Aus dem Gericht

Dötlinger Drogenhändler muss Geldstrafe zahlen

Eine Justitia-Figur
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Durch Eigenkonsum sei er in den Drogenverkauf gerutscht, sagte der 22-Jährige vor Gericht aus.

Dötlingen/Wildeshausen – Wegen erwerbsmäßigen Betäubungsmittelhandels in 13 Fällen ist am Mittwoch ein 22-jähriger Dötlinger vom Amtsgericht Wildeshausen zu einer Zahlung von 500 Euro an einen gemeinnützigen Verein sowie 3.275 Euro Wertersatz der Menge an verkauften Drogen verurteilt worden.

Laut Anklage wurden dem 22-Jährigen im Zeitraum von Juli bis November 2018 14 Straftaten in Zusammenhang mit dem Kauf und Verkauf von Marihuana vorgeworfen. Unter anderem soll er in drei Fällen mehrere 100 Gramm von einem Bekannten gekauft haben, um diese in Kleinmengen mit Gewinn verkaufen zu können.

Bei einer Hausdurchsuchung im Dezember 2018 fanden Polizeibeamte im Zimmer des Beschuldigten mehr als 100 Gramm Marihuana, Bargeld aus Drogenverkäufen sowie Zubehör zum Wiegen und Verpacken von Betäubungsmitteln.

Der Beschuldigte zeigte sich geständig, wusste jedoch nicht mehr welche Mengen er wann ge- und verkauft habe. Ihm tue die ganze Sache leid, er habe nicht gewusst, welche Konsequenzen die Taten nach sich ziehen würden. Zudem sei er nur durch seinen Eigenkonsum in den Verkauf der Drogen hineingerutscht. Den Besitz der Großmengen, die er gekauft haben soll, räumte er ebenfalls ein.

Eine weitere Tat hätte zu einer Freiheitsstrafe führen können

Ein vor Gericht verlesener Chatverkehr zwischen dem Beschuldigten und dem Verkäufer, der auf dem beschlagnahmten Handy des Angeklagten gefunden wurde, belegte zwei Käufe von Großmengen. In einem dritten Fall konnte ein Kauf dem Gericht nicht hinreichend belegt werden.

Obwohl die Geständigkeit des 22-Jährigen strafmildernd wirken sollte, stellte sich dem Gericht die Frage, ob der Angeklagte nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht verurteilt werden sollte. Würde er als strafmündiger Erwachsener eingeordnet, ständen Freiheitsstrafen im Raum. Nach der Anhörung einer Jugendgerichtshilfe entschied die Richterin jedoch, den Angeklagten nach Jugendstrafmaß zu verurteilen. Der Beschuldigte war im Tatzeitraum 17 Jahre alt, wohnte bei seinen Eltern und wies zudem nicht die Unabhängigkeit eines Erwachsenen auf.

Laut Richterin hatte der 22-Jährige dennoch Glück, dass er sich sonst nichts hatte zuschulden kommen lassen. Durch die erheblichen Mengen an Drogen hätte er bei einer Wiederholungstat auch nach Jugendrecht mit einer Freiheitsstrafe rechnen müssen.

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