Feuerwehr bis 21 Uhr im Einsatz

Das große Aufräumen nach dem Sturm

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In Geveshausen brachte der Sturm diesen riesigen Baum zu Fall, der ein altes Nebengebäude unter sich begrub.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Der Tag nach Sturm „Xavier“ stand in der Gemeinde Dötlingen ganz im Zeichen der Aufräumarbeiten: In allen Ortschaften machten sich die Einwohner daran, größere Schäden zu dokumentieren und die Spuren des Unwetters zu beseitigen. Eine lange Liste hatten die Angestellten des Bauhofes abzuarbeiten. Dabei ging es vor allem um das Freiräumen der Straßen. Dies hatte am Morgen aus Sicherheitsgründen Priorität. Die Feuerwehr korrigierte derweil die Anzahl der Einsätze nach oben – auf 67.

„Anders als bei Stürmen zuvor sind diesmal wirklich alle Ortsteile betroffen. Zudem gab es noch nie so viele umgestürzte Bäume“, berichtete Bauamtsleiter Uwe Kläner. Die Einsatzkräfte der drei Ortswehren hatten sich zwar am Donnerstag schon um viele blockierte Straßen gekümmert. So mancher Gemeindeweg war aber auch am Freitagmorgen noch gesperrt. Unter anderem mussten die Bauhof-Mitarbeiter den Traher Weg sowie die Straße „Zur Kuhweide“ am Rande Dötlingens freiräumen. „Zum Glück helfen auch die Bürger kräftig mit“, freute sich Kläner angesichts der Vielzahl an „Baustellen“. Neben dem Bauhof-Trupp waren die Hausmeister der Gemeindeverwaltung unterwegs und kontrollierten die öffentlichen Liegenschaften. „Bislang sieht es gut aus“, informierte der Bauamtsleiter.

So viel Glück hatten nicht alle. Einige Gebäude wurden durch umstürzende Bäume massiv beschädigt, zum Beispiel das Restaurant „Santorini“ am Dorfring in Dötlingen (wir berichteten). Mit schwerem Gerät wurde am Freitag der Baum vom Dach gehoben. An anderen Stellen in der Gemeinde hatte es Schuppen oder Nebengebäude getroffen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Telefonleitungen abgerissen

Der Sturm sorgte aber nicht nur an Gebäuden und Straßen für Schäden, sondern riss auch diverse Telefonleitungen ab. Am Rhader Sand zog ein Wurzelteller eine Gasleitung mit aus dem Erdreich, berichtete Jannis Wilgen, Pressewart der Feuerwehren in der Gemeinde, am Freitag. Die Brandschützer riefen umgehend den Energieversorger EWE hinzu.

Seitens der Feuerwehr waren 60 Kräfte ab 12.55 Uhr im Einsatz. Bis 21 Uhr summierte sich die Anzahl der Fälle auf 67. Gerade zu Beginn waren die Meldungen im Minutentakt eingegangen, weshalb die Feuerwehr mit dem Dötlinger Einsatzleitwagen eine Führungsstelle zur Koordinierung eingerichtet hatte. Besonders betroffen war laut Wilgen auch die Bahnstrecke zwischen Brettorf und Wildeshausen, die durch ein ganzes Dutzend Hindernisse blockiert war. Am Brettorfer Bahnhof fiel eine große Eiche auf die Gleise. Die Feuerwehr habe augenblicklich die Sperrung des Streckenabschnitts veranlasst.

Gleich an mehreren Stellen brachte das Unwetter Bäume mit Stammdurchmessern von rund einem Meter zu Fall. Für die Beseitigung waren Teleskop- und Radlader sowie Traktoren notwendig. „Teilweise waren derart viele Bäume umgestürzt und Wege unpassierbar, dass sich die Kräfte den Weg zu einem eigentlich gemeldeten Einsatzort erst freischneiden mussten“, so Wilgen.

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