies erneut auf Kläners Einwand hin und schlug vor, den Beschlussvorschlag dahingehend zu erweitern, dass die Infotafeln auf Grundlage des ersten Konzepts entwickelt und aufgestellt werden, der Standort Dötlingen jedoch zunächst als Einstieg zu sehen ist. Sollte das Angebot gut angenommen werden, sollen die Schilder sich auf weitere Ortschaften verteilen. Daher mache es laut Wilke auch noch keinen Sinn, eine genaue Anzahl der Schilder festzulegen. Außerdem sollen im Vorfeld LEADER-Fördermittel beantragt werden.

Während der anschließenden Einwohnerfragestunde gab es die Anregung, die geplanten Schilder so anfertigen zu lassen, dass sie beispielsweise durch einschiebbare Platten inhaltlich austauschbar sind. Somit könne die Aktualität und das Interesse daran gewahrt bleiben. Wilke versicherte, die Idee bei den nächsten Besprechungen mit einzubringen.

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