Corona bremste Engagement aus

Dötlinger Vereine: Wünsche für 2021

Ein Gesperrt-Schild an einem Soccerplatz
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Kein Sport, keine Treffen: Für Vereine und Ehrenamtliche war 2020 kein gutes Jahr.

2020 war auch für die Vereine und Ehrenamtlichen ein Jahr voller Hindernisse: Die Termine wurden einer nach dem anderen abgesagt, Aktionen und Feiern fielen aus. 2021 kann da nur besser werden. Eine Wunschliste der Vereine.

Dötlingen – „Aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt“: Unzählige solcher Meldungen haben Vereine 2020 verschicken müssen. Das Engagement der Ehrenamtlichen lief in vielen Fällen ins Leere, Sportplätze, Galerien und Vereinsheime waren monatelang geschlossen. Was wünschen sich Vereine aus der Gemeinde Dötlingen für 2021? Und welche Wünsche haben sie für ihre Kommune?

Bürger- und Heimatverein Dötlingen, Eckehard Hautau:

Der Bürger- und Heimatverein ist am 12. März 1951 gegründet worden, kann also im kommenden Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiern. Doch noch ist unklar, wie wir dieses Fest begehen können. Bei allen Terminen, die wir sonst im ersten Halbjahr haben – Jahreshauptversammlung, die Aktion „Saubere Landschaft“, Anboulen, die vogelkundliche Frühwanderung – wissen wir noch nicht, ob sie stattfinden können. Ich wünsche mir, dass wir wenigstens die Ferienpassaktion nachholen können. Es ist traurig, dass wir so vieles in diesem Jahr ohne persönlichen Kontakt machen mussten. Es zeichnet ein Dorf aus, dass man zusammenkommt und sich miteinander unterhält.

Für die Gemeinde Dötlingen wünsche ich mir, dass die Dorfgemeinschaften etwas mehr zusammenwachsen und Verständnis füreinander entwickeln. Im Moment macht jede eher etwas für sich.

Werder-Fanclub 27801, Ingo Kläner:

Erstrangig ist natürlich die Gesundheit aller. Es wäre auch schön, wenn wir 2021 unsere Mitglieder wiedersehen können und das normale Fanclubleben erneut stattfinden kann. Und am 9. Oktober wollen wir unser Jubiläum zum 20-jährigen Bestehen zusammen feiern. Es wäre eine tolle Sache, wenn wir das durchziehen könnten. Ob das klappt, wird sich im Frühjahr entscheiden.

Für die Gemeinde Dötlingen wünsche ich mir, dass die Sportvereine den Punktspielbetrieb wieder aufnehmen können. Gerade für die Kinder wäre es gut, wenn sie wieder auf die Sportplätze zurückkehren könnten. Es ist sehr wichtig für unsere Gemeinde, dass wieder Leben in die Vereine kommt. Ich hoffe, dass sie nicht zu sehr unter der Coronakrise gelitten haben.

Dötlingen Stiftung, Gerti Essing:

Unser allergrößter Wunsch ist eine wirksame Impfung, damit die Beschränkungen durch Corona in den Hintergrund rücken. Mit Plänen für das kommende Jahr sind wir als Dötlingen Stiftung noch sehr zurückhaltend, es ist eine schwierige Situation. Aber die Konzerte, die 2020 ausgefallen sind, würde ich schon gerne mit den eingeplanten Künstlern nachholen. Und bei den abgesagten Ausstellungen wünsche ich mir auch, dass wir dann 2021 einladen können – mit Vernissage, Musik und den Künstlern vor Ort. Außerdem hoffe ich, dass wir die Galerie Dötlingen bald wieder eröffnen können, mit einer neuen Besetzung.

Für die Gemeinde Dötlingen hoffe ich auf gesunde Menschen, eine gesunde Wirtschaft und eine gesunde und förderliche Kunst- und Kulturlandschaft. Die aktuelle Haushaltslage sieht nicht gut aus, doch ich wünsche mir, dass der Rotstift nicht bei Kunst und Kultur angesetzt wird und dieser Bereich auf der Prioritätenliste nicht weit nach unten wandert.

Auch die Galerie im Heuerhaus musste zwischenzeitlich schließen - auch aktuell ist sie für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Landfrauen Wildeshausen-Dötlingen, Birte Eilers:

Ich wünsche mir für die Landfrauen Wildeshausen-Dötlingen, dass wir uns 2021 wieder entspannt zu Veranstaltungen treffen können. Zusammenzukommen und zu sitzen, sich miteinander zu unterhalten, das wünschen sich die Frauen am meisten. Das haben wir bei den wenigen Gelegenheiten 2020 gemerkt. Und ich hoffe, dass wir unsere eigentlich schon für das vergangene Jahr geplante Potsdam-Fahrt mit dem Besuch der Apfelgräfin Daisy von Arnim nachholen können und dass sich viele darauf einlassen – auch, wenn es nicht ohne Beschränkungen wie zum Beispiel das Masketragen geht.

Für die Gemeinde Dötlingen hoffe ich darauf, dass es kompetente Menschen – Männer und Frauen – gibt, die sich vorstellen können, das Bürgermeisteramt zu übernehmen. Von mir aus muss es keine Frau sein: Es sollte die Person machen, die es am besten kann.

Lopshof-Verein, Marita Tzschoppe:

Natürlich habe ich einen Herzenswunsch, nämlich, dass der Lopshof bald wieder ein Ort der Begegnungen sein kann. Coronabedingt mussten 2020 leider die meisten Vereinsangebote abgesagt werden. Viele lieben die Teilnahme am Volkslieder singen oder das Miteinander beim Feierabendcafé, und die Senioren genießen die Runde beim Seniorentreff. So wünsche ich mir, dass wir uns alle 2021 gesund wiedersehen. Selbstverständlich gehört dazu auch die erneute Eröffnung des Restaurants.

Nicht nur für die Gemeinde Dötlingen wünsche ich mir, dass die Offenheit und das aufeinander Zugehen ein fester Bestandteil in unserer Gemeinde und der Gesellschaft bleiben. Was ich absolut begrüßt habe in diesem Jahr, ist die erwachte Aufmerksamkeit. Viele Spaziergänger haben den Lopshof neu wahrgenommen. Ich wurde oft gefragt, was wir denn dort so machen. Schön, wenn die gemeinnützige „NORLE“ – mit ihrem Tun – in den Fokus rückt. So mancher, der unseren öffentlichen Sinnesgarten besucht hat, war doch sehr interessiert. Das ist toll.

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