Dötlingen Stiftung weiht „Müller vom Siel-Kate“ am 25. April ein

Auf die Handwerker folgt schon bald die Kunst

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Seit Anfang der Woche ist auch die neue Eingangstür drin.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Zurzeit ist die Lehmkate am Rittrumer Kirchweg fest in Handwerker-Hand. Aber noch in diesem Monat soll sie ihrer neuen und gleichzeitig ursprünglichen Bestimmung zugeführt werden: der Kunst. Nach umfangreichen Restaurierungs- und Umbauarbeiten möchte die Dötlingen Stiftung ihr Projekt II am Sonnabend, 25. April, feierlich eröffnen. Einen Tag später sind unter dem Titel „Eine Malschule erwacht zu neuem Leben“ zwei Gästeführungen geplant.

Wie die Stiftung berichtet, ist für den Lehmschuppen bereits ein Name gefunden. Zur Erinnerung an den Mitbegründer der historischen Künstlerkolonie Dötlingen und Betreiber einer der ersten Malschulen in diesem Gebäude wird sie künftig „Müller vom Siel-Kate“ heißen. Georg Bernhard Müller vom Siel (1865- 1939) möchte die Stiftung auch die erste Ausstellung im Galerieraum widmen. Seine Bilder sollen die neu verputzten Wände zieren. „Sie wird während der Einweihungsfeier mit geladenen Gästen eröffnet“, berichtet Gerti Essing vom Vorstand. Neben der Vernissage sind Grußworte seitens des Landkreises, der Gemeinde sowie des Stiftungs-Beirates geplant. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgt die Hockensbergerin Janna Wieker.

Enthüllt werden soll während der Einweihung auch „Die große 500“, ein vom Huder Künstler Wolf E. Schulz bearbeiteter Granit-Findling. „Dieser Stein wuchs Anfang der 1990er-Jahre aus dem Geveshauser Kirchweg“, erzählt Essing. Schulz bearbeitete ihn damals an Ort und Stelle. Es war die 500. Skulptur, die er zu seinem 50. Geburtstag schuf. Da ihn die Gemeinde nicht kaufen wollte, nahm er den Findling mit nach Hude. „Nun kehrt er als Dauerleihgabe nach Dötlingen zurück“, so Essing. In rund zwei Wochen soll der 5,3 Tonnen schwere Brunnen-Stein mit dem Kranwagen in die Gemeinde transportiert werden. Um die Skulptur vor der Kate angemessen in Szene zu setzen, erhält sie ein solides Fundament und einen Wasseranschluss.

Im Außenbereich steht den Verantwortlichen ohnehin noch jede Menge Arbeit bevor – von der Pflasterung bis hin zu Anpflanzungen. Derweil wirbeln im Inneren die Handwerker weiter. Während im Erdgeschoss an der Atelier- und Ausstellungsfläche sowie einer Küche und einem Sanitärbereich gearbeitet wird, bauen sie im oberen Bereich noch an einem Schlafraum mit Duschbad. Denn Kunstschaffende sollen in dem Gebäude nicht nur arbeiten und ausstellen, sondern es vorübergehend auch als Herberge nutzen können. Nach den Vorstellungen der Stiftung überlasen die jeweiligen Künstler dann ein in dieser Zeit geschaffenes Werk der Gemeinde. Durch diese Art Künstleraustausch erhofft sich die Stiftung nachhaltige Impulse für den Tourismus sowie die kulturelle Entwicklung in Dötlingen. Eine Künstlerin konnte auch schon für einen Arbeitsaufenthalt gewonnen werden. Im April 2016 wird die momentan in den USA lebende Monika Gabriel für vier Wochen in der Kate weilen. „Daneben gibt es lockere Absprachen“, so Essing, die hofft, dass Gastkünstler auch mal die Türen öffnen, um Interessierten Einblicke in ihre Arbeit zu gewähren.

Zunächst wird aber die Müller-vom-Siel-Ausstellung zu sehen sein. „Die genauen Öffnungszeiten müssen wir allerdings noch besprechen“, sagt Essing.

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