Dötlinger Arbeitskreis diskutiert über mögliche Maßnahmen/Besichtigung eines einmaligen Projektes

Weiter auf dem energieeffizienten Weg

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Beeindruckt waren die Mitglieder des Arbeitskreises „Energieeffizientes Dötlingen“, als sie das Haus von Siegfried Preuß besichtigten. Während der nun beginnenden Erprobungsphase werde sich zeigen, ob dies das Haus der Zukunft ist.

Dötlingen - Bei welchen öffentlichen Gebäuden besteht noch Sanierungsbedarf? Wie können Einwohner weiterhin zur Umsetzung energetischer Maßnahmen an ihren älteren Gebäuden motiviert werden? Und gibt es Möglichkeiten, Unternehmen zu bewegen, auf regenerative Energien zu setzen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich am Dienstagabend der Arbeitskreis „Energieeffizientes Dötlingen“. Zudem besichtigten die Mitglieder das energieautarke Haus von Siegfried Preuß in Ganderkesee.

Im Mittelpunkt der Sitzung standen die Berichte aus den beiden Arbeitsgruppen „Haushalte, Energie und Mobilität“ sowie „Kommunales“. Letztere befasst sich momentan mit dem Sanierungsstand der öffentlichen Liegenschaften – und das, obwohl bereits überall Maßnahmen realisiert wurden. „Im Grunde haben wir alle kommunalen Gebäude schon durch“, sagte Klimaschutzmanager Lars Gremlowski. Dennoch hätte die Arbeitsgruppe einzelne Projekte ausgemacht, die sinnvoll erscheinen. In erster Linie gehe es um die Hohlwanddämmung. Nach einer Betrachtung habe sich gezeigt, dass diese zumindest beim Rathaus sowie am Hauptgebäude des Hauses der Vereine lohnenswert wäre. „Bei drei weiteren Gebäuden muss dies noch genau überprüft werden“, so Gremlowski. Derzeit liege auch nur eine grobe Kostenschätzung vor.

Neben möglichen Dämmmaßnahmen ist die Straßenbeleuchtung Thema in der Gruppe „Kommunales“. „Hier geht es voran“, informierte der Klimaschutzmanager. Nachdem im ersten Abschnitt im Frühjahr vor allem an den Hauptachsen in Dötlingen LED-Leuchten aufgestellt wurden, laufe nun im Golddorf der zweite Teil der Umrüstungsaktion. Zudem würden auch einige Bereiche in Neerstedt angepackt. „Die Arbeiten sollen bis zum Jahresende abgeschlossen sein“, sagte Gremlowski. Insgesamt 237 Quecksilberdampfdrucklampen will und muss die Gemeinde in einem Mehrjahresprogramm austauschen. Hinzu kommen Lückenschlüsse. Die Maßnahme kostet allein in Dötlingen rund 127000 Euro. Für Neerstedt sind im aktuellen Haushalt 70500 Euro eingestellt. Weitere Ortschaften sollen folgen. „Deshalb beschäftigen wir uns auch mit der Frage, ob wir auf ein Förderprogramm zugreifen können und wollen“, erläuterte Gremlowski.

Die andere Arbeitsgruppe hat sich Gedanken um eine Fortsetzung des Programms „Energiebonus für Altbauten“ gemacht, das zum Jahresende ausläuft. Denn von den 100000 Euro, die die Gemeinde zur Verfügung gestellt hat, sind noch Gelder übrig. „64 Anträge mit einem Fördervolumen von 53500 Euro sind mittlerweile bewilligt worden“, berichtete Gremlowski. Die Arbeitsgruppe hat sich deshalb dafür ausgesprochen, dem Umwelt- und Energieausschuss die Fortschreibung des Projektes zu empfehlen – zumindest solange noch Mittel vorhanden sind.

In diesem Zusammenhang diskutierten die Arbeitskreismitglieder auch über die mögliche Erstellung eines energetischen Quartierskonzeptes, für das es gerade eine attraktive Förderkulisse gibt. „Dabei würde der Ist-Zustand erfasst, um aufzuzeigen, wie saniert werden kann“, informierte Gremlowski. Einige Mitglieder fragten sich aber, ob dies Sinn macht und was so ein Konzept bringt. Stattdessen könnte man auch darüber nachdenken, das Energiebonus-Programm gezielt in gewisse Quartiere zu tragen. Darüber soll ebenso noch intensiver diskutiert werden wie über eine Idee für das geplante Gewerbegebiet. So könnte eine Ansiedlung von Unternehmen an Nachhaltigkeits-Auflagen geknüpft werden. „Da sind verschiedene Ansätze denkbar“, sagte Gremlowski. Allerdings herrscht im Arbeitskreis große Skepsis. Es gibt Befürchtungen, dass sich die Grundstücke dann nicht veräußern lassen. „In dieses Thema müssen wir, aber auch die Politik noch einmal genauer einsteigen“, war man sich einig.

ts

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