Blick auf alte und neue Projekte

Dötlingen Stiftung hat noch Ideen im Köcher

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Thea Freiberg von der Dötlingen Stiftung (Dritte v.r.) informierte die FDP-Vertreter des Landes, Landkreises sowie aus der Gemeinde über abgeschlossene und geplante Projekte.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Gut erhaltene historische Gebäude, eine Vielzahl an Ausstellungsmöglichkeiten für Künstler und ein breit gefächertes Veranstaltungsangebot – in Sachen Kunst und Kultur hat Dötlingen viel zu bieten. Zu verdanken ist dies vor allem dem Einsatz einiger Engagierter. Und eben jene würden sich das eine oder andere Mal doch mehr Unterstützung wünschen – besonders was die finanzielle Förderung durch Gemeinde, Landkreis oder Land angeht. Dies wurde am Freitag während eines Treffens von Vertretern der Dötlingen Stiftung mit den Liberalen deutlich.

Im Fokus standen die beiden bisher realisierten Projekte der Stiftung, die Sanierung und Umgestaltung des Doppelheuerhauses zur kulturellen Begegnungsstätte sowie die Restaurierung und Umgesaltung des Lehmschuppens zur Müller-vom-Siel-Kate. Thea Freiberg vom Vorstand informierte die Vertreter der FDP-Kreistagsfraktion, des Ortsverbandes sowie den ebenfalls angereisten Vorsitzenden der Landtagsfraktion, Christian Dürr, über die Hintergründe, die aufwendigen Umbaumaßnahmen sowie die heutige Nutzung.

Zudem verwies sie auf Probleme, mit denen die Stiftung im Zuge der Finanzierung zu kämpfen hatte. So seien ihr für die Kate rund 40.000 Euro an Fördermitteln verwehrt geblieben, weil das Land Niedersachen der Ansicht gewesen sei, dass nicht alle Aspekte den Denkmalschutzauflagen entsprechen würden. „Dabei gab es genaue Absprachen mit dem Landkreis Oldenburg“, erinnerte Freiberg. Das Projekt sei letztendlich zu 80 Prozent privat realisiert worden. Ähnlich sehe es beim Heuerhaus aus, wo die privaten Spenden rund 60 Prozent der Finanzierung ausmachten.

Alte Schmiede seit Jahren ein mögliches Projekt

Mit Blick auf weitere Vorhaben informierten sich die Stiftungsvertreter bei Dürr über Fördermöglichkeiten des Landes. Denn ein eventuelles Projekt drei könnte noch schwieriger finanzierbar sein als die Vorgänger. „Schließlich haben wir es da mit Privatbesitz zu tun“, erklärte Freiberg. Bekanntlich hat die Stiftung schon seit Jahren die alte Schmiede im Auge, die sie gerne für die Öffentlichkeit zugänglich machen würde. Das Anwesen hatte Anfang des Jahres allerdings die Familie Schwarz erworben, die das Hauptgebäude zu Wohnzwecken herrichten möchte (wir berichteten). Am Erhalt der alten Schmiede sei ihr zwar auch gelegen, allerdings müsse ausgelotet werden, inwiefern man zusammenkommen kann. In diesem Fall geht es der Stiftung nicht nur um die Bewahrung alter Bausubstanz, sondern auch um die noch vorhandenen Gerätschäften aus längst vergangenen Zeiten. „Wir möchten auf jeden Fall verhindern, dass sie Dötlingen verlassen“, betonte Freiberg. Der Stiftung schwebt eine Art Museum vor. Dies wäre eine Bereicherung für die Gemeinde. „Entschieden ist bei diesem Projekt aber noch nichts“, stellte sie klar.

Innerhalb der Stiftung gibt es aber auch ganz andere Überlegungen. „So sind wir der Meinung, dass nicht nur alte Substanz erhalten werden sollte. Wir können uns zudem gut ein neues, modernes Haus vorstellen“, verriet das Vorstandsmitglied.

FDP sieht Gemeinde in der Pflicht

Dass es dies alles nicht zum Nulltarif gibt, ist auch den Liberalen bewusst. „Auf die Gemeinde könnte da finanziell noch einiges zukommen“, meinte der Dötlinger FDP-Fraktionsvorsitzende Claus Plate. Gerade bei großen Projekten sollte die Kommune schauen, welche Fördertöpfe angezapft werden können.

Der Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Ernst-August Bode, sieht zudem den Landkreis in der Pflicht. „Wenn ich vergleiche, welche Summen andere Landkreise für den Bereich Kultur zur Verfügung stellen, ist es hier einfach zu wenig“, sagte er.

Dürr erkundigte sich in diesem Zusammenhang auch nach der Finanzierung der laufenden Kosten. „Es trägt sich – knapp“, informierte Freiberg. Ihr komme es aber ohnehin eher auf den Mehrwert für Dötlingen an. Die Resonanz – sowohl auf die Angebote im Heuerhaus als auch in der Kate – sei gut. „Hier ist immer volles Haus“, sagte sie.

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