Dötlingens Bürgermeister berichtet über die Fortschritte der Gemeinde und die Herausforderungen in diesem Jahr

Spille: „Wir haben 2015 viel angeschoben“

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Blickten gemeinsam auf das zurückliegende Jahr und die kommenden Herausforderungen für die Gemeinde Dötlingen: (v.l.) Lutz Lindemann (Zweiter MSG-Vorsitzender), Christian Wolf, Ralf Spille und Pierre Henning.

Dötlingen - Von Sophie Filipiak. Ein Blick auf das ereignisreiche Jahr 2015 warfen der Vorsitzende der Motorsportgemeinschaft (MSG) Hunte-Delme, Pierre Henning, Kreisrat Christian Wolf und Dötlingens Bürgermeister Ralf Spille beim Neujahrsempfang der MSG am Sonntag. Vor allem die Flüchtlingskrise habe das zweite Halbjahr geprägt, waren sich die Redner einig. Die Gemeinde habe aber bei der Unterbringung der Neuankömmlinge gute Arbeit geleistet. Nun gehe es an die Integration.

Weniger Gäste als in den Vorjahren waren der Einladung der MSG in den Veranstaltungssaal des „Dötlinger Hofes“ gefolgt. Nur rund 30 Vertreter der MSG, aus dem Gemeinderat, von Vereinen und der Dötlingen Stiftung lauschten den Worten der drei Redner. Die Veranstaltung diene dem Austausch der verschiedenen Institutionen, der Verwaltung und Politik, wie Henning zu Beginn erklärte.

Vor der gepflegten Konversation hatten jedoch der Vorsitzende und die zwei Ehrengäste das Wort. „Wir haben 2015 viel angeschoben“, erläuterte Spille. Vor allem in der Planung des Radweges von Brettorf nach Immer ist einige Bewegung gekommen. Im Januar kam der Bescheid, dass das Land den Neubau des Wegs und den Ausbau der Fahrbahn von Klattenhof bis Immer mit 60 Prozent der Kosten übernimmt. Nun seien die ersten Arbeiten angelaufen, berichtete der Verwaltungschef der Gemeinde. Und noch eine positive Nachricht hatte Spille im Gepäck. Die Grundstücke in Neerstedter Neubaugebiet „Ramshorn“ seien alle verkauft. Die Nachfrage nach freien Flächen sei immer noch ungebrochen. „Ich hoffe, dass es 2016 so weitergeht“, äußerte sich der Bürgermeister. Mit Blick auf die Ansiedlung neuer Unternehmen müsse Bewegung in das geplante Gewerbegebiet an der B213 kommen.

Auch der Windpark in Haidhäuser ist in trockenen Tüchern. „Er wird aber nicht der Letzte sein, der in der Gemeinde gebaut wird“, prophezeite Spille.

Einen besonderen Dank sprach der Bürgermeister allen ehrenamtlichen Helfern aus, die sich bei der Versorgung der Flüchtlinge hervorgetan hatten. „Nur mit Hauptamtlichen hätte das alles nicht geklappt“, lobte Spille das Engagement. Es müsse aber noch viel Arbeit in die Integration gesteckt werden. Die Konzentration auf dieses Projekt sei aber nur möglich, wenn der Zustrom der Flüchtlinge gedrosselt werde.

Ähnlich sah es auch Kreisrat Wolf. Er berichtete über die Einrichtung der Erstaufnahmelager in Wildeshausen und die Arbeit dort. Mehr als 1200 Flüchtlinge seien dort angekommen, wobei nur ein Teil in der Kreisstadt geblieben seien. Wolf warf aber auch einen Blick nach vorn. Der Flüchtlingsstrom sei etwas abgeebt. Die Frage nach Wohnraum beschäftige die Kreisverwaltung immer noch, da die besetzten Turnhallen so schnell wie möglich wieder freigeräumt werden sollen. „Wir forcieren daher den sozialen Wohnungsbau und wollen auch einige Schlichtbauten errichten“, kündigte Wolf an. Es gehe darum, Obdachlosigkeit zu verhindern. Die „riesengroße Hilfsbereitschaft des vergangenen Jahres sollte dabei auch als Leitschnur für die Zukunft gelten“, forderte der Kreisrat.

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