Vier Vorhaben auf dem Tisch

Ausschuss befürwortet B-Pläne

Ein Weg, ein Waldgebiet und eine gerodete Fläche
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Korrektur einer „Planungssünde“ abgeschlossen: Mit den Anliegern im Gebiet Badbergsand ist eine Einigung erzielt worden.

Der Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss der Gemeinde Dötlingen hat gleich mehreren Bauvorhaben, die bereits seit einer Weile Thema sind, seine Empfehlung ausgesprochen. Auch die im Oktober vertagte Entscheidung über die Grundstückszuschnitte am „Badbergsand“ kam auf den Tisch.

Neerstedt – Es geht voran bei mehreren Bauvorhaben in der Gemeinde Dötlingen: Der Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss hat während seiner Sitzung am Donnerstagabend seine Empfehlung für die Aufstellung des B-Plans Nr. 86 „Stedinger Weg Süd II“ gegeben und die Änderungen der B-Pläne Nr. 8a („Badbergsand“), Nr. 54 („Aschenstedt – Das Feld“) sowie Nr. 38 („Brettorf-West“) befürwortet.

„Stedinger Weg Süd II“

Eine Bebauung in zweiter Reihe auf drei Grundstücken am Stedinger Weg in Brettorf soll ermöglicht und zugleich die vorhandene städtebauliche Struktur erhalten werden. Dazu sei es nötig, einen kleinen Wald zu fällen, erläuterte Claudia Dellwisch vom Planungsbüro Plankontor Oldenburg. Dies sei bereits geschehen, nachdem ein Gutachten des Baumsachverständigen Helmut Titschak diesem keine besondere Funktion zugesprochen hatte.

Die Begutachtung hatten sowohl der Landkreis Oldenburg als auch die Niedersächsischen Landesforsten in ihrer Stellungnahme zur B-Plan-Aufstellung gefordert, referierte Dellwisch. Um den Verlust der Bäume zu kompensieren, seien zum einen breitere Pflanzstreifen im Osten des Plangebiets vorgesehen sowie eine Ackerfläche bestimmt worden, die mit Gehölz und Wald bepflanzt werden soll.

Gabriele Roggenthien (Bündnis 90/Die Grünen) kritisierte die schnelle Fällung noch vor Abschluss des Planungsprozesses. Gernot Kuhlmann (CDU) erläuterte, es sei beabsichtigt, möglicherweise schon in diesem Jahr mit dem Bau anzufangen. Zudem sei der Wald ohnehin abgängig gewesen.

„Badbergsand“

Die Optimierung der vorhandenen Bauflächen im Bereich Badbergsand in Dötlingen ist bereits seit Längerem ein Thema. Da noch Klärungsbedarf bestand, war es während der Sitzung des Ausschusses im Oktober aufgeschoben worden. Nun hätten Verwaltung und Anlieger eine gemeinsame Lösung vereinbart, berichtete Bauamtsleiter Uwe Kläner.

Der 2015 aufgestellte Plan für ein inzwischen dreigeteiltes Grundstück zwischen Drossel- und Mühlenweg sollte derart geändert werden, dass die noch zu bauenden Häuser sinnvoller angeordnet werden können. Entscheidend war dabei die Frage, wo Bäume stehen dürfen beziehungsweise müssen.

Nun seien pro Grundstück mindestens sieben Bäume vorgesehen, die nach freier Wahl verteilt werden dürften. Es sollten vorrangig Laubbäume mit großer Krone, darunter mindestens drei Obstbäume, sein, erklärte Kläner die Vereinbarung. Zudem seien im B-Plan Gehölze vorgesehen, die die drei Areale voneinander abtrennen.

Ursprünglich sei das Ziel eine 50-prozentige Aufforstung gewesen, nun seien lediglich 20 Prozent übrig, ärgerte sich Roggenthien. Sie zweifelte auch daran, ob Obstbäume in dem Bereich gut gedeihen. Zudem fragte sie sich, wer die Anpflanzungen kontrollieren und bezahlen solle. Ersteres sei Aufgabe des Bauamts, an den Kosten beteiligten sich die Anlieger, antwortete Kläner. Die Obstbäume seien ein Wunsch der Grundstücksbesitzer gewesen.

„Aschenstedt – Das Feld“

Kurz war die Beratung des Gremiums zu dem Vorhaben eines Anliegers in Aschenstedt, eine ehemalige Erschließungsstraße als Privatfläche zu erwerben.

Eine B-Plan-Änderung war lediglich nötig gewesen, weil das Areal nun nicht mehr als öffentliche Verkehrsfläche, sondern als unbebaubares Wohngebiet gelten soll. Die öffentliche Auslegung hatte keine nennenswerten Einwände, auch nicht von privater Seite, erbracht.

„Brettorf-West“

Ebenfalls ohne lange Diskussion verhandelten die Gremiumsmitglieder die B-Plan-Änderung „Brettorf-West“. Um einem Kfz-Handel mit angeschlossener Werkstatt die Überdachung einer gepflasterten Grundstücksfläche zu erlauben, musste die Festsetzung zur zulässigen Gebäudelänge angepasst werden.

Nun seien bis zu 70 Meter erlaubt, berichtete Kläner. Auch in diesem Fall hatte die Auslegung keine gewichtigen Einwände von Trägern öffentlicher Belange oder Privatleuten ergeben.

Der Ausschuss empfahl alle vier B-Pläne einstimmig. Während seiner Sitzung am 25. März wird der Gemeinderat darüber entscheiden.

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