Das Verirren kann beginnen

Maislabyrinth in Iserloy ist wieder geöffnet / Motto in diesem Jahr lautet „Märchen“

Stehen im Maislabyrinth an der Rapunzel-Station: Michael Garms und sein elfjähriger Sohn Ole.
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Stehen im Maislabyrinth an der Rapunzel-Station: Michael Garms und sein elfjähriger Sohn Ole.

Iserloy – Das Verirren kann wieder losgehen, denn Familie Garms hat ihr Maislabyrinth nahe ihres Golf- und Gartencafés in Iserloy eröffnet. Unter dem Motto „Märchen“ geht der Irrgarten in die nun schon 15. Saison.

„Wir haben zwei Jahre ausgesetzt. Im August 2018 mussten wir es schließen, weil der Mais so vertrocknet war“, berichtet Michael Garms. „Es kamen aber auch weniger Leute, weil bei der Hitze keiner in ein Maislabyrinth geht“, ergänzt er. Im vergangenen Jahr hatte er die Fläche für eine Grassamenvermehrung genutzt. Nach zwei Jahren Pause geht es nun also wieder los. Insgesamt dreimal hatte Garms die Wege gemäht: „Ich mache immer ein anderes Muster“, erzählt er. In der vergangenen Woche folgten die restlichen Vorbereitungen – und am Sonntag seien direkt die ersten 60 bis 70 Besucher gekommen. Diese kämen unter anderem aus Vechta, Cloppenburg, Delmenhorst und Diepholz, wie Garms sagt.

Maislabyrinth hat jeden Tag geöffnet

„Nach der ganzen Aufregung vorher freut man sich immer, dass es losgeht.“ Insbesondere in der Corona-Zeit seien die Leute hungrig nach Aktivitäten. „Vieles war gesperrt, deswegen sind Freizeitaktivitäten, vor allem im Freien, besonders beliebt.“ Noch bis zum 3. Oktober haben Klein und Groß die Möglichkeit, durch die dreieinhalb Hektar große Fläche zu irren. „In diesem Jahr ist es kleiner, weil es früher für die Kinder teilweise zu lange gedauert hat“, so Garms. Kleiner heißt in diesem Fall: ein Hektar weniger. Für das Labyrinth müssen die Besucher zwischen 45 und 75 Minuten einplanen „je nach Orientierungssinn der Leute“, sagt Garms und lacht. „Die meisten liegen so bei einer Stunde.“

Besteht aus einem viereinhalb Kilometer langen Wegenetz: das Maislabyrinth in Iserloy.

Die Pflanzen seien zurzeit rund zwei Meter hoch, sodass auch Erwachsene durch das Labyrinth irren können. Der direkte Weg ist etwa einen Kilometer lang. Diejenigen, die die ganze Strecke ablaufen, kommen auf eine Länge von viereinhalb Kilometern, so Garms. An den Rätselstationen stehen Bänke, damit die Besucher zwischendurch eine Verschnaufpause einlegen können. Neben den Wegen gibt es zudem drei Notausgänge. „An die kommt man automatisch vorbei, da kann man dann das Ganze ein wenig abkürzen“, erklärt Garms. Unterwegs warten mehrere Stationen mit Quizfragen auf die Teilnehmer. Auf DIN A4-Seiten steht dort – passend zum Thema – etwas über ein bestimmtes Märchen geschrieben. Rechts daneben sind die Fragen zu finden. Hat sich Rapunzel 80, 100 oder 135 Zentimeter ihres Haares abschneiden lassen? lautet eine davon. Passend dazu findet sich an der Station ein langer, blonder, geflochtener Zopf. Garms Tochter hat ihn aus Strohband geflochten. Um den Froschkönig wird es auch gehen: „Für die Kugel haben wir nach einem runden Stein gesucht, den wir mit Goldfarbe besprüht haben“, berichtet Garms. In diesem Jahr können die Teilnehmer auch wieder Preise gewinnen. „Wir hatten es immer so, dass Kinder einen Schnittker-Spielzeug-Gutschein bekommen und Erwachsene einen Kaffee- oder Buchhandelgutschein.“

Das Maislabyrinth hat jeden Tag ab 10 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Der Eintritt für Kinder bis 15 Jahre kostet 3,50 Euro, Erwachsene zahlen vier Euro. Nachtwanderungen sind laut Garms übrigens auch möglich. Wer Lust auf Verirrspaß bei Dunkelheit hat, kann sich bei ihm unter Telefon 0172/4427974 melden.

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