Parteien noch im Gespräch 

Dötlinger Fraktionen in Sondierungsgesprächen

Dötlingen - Die Fraktionen der im Dötlinger Gemeinderat vertretenen Parteien sind dabei, sich gemäß der Wahlergebnisse der vergangenen Kommunalwahl zusammenzufinden. Unter den Vorsitzenden stehen dabei keine Wechsel an. Diesen Posten bekleiden weiterhin Willy Niehoff (CDU), Rudi Zingler (SPD), Claus Plate (FDP) und Gabriele Roggenthien (Die Grünen).

Anke Spille von der CDU – mit sieben Sitzen stärkste Gruppe im Rat – kann sich gut vorstellen, dass bei der Ratsarbeit „alles beim Alten bleibt“. Die Christdemokraten seien mit allen anderen Fraktionen im offenen Austausch. „Wir beharken uns hier ja nicht so wie in Amerika“, sagte Spille hinsichtlich der Zusammenarbeit.

Laut Zingler sind keine weiteren Änderungen bei der Zusammenarbeit der SPD mit anderen Fraktionen im Gemeinderat zu erwarten: „Es wird wohl alles so bleiben, wie bisher, eine Gruppe werden wir nicht bilden.“ Die Kooperation mit anderen Fraktionen hinge immer von den Einzelthemen ab. Dazu gehörten laut Zingler das interkommunale Gewerbegebiet in Hockensberg sowie die Einrichtung einer Krippe in Brettorf. Die SPD besetzt zukünftig fünf Ratssitze.

Für die FDP ist es noch zu früh für klare Aussagen. „Gespräche mit der CDU und der SPD stehen noch an“, sagte Gemeinderatsmitglied Eckehard Hautau. Diese würden ergebnisoffen geführt. Mit den Grünen stünde die Partei diesbezüglich nicht in Kontakt – dies habe jedoch keine inhaltlichen Gründe, sondern liege daran, dass die Fraktionen auch gemeinsam keine Mehrheit im Rat bilden können. Die FDP erhielt bei der Kommunalwahl vier Ratssitze.

Die Grünen wollen ebenfalls weiterhin so verfahren wie in der vergangenen Wahlperiode. „Wir haben in allen wichtigen Bereichen eine lockere Verbindung und Abstimmung mit der CDU, aber noch keine konkreten Vereinbarungen getroffen“, sagte Dirk Orth. „In der Vergangenheit haben wir gut zusammengearbeitet. Das wollen wir fortsetzen“, so Orth weiter. „Mit der CDU gibt es überaschenderweise die größten Schnittmengen“, erklärte auch Orths Frau Sarah. „Aber auf Gemeindeebene ist es ja immer anders, als auf Bundesebene.“ Sie scheidet nun jedoch aus dem Rat aus. Stattdessen zieht ihr Mann Dirk in den Gemeinderat ein. Er und die Fraktionsvorsitzende Roggenthien sind die einzigen Grünen in dem Gremium – die Partei verlor durch ihr Abschneiden bei der Kommunalwahl einen Sitz. Wichtig sind Dirk Orth in der Ratsarbeit vor allem Kompromisse, denn nur so ließen sich Konflikte nachhaltig vermeiden

Der neu gewählte Gemeinderat findet sich am Donnerstag, 3. November, zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. - pp

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