Dötlinger Erntefest: Nachwuchs begeistert Besucher/Feldfahrt mit 17 Gespannen

In „Kunstwerken“ durch die Gemeinde

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Ein Theaterstück rund um das Thema „Ernte“ hatte der Kindergarten „Dötlinger Strolche“ einstudiert.

Dötlingen - Um kurz vor 16.30 Uhr stieg die Spannung auf dem rappelvollen Dötlinger Kirchplatz. Zwischen die Klänge des Orchesters „Toet en Bloaslust“ mischte sich das Knattern von Treckern. Dann bogen die ersten Gespanne um die Ecke. Mit der Erntekrone vorweg fuhren die Teilnehmer der Feldfahrt bei St. Firminus vor und gaben damit den Startschuss für das Dötlinger Erntefest, das sowohl am Sonnabendnachmittag als auch abends ein buntes Programm für alle Generationen bereit hielt.

Die Mädchen und Jungen des Kindergartens „Dötlinger Strolche“ führten in amüsanter Weise ein Stück auf, in dem sich alles um die Ernte drehte – von der Saat bis hin zum Mähen. Viel Applaus gab es auch für die Singbeiträge der Grundschüler sowie für die Darbietungen der Tanzgruppen des TV Dötlingen. Die Jüngsten begeisterten dabei ebenso mit ihren Choreografien wie die älteren Tänzerinnen.

Eckehard Hautau, Vorsitzender des gastgebenden Bürger- und Heimatvereins, freute sich während seiner Begrüßung vor allem über den Einfallsreichtum der Feldfahrt-Teilnehmer. 17 Gespanne waren am frühen Nachmittag zu der Tour durch die Gemeinde gestartet. Beim Schmücken der Kremser hatten die beteiligten Vereine und Straßengemeinschaften ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und nach Ansicht von Hautau wahre Kunstwerke geschaffen. Neben dem Schützenverein Neerstedt, dem Heimatverein Hockensberg und dem Trecker-Veteranen-Club Lüerte war unter anderem die Landjugend Dötlingen mit von der Partie. „Schon lange habe ich mich darum bemüht, dass sich die Landjugend wieder am Umzug beteiligt. Herausgekommen ist ein Prachtwerk von Wagen“, lobte der Vorsitzende, der zudem das Engagement der Nachbarschaft von Wachtendorfs und Oltmanns würdigte. Sie hatte in diesem Jahr das Binden der Erntekrone übernommen.

Erntefest in Dötlingen

Neben den Shows gab es auf dem Kirchplatz auch festliche und nachdenklich stimmende Worte. Die Andacht hielt Pastorin Claudia Hurka-Pülsch auf Plattdeutsch. Anschließend ging Bürgermeister Ralf Spille in seiner Ansprache auf den Klimawandel ein, mit dem besonders die Landwirte zu kämpfen hätten. „Wetterkapriolen sorgen dafür, dass niemand erahnen kann, wie die Ernte ausfallen wird“, sagte er. Der Ertrag von Landwirten und Obstbauern sei vom Wetter abhängig. Er appellierte an die Zuhörer, sich entsprechend umweltbewusster zu verhalten und statt zu den aus dem Ausland eingeführten Obst- oder Gemüsesorten, die in den Regalen der Supermärkte liegen, vermehrt zu regionalen Produkten zu greifen. „Da müssen wir umdenken“, meinte Spille. Auch im eigenen Garten bräuchten nicht nur Zierpflanzen zu wachsen.

Das Programm an der Kirche ging nahtlos in die Abendveranstaltung über. Während die Kinder ihre Luftballons für den Weitflugwettbewerb auf die Reise schickten, wurde die Erntekrone auf den benachbarten Hof Diekmeyer gebracht. Dort feierten die Dötlinger und Gäste zur Musik von „Toet en Bloaslust“. Zudem sorgte Elise Plietsch mit ihrem Auftritt für den einen oder anderen Lacher.

jb

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