Panzerwagen gereinigt

Dötlinger Feuerwehren kämpfen gegen den Moorbrand

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Die Ortswehr Dötlingen reinigt einen Pionierpanzer Dachs, nachdem dieser eine Brandschneise gezogen hat. 

Dötlingen/Meppen - Zum Kampf gegen den Moorbrand in Meppen sind auch zahlreiche Feuerwehrleute aus der Gemeinde Dötlingen ausgerückt. Im Rahmen des Einsatzes der Kreisfeuerwehrbereitschaft machten sich die Kameraden am frühen Sonntagmorgen auf den Weg ins Emsland, wo der Landkreis den Katastrophenfall ausgerufen hatte. Grund war ein Feuer, das sich auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 der Bundeswehr auf einer Fläche von rund 800 Hektar ausgebreitet hatte.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft war mit 175 Einsatzkräften für knapp 40 Stunden angefordert. Die Gemeinde Dötlingen entsandte als kleinste Kommune im Landkreis Oldenburg mit 25 Feuerwehrleuten sowie fünf Fahrzeugen eines der größten Kontingente, berichtet Pressewart Jannis Wilgen in einer Mitteilung. Vor Ort gingen die Brandbekämpfer zunächst in Bereitstellung und wurden für den Schutz der Bevölkerung abgeordnet. Außerdem sollten sie Patrouillenfahrten in gefährdeten Waldgebieten durchführen. Dieser Einsatzauftrag änderte sich jedoch im Laufe des Tages, denn die Bereitschaft wurde ab dem frühen Nachmittag bei der Brandbekämpfung eingesetzt. Mit den Tanklöschfahrzeugen aus Brettorf und Dötlingen brachten die Züge Wassertransport eins und zwei ihre Wasserwerfer am Rand eines Waldgebietes in Stellung und versuchten die Ausbreitung des Schwelbrandes zu verhindern. Auch die Wärmebildkamera der Brettorfer Wehr kam zum Einsatz, während die Neerstedter Kräfte für die Wasserversorgung zuständig waren.

Wasserwerfer des Tanklöschfahrzeuges der Ortswehr Brettorf waren auf dem Bundeswehrgelände im Einsatz.

Parallel dazu hatte ein Pionierpanzer vom Typ Dachs im angrenzenden Wald Brandschneisen geschlagen. Nachdem dieser seinen Auftrag im Unterholz abgearbeitet hatte, bat die Bundeswehr um kurzfristige Unterstützung bei der Reinigung des Gefährts. Spontan befreite das Dötlinger Tanklöschfahrzeug das Kettenvehikel mit einem Wasserstrahl von den gröbsten Verschmutzungen.

Der Einsatz der Kreisfeuerwehrbereitschaft dauerte bis zum Anbruch der Dunkelheit. Im Anschluss bezogen die Brandbekämpfer in der Meppener Sporthalle auf Feldbetten ihr Nachtquartier, bevor die Neerstedter am nächsten Morgen den Heimweg antraten. Die Bereitschaftszüge Wasserförderung und Technische Hilfeleistung wurden aus dem Einsatz entlassen, während die weiteren Kräfte für den Bevölkerungsschutz in Stellung gingen. Am Montag wurden auch die verbliebenen Einheiten der Kreisfeuerwehrbereitschaft abgelöst und machten sich auf den Heimweg.

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