Weitere Veranstaltung für Bürger geplant

Dötlingen Stiftung reagiert auf „falsche Infos“

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Die Vertreter der Stiftung und der Gemeinde mit dem Modell der Begegnungsstätte.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Wie genau soll der Pavillon, den die Dötlingen Stiftung mit der Spende von Detlef Knechtel realisieren möchte, aussehen? Welche Veranstaltungen sollen in dem Gebäude möglich sein? Und warum ist der Dötlinger Dorfgarten als Standort angedacht? Diese und weitere Fragen erreichen die Mitglieder der Stiftung immer wieder. „Wir haben in den vergangenen Wochen festgestellt, dass noch Informationsbedarf herrscht. Zudem sind scheinbar viele falsche Angaben in Umlauf“, berichtet Harald Meyer aus dem Beirat. Die Stiftung reagiert deshalb mit einem zweiten Infoabend sowie dem Angebot, die Mitglieder direkt anzusprechen, auf die Nachfragen und auch die kritischen Töne.

Einen Termin für die Infoveranstaltung gibt es noch nicht. Sie soll aber zeitnah stattfinden. „Ansonsten sind wir jederzeit bereit, Auskunft zu erteilen“, sagen Meyer sowie Gerti Essing und Thea Freiberg vom Vorstand. Vertreter des Bürger- und Heimatvereines sowie der Gemeinde könnten ebenfalls angesprochen werden. Auch wenn sich als Arbeitstitel die Bezeichnung „Kulturpavillon“ verfestigt hat, ist kein Gebäude ausschließlich für die Kunst geplant. „Es soll eine Begegnungsstätte für alle Bürger der Gemeinde Dötlingen sein“, verdeutlicht Meyer. „Das ist uns wichtig und auch dem Spender.“

Bekanntlich stellt der 95-jährige Knechtel 1,5 Millionen Euro zur Verfügung – zweckgebunden für einen Neubau im Dorf Dötlingen, der auf vielfältige Art genutzt werden soll. Laut Konzept der Stiftung sind Schülerveranstaltungen, Kindertheater und Aufführungen der Kreismusikschule ebenso denkbar wie Lesungen, Kabarett, Vorträge und Konzerte. Auch Sitzungen des Gemeinderates, Trauungen und Workshops könnten dort stattfinden. Zudem sollen Vereine der Gemeinde die Räume nutzen können. In den Kabinetten sind wechselnde sowie Dauerausstellungen angedacht. „Ausgeschlossen sind hingegen Privatfeiern“, betont Meyer.

Gebäude soll sich ins Dorf einfügen

Das barrierefreie Gebäude in Pavillonform soll sich optisch in das Dorf einfügen. Es ist eingeschossig vorgesehen – mit einer Nutzfläche von 370 Quadratmetern. Hinzu kommt ein Keller, in dem die Stiftung gerne ihre Kunstwerke lagern möchte. Denn derzeit findet sich das Archiv außerhalb der Kommune. Zur Ausstattung sollen unter anderem eine versenkbare Bühne sowie ein Fahrstuhl, der vor allem zum Transport von Lasten wie der Bestuhlung benötigt wird, gehören.

„Die Einrichtung soll sich selbst tragen. Der Kommune entstehen keine Folgekosten. Dies ist auch vertraglich geregelt“, sagt Meyer. Die Gemeinde stellt aber das Grundstück zur Verfügung. Als Standort hat sich der Rat für den Dorfgarten ausgesprochen. Ursprünglich war der Ausweichparkplatz favorisiert worden. Voraussetzung für eine Realisierung ist ein Bebauungsplan. Den nötigen Aufstellungsbeschluss muss der Gemeinderat noch fassen. Im Zuge der Bauleitplanung gehen Entwürfe stets in die öffentliche Auslegung. „Die Bürger können dann Stellungnahmen einreichen“, erläutert Essing mit Blick auf die Kritik einiger Einwohner, die eine mangelnde und/oder zu späte Bürgerbeteiligung beklagen und sich zur Initiative „Aktive Bürgerbeteiligung Jetzt“ zusammengeschlossen haben (wir berichteten). Der Versuch, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, ist übrigens gescheitert. Wie die stellvertretende Bürgermeisterin Anke Spille bestätigte, hatte der Verwaltungsausschuss ein Gespräch mit Vertretern aus den Fraktionen, der Stiftung und der Initiative angeregt. Letztere habe den Termin abgelehnt.

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