„Kunst-Werk-Tage“ mit zahlreichen Überraschungen

Design-Hocker und Pferdehaar

Trotz der Hitze genossen die Besucher den außergewöhnlichen Mix und die entspannte Atmosphäre bei den „Kunst-Werk-Tagen“. - Foto: Nosthoff

Dötlingen - Zarte Düfte, sanfte Töne und Blickfänge an jeder Ecke füllten den sommerheißen Sonntag rund um den Kläner-Hof in Dötlingen mit Leben. Von selbst gemachten Seifen, Räucherwerk und Naturkosmetik über Harfenklänge und Gesang bis hin zu „Märchenwollbildern“, dampfgebogenen Hockern aus Massivholz oder Schmuck aus Pferdehaar hatten die „KunstWerkTage“ am Wochenende wieder einiges zu bieten.

Organisator Norbert Wessels zeigte sich sichtlich stolz auf die Mischung, die der Verein „Kunst-Werk-Tage“ für die fünfte Auflage zusammengestellt hat. „Ich habe schon von vielen das Feedback bekommen, dass dies der beste Markt bisher sei“, so Wessels. Alle Künstler seien bei der Fertigung ihrer Produkte „mit Leib und Seele dabei“. Darauf achtet Wessels stets besonders, denn nur so entstünde die hochwertige Qualität, für die die Veranstaltung mittlerweile überregional bekannt sei.

Richtig begeistert zeigte sich Wessels von den „Steinholzbänken“, die Ilja Gräser aus Brandenburg nach Dötlingen brachte. „Die stehen auch nach 150 Jahren noch dort, wo man sie hinstellt – und haben auch dann noch nichts von ihrer Qualität eingebüßt“, meinte Wessels.

Außergewöhnliche und robuste Sitzgelegenheiten bot auch „der Holzbieger“ Oltmann Brötje aus Hatterwüsting an. Mit dem „Dampfbiegen“ verwendet er eine Technik der Wikinger.

Wie man aus alten Reitstiefeln ebenso robuste wie elegante Handtaschen herstellt, demonstrierte dagegen „Pferdeperle“ Sabine Staab. Einzigartig ist auch der Schmuck, den Staab aus Pferdehaar und Perlen fertigt. So entstehen Armbänder, Anhänger, Colliers und Ohrschmuck – auf Wunsch auch aus den Schweifhaaren des eigenen Pferdes, als „ewige Erinnerung an das geliebte Tier“.

Eine besondere Art der Malerei gab es in der nächsten Scheune zu bewundern: Dort stellte die Nienburger Künstlerin Manuela Urban-Lehmann ihre „Märchenwollbilder“ aus. Sie entstehen aus pflanzengefärbter Schafwolle, die auch als „Zauberwolle“ bezeichnet wird.

Die Musik, die zur entspannt-lebendigen Atmosphäre beitrug, kam von den Formationen „Amrhán“ und „SoRo“. Für das kulinarische Drumherum sorgte der Kläner-Hof und machte die Veranstaltung damit wieder einmal perfekt. - an

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