Markus Häger tritt Stelle am 1. Mai an / Hartmut Lübben freut sich auf langfristige Zusammenarbeit

Dötlingen hat neuen Organisten gefunden

Markus Häger

Dötlingen - (cs) · Jahrelang gab es in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Dötlingen keinen festen Organisten. Woche für Woche musste sich Pastor Hartmut Lübben auf die Suche nach Kirchenmusikern für Gottestdienste, Trauungen und Beerdigungen machen. Das hat jetzt ein Ende: Zum 1. Mai übernimmt Markus Häger die Stelle des Organisten. „Ich freue mich darauf“, sagt der Wildeshauser.

Der 44-Jährige hat bis Ende April noch jeweils eine halbe Stelle in Delmenhorst und Schönemoor. „29 Jahre war ich in Schönemoor“, erzählt der Musiker. Etwas wehmütig klingt das schon: Schließlich begann hier auch seine Karriere als Kirchenmusiker.

14 Jahre jung war er, als der damalige Organist freie Orgelstunden an dem Kircheninstrument anbot. Kurz vor seiner Konfirmation habe er das erste Mal an einer Kirchenorgel gesessen – Unterricht bekam er schon, seit er sieben Jahre alt war. Beim Ausprobieren blieb es damals nicht: „Du kannst an der Orgel spielen, aber dann musst Du das auch im Gottesdienst tun“, habe der damalige Pastor Rolf Amling zu ihm gesagt. „Ich wusste nichts und konnte nichts – trotzdem spielte ich“, sagt Häger heute. Zwischen 1982 und 1985 absolvierte der 44-Jährige dann die Ausbildung zum C-Organisten und Chorleiter.

Jahrelang war Häger dann in Delmenhorst und Schönemoor tätig. Jetzt erwartet ihn eine neue Herausforderung. „Ich habe gedacht, wenn ich mich noch einmal verändern möchte, dann jetzt.“

Der neuen Herauforderung blickt Häger zuversichtlich entgegen: „Ich glaube, das wird eine runde Sache. In Dötlingen ist alles unter einem Hut, ich spiele bei Gottesdiensten, Trauungen und Beerdigungen.“ „Das erleichtert die Zusammenarbeit ungemein“, vermutet auch Pastor Lübben. „Wir können uns auf eine hoffentlich langfristige Zusammenarbeit einstellen.“

„Es war mein großer Wunsch, jemanden zu finden, mit dem man gut zusammen arbeiten kann“, sagt der Pastor. „Herr Häger ist ein guter Organist, der auch Lust hat, etwas auszuprobieren.“ Und das ist gerade in Dötlingen wichtig: Denn dort werden auch die Gottesdienste immer weiter entwickelt. „Und ich weiß aus Erfahrung: Mit meinem Worten stehe ich auf relativ verlorenem Boden, wenn ich nicht von der Musik mitgetragen werde. Toll, wenn man jemanden kennt, der auch auf einen reagiert.“

Seine vielfältigen Erfahrungen mit Menschen kommen Häger dabei wohl zu Gute. Schließlich gibt er auch Privatunterricht für Klavier und Keyboard, leitet eine Gruppe bei der Delmenhorster Musikschule, ist seit vergangenem Jahr bei der Musikschule „Strings“ in Harpstedt, gibt Kurse bei der Volkshochschule und arbeitet elf Stunden pro Woche bei der Tagesförderung der Diakonischen Werke. „Das klingt bombastisch“, meint Häger. Zeit habe er trotzdem noch genug. So könne er sich vorstellen, eine Kirchenband oder einen Chor in Dötlingen ins Leben zu rufen. Das werde er aber noch mit dem Pastor absprechen.

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