Feuerwehrausschuss stimmt für Antrag 

Nun doch eine Waschhalle für Dötlingen

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Die Dötlinger Feuerwehr hatte zum wiederholten Mal einen Antrag auf den Bau einer Waschhalle gestellt.

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Zufriedene Gesichter bei der Feuerwehr Dötlingen: Einstimmig hat sich der Feuerwehrausschuss während seiner Sitzung am Donnerstagabend dafür ausgesprochen, den Antrag der Brandschützer für den Anbau einer Waschhalle zu genehmigen.

Und dies entgegen der Empfehlung der Verwaltung. Diese hatte zu einer Ablehnung geraten – zum einen, weil die aktuelle Haushaltssituation ein solches Vorhaben momentan nicht zulasse, zum anderen wegen der Alternativen, die in Neerstedt zur Verfügung stehen. Folgt der Rat dem Votum des Ausschusses, müssen 100 .000 Euro bereitgestellt werden.

Die Waschhalle ist seit Jahren Thema. Zuletzt hatte die Dötlinger Feuerwehr ihren Antrag auf den Erweiterungsbau im Dezember 2016 erneuert und den Ausschussmitgliedern im September vergangenen Jahres während eines Ortstermines die Planung samt Kostenschätzung erläutert (wir berichteten). Nach derzeitigem Stand würden die Brandschützer Eigenleistungen in Höhe von 42. 500 Euro erbringen. Die Nebenkosten von 5.000 Euro, unter anderem für die Baugenehmigung und den Statiker, will der Förderverein übernehmen. Die Feuerwehr hatte bei der Gemeinde 90. 000 Euro beantragt. Die Verwaltung geht allerdings von einem Mehrbedarf aus und rechnet mit 100 .000 Euro. „Wie stellt ihr euch die Finanzierung vor?“, fragte Kämmerin Katrin Albertus-Hirschfeld etwas schockiert in die Runde, als sich die Entscheidung abzeichnete. Sie verwies darauf, dass die Kommune auch in diesem Jahr keinen ausgeglichenen Etat vorlegen kann. „Bei jeder Investition sollten wir uns fragen, ob sie wirklich notwendig ist“, sagte sie.

Die Verwaltung hatte in der Ausschussvorlage darauf hingewiesen, dass im Brandschutzbereich primär das Ziel verfolgt werden sollte, die Feuerwehren mit der erforderlichen Ausrüstung auszustatten. Eine zusätzliche Waschhalle sei für die Pflege des Fuhrparks nicht erforderlich. Schließlich könnten die Fahrzeuge auf dem eigenen sowie auch dem Waschplatz der Firma Tonne in Neerstedt gereinigt werden. Eine weitere Möglichkeit sei die Waschhalle der Neerstedter Feuerwehr, auch wenn die Nutzung nicht ganz praktikabel ist, da andere Fahrzeuge zunächst raus- und später wieder reingefahren werden müssen. Die Verwaltung hatte deshalb geraten, 10.000 Euro für die Sanierung der Waschplatte und die Installation entsprechender Beleuchtung bereitzustellen.

Im Zuge der Diskussion wurde deutlich, dass auch innerhalb der Fraktionen unterschiedliche Meinungen herrschen. „Bei uns war die Mehrheit aber für die Erweiterung“, so Anke Spille (CDU). „Denn irgendwann muss die Eierei mal ein Ende haben. Zudem bewegen wir uns insgesamt doch auf sparsamer Linie.“ Auch Thore Güldner (SPD) bezeichnete die Summe als verkraftbar. Auf Wunsch von Dirk Orth (Grüne) ergänzte das Gremium seine Empfehlung um die Bedingungen, dass die Brettorfer Ortswehr Zugang zur Waschhalle erhält und kurzfristig keinen Antrag auf eine eigene stellen wird. Zudem soll die Neerstedter Ortswehr von einem Erweiterungsantrag absehen. Bis auf Helge Vosteen (FDP), der sich enthielt, stimmten alle für diesen Vorschlag.

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