„Der Platz wird schon wieder eng“

Neu erbaute Montagehalle von Otte Fahrzeugeinrichtungen reicht gerade so für Auftragslage

Ralf Otte, Bürgermeisterkandidatin Antje Oltmanns und Philipp Albrecht (CDU) vor den Toren der neuen Montagehalle.
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Was ist wichtig und zu Beachten beim Innenausbau eines Transporters? Ralf Otte (r.) erklärt dies der Bürgermeisterkandidatin Antje Oltmanns und Philipp Albrecht (CDU) vor den Toren der neuen Montagehalle.

Auf dem Firmengelände von Ralf Otte in Neerstedt ist im vergangenen Jahrzehnt einiges passiert. „2012 Haben wir das Büro gebaut, 2016 kam dann der Ausbau der Scheune dran“, erklärt der Geschäftsführer von Otte Fahrzeugeinrichtungen. Auf dem ehemaligen Landwirtschaftsbetrieb seines Urgroßvaters leitet er seit 2003 das Unternehmen. Nach einigen Umbauten sei 2020 die neue Montagehalle fertiggestellt worden, nur:

  • Otte Fahrzeugeinrichtungen ist im vergangenen Jahrzehnt enorm gewachsen.
  • So sehr, dass der Platz in der neuen Montagehalle schon wieder knapp wird.
  • In Begleitung der CDU Dötlingen erzählt Geschäftsführer Ralf Otte von den Entwicklungen der Firma und der Zeit während der Pandemie.

Neerstedt – „Eigentlich ist die Halle jetzt schon wieder zu klein für uns. Der Platz wird schon wieder eng“, räumt Otte ein. Das Unternehmen sei voll ausgelastet, etwa 900 bis 1000 Fahrzeuge verließen im vergangenen Jahr das Gelände für ganz unterschiedliche Kunden.

„Für beispielsweise Handwerker und Energieversorger – hier eher für die Windenergie – bauen wir den Innenraum von Fahrzeugen aus.“ Von der Einrichtung, wie Bänke oder Schränke bis hin zu speziellen Stromaggregaten, die später für Schweißgeräte genutzt werden, sei alles dabei. Die neue Halle helfe dabei enorm, denn jede Woche würden rund 40 Tonnen Material auf dem Hof zusammenkommen, welches später in den Transportern eingebaut werde. „Als wir die Halle noch nicht hatten, mussten wir das mehr oder weniger auf der Straße entladen. So ist das schon bequemer“, erzählt Otte.

Der Platz wird eng in der neu errichteten Halle.

Das Unternehmen setze bei dieser Arbeit viel auf Kundenkontakt und moderne Technik. „Wir planen die Einrichtung individuell mit dem Kunden zusammen. In der Regel fahren wir dazu zum Kunden raus, aber in letzter Zeit wird auch mehr über das Videokonferenzprogramm Zoom gemacht.“ Dann werde die Zeichnung in ein 3D-Modell am Computer übertragen. „Die Kunden bekommen einen Link, über den sie sich dann ohne weitere Programme in ihrem künftigen Fahrzeug umschauen können.“ Für einzelne Einbauten, wie zum Beispiel Schränke, könne zudem ein 3D-Modell mittels QR-Code auf dem Handy angeschaut werden. „Dann kann man mithilfe der Handykamera sehen, wie groß das Objekt ist, wie es aussieht – und man kann auch virtuell darum herumlaufen.“

Man darf nicht unterschätzen, wie viel das dazukommende Werkzeug unserer Kunden wiegt.

Ralf Otte, Geschäftsführer Otte Fahrzeugeinrichtungen

Neben der Zusammenarbeit mit dem Kunden sei besonders das Gewicht der Einrichtung wichtig. Beim Ausbau werde deshalb viel mit Aluminium gearbeitet, damit das zugelassene Höchstgewicht der Fahrzeuge nicht überschritten werde. „Man darf nicht unterschätzen, wie viel das dazukommende Werkzeug unserer Kunden wiegt“, so Otte. Der Ausbau selbst werde von Monteuren vorgenommen, die aus verschiedensten handwerklichen Berufen stammen, „da der Ausbau ja kein Ausbildungsberuf ist“.

Von Coronaproblemen verschont geblieben

Dass die Auftragslage so gut sei, helfe dem Unternehmen auch durch die Pandemie. „Für uns ist Corona kein großes Problem“, erklärt Otte. „Zwei Monate war es etwas ruhiger, aber insgesamt kommen wir sehr gut über die Runden.“ Einige kleinere Probleme gebe es aber mit einigen Lieferungen. „Manche Fahrzeuge und Lieferungen kommen gerade etwas verspätet an.“ Zudem müssen dank der steigenden Baustoffpreise „sieben bis acht Prozent in der Zukunft noch einmal auf die jetzt schon hohen Preise rauf geschlagen werden“. Das seien die Werte aus dem letzten Zoom-Meeting.

Dennoch blickt Otte optimistisch in die Zukunft: „Wir haben noch einige Ideen, die wir nach der Pandemie umsetzen möchten.“ Aber auf dem jetzigen Gelände könne nicht weiter angebaut werden, so Otte. „Dafür ist kein Platz mehr da.“

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