Dötlinger Gartenkultour erweist sich wieder als breit aufgestellt / Gut gelaunter Besucherstrom

Von der Kunstreise bis zur Klettertour

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Auch am Informationsstand der Gästeführer am Parkplatz „Zur Loh“ herrschte stetes Kommen und Gehen.

Dötlingen - Von Anja Nosthoff. Zahlreiche Gartenkultouristen tummelten sich am Sonnabend zum letzten Gartenkultour-Termin in diesem Jahr wieder in Dötlingen. Bei dem sonnigen Herbstwetter verwandelten vor allem zahllose Pedalisten das Dorf und die Gemeinde in ein Radlerparadies. Aber auch mit Auto waren viele Gäste aus der weiteren Umgebung angereist, um Kunst, Musik, Natur und einen Bummel durch die zur Gartenkultour geöffneten Privatgärten zu genießen.

Die Außenterrassen der Cafés im Ortskern platzten schon am frühen Nachmittag aus allen Nähten. In den Ausstellungen in den Galerien und Kunsthäusern dagegen herrschte wie auch am Informationsstand der Gästeführer am Parkplatz „Zur Loh“ ein entspanntes, aber stetes Kommen und Gehen.

„Einen übermäßigen Andrang haben wir heute noch nicht erlebt, aber seit wir die Nachmittagsschicht übernommen haben, gab es keinen Leerlauf, und unseren Vorgängern heute Morgen ging es genauso“, erzählte Gästeführerin Gisela Beier kurz, bevor sie sich auch schon wieder dem nächsten Gartenkultour-Interessierten zuwendete.

Am Gästeführer-Stand ließen sich die Besucher die verschiedenen Angebote aus der ganzen Gemeinde erläutern und deckten sich mit Karten, Prospekten und Eintrittsbutton ein. Einige entschieden sich, an der geführten Radtour oder am Dorfspaziergang teilzunehmen.

„Tourismus hat in Dötlingen eine Tradition. Schon 1913 ist in alten Schriften vermerkt, dass an einem Sonntag im August gut tausend Fremde im Dorf waren“, erklärte Gästeführerin Marianne Mennen den Dorfspaziergängern.

Andere Gäste steuerten erst einmal die Müller-vom-Siel-Kate an, in der gleich mehrere Dötlinger Künstler einen kleinen Einblick in ihre Arbeit gaben. So hatten die Besucher die Chance, sich weitere Anregungen für ihre ganz persönliche Kunstreise durch Dötlingen zu holen. „Das ist ein Experiment“, so die Glaskünstlerin Irma Hamann zu der Potpourri-Ausstellung, an der sich sieben Dötlinger beteiligten. Bereits draußen vor der Karte begrüßte die schrille Skulptur „Auf dem Weg zum Superstar“ von Elke Tholens die Besucher.

Von solchen Ambitionen schien „De Moler“ Friedrich Lüers meilenweit entfernt. Vielmehr sonnte er sich gemütlich mit einem Buch in der Hand vor der Kunst-Werk-Scheune auf dem Kläner Hof und begrüßte dabei friedlich lächelnd die Besucher, die in der Scheune neben Lüers Werken auch Bilder von der Dötlinger Künstlerin und Galeristin Gertje Kollmann ansehen konnten. „Ein schöner Tag für schöne Bilder, beste Laune und verschiedene Ansichten“, war Lüers sehr zufrieden mit dem steten, entspannten und vor allem gut gelaunten Besucherstrom.

Zu einem botanischen Herbstspaziergang lud der Bäumegarten von Irmgard Voss-von-Stebut und Bernd Voss in Hockensberg ein. Am Nachmittag verzeichnete Voss mehr als 200 Besucher. In diesem Jahr trug der Bäumegarten vornehmlich noch sein grünes Kleid. Botanische Raritäten wie der Losbaum boten sogar noch ihre stark duftende Blüte zur Schau.

Äußerst wohl fühlten sich im Bäumegarten auch die beiden Jungs Johann (11 Jahre) und Thomas (8 Jahre). Gemeinsam mit ihrem Vater und Bäumesammler Peter Bruning sind die beiden öfter in Hockensberg zu Besuch. Sie hatten auch ohne Leiter keine Probleme, das drei Meter hohe Baumhaus zu erklimmen. „Wir haben schon Übung von unseren Kletterbäumen zu Hause“, erklärte Johann lässig.

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