Syker Autor Harald Witt stellt in neuem Wanderführer 32 Touren in der Region vor

„Dötlingen ist romantisch und immer berauschend“

Auch von den „gemütlichen Cafés“ in Dötlingen ist Harald Witt begeistert. Davon könne sich Syke eine Scheibe abschneiden, meint der Autor, der in seinem Ratgeber auch Einkehrmöglichkeiten aufgelistet hat. - Archivfoto: Schneider

Dötlingen/Landkreis - Von Tanja Schneider. Fragt man den Syker Autor Harald Witt nach Dötlingen, gerät er regelrecht ins Schwärmen. „Dötlingen ist immer berauschend“, meint der 79-Jährige mit Blick auf „die schönen Fachwerkhäuser, die gemütlichen Cafés und die Hunte“. Kein Wunder, dass das Golddorf einen Platz in seinem neuen Buch „Die schönsten Wanderungen rund um Bremen“ gefunden hat. Darin stellt er 32 Touren zwischen der Wildeshauser Geest, dem Dümmer und dem Wiehengebirge vor.

Bereits 2013 hatte Witt den ersten Teil seines Wanderführers mit stimmungsvollen Fotos, Tipps, Kartenmaterial und Infos zu Einkehrmöglichkeiten veröffentlicht. „Eigentlich wollte ich wie bei meinem Radwander-Buch, das ebenfalls 2013 erschienen ist, alle Wanderungen in einen Band packen. Ich habe aber schnell gemerkt, dass ich dann den Rahmen sprengen würde“, verrät er. Mit seinem jetzigen Werk komplettiert er seine Anregungen für Touren zwischen den Ostfriesischen Inseln und der Lüneburger Heide.

Der Landkreis Oldenburg findet sich gleich in mehreren Kapiteln wieder. Das Barneführer Holz und die Osenberge hat Witt ebenso für ausflugstauglich empfunden wie die Ahlhorner Fischteiche, das Biotop „Große Höhe“ und eine Wanderung durch die Samtgemeinde Harpstedt, die unter anderem über die Ozeanbrücke führt. „Die Wildeshauser Geest überzeugt durch ihre landschaftliche Vielfalt mit ihren starken Gegensätzen, die mich oft selbst überrascht haben“, sagt Witt, der alle empfohlenen Wanderungen selbst unternommen hat.

Dötlingen besucht der Syker bereits seit knapp 40 Jahren. „Es ist ein sehr romantisches Dorf“, schwärmt er. Allein der Bereich um die St.-Firminus-Kirche, den Tabkenhof, die alte Eiche und die Teiche sei einen Besuch wert. Wer den Huntepadd erwandert, lerne aber nicht nur den idyllischen Ort kennen, sondern auch eine Landschaft, „die man hier in der norddeutschen Tiefebene nicht vermutet“. Damit meint Witt das Steilufer der Hunte. „Da habe ich sogar schon einmal eine Wasseramsel gesehen“, erinnert er sich. Entlang des Huntepadds ließen sich mit den Inloopswiesen, der Glaner Heide samt Großsteingrab und dem Gierenberg ganz unterschiedliche Naturschönheiten und Kulturschätze entdecken. „Obwohl ich zugeben muss, dass sich der Aufstieg auf den Gierenberg im Winter eher lohnt. Dann hat man freie Sicht“, weiß der Auto, der auch von der Vielzahl der Cafés begeistert ist. „Davon kann sich Syke eine Scheibe abschneiden“, meint er.

Innerhalb der Gemeinde Dötlingen war Witt auch in den Rittrumer Bergen unterwegs. Sie sind sein Geheimtipp. Ähnlich wie beim „Hohen Berg“ in Syke, dessen touristische Entwicklung er vorangetrieben hatte, sei die Erhebung nicht offensichtlich. „Die Aussicht ist aber grandios“, schwärmt er.

Mit seinen Büchern, die im Isensee-Verlag erschienen sind, möchte der 79-Jährige zeigen, welche Schönheiten sich vor der eigenen Tür befinden und zur Erkundung der Heimat animieren. Der aktuelle, 160 Seiten umfassende Band ist für 14,80 Euro erhältlich.

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