„Das ist die Zukunft“

Vier Dötlinger erklären ihren Umgang mit den sozialen Medien in ihren Unternehmen

Ein Handy auf dem der Instagramaccount des „Dötlinger Gartenzwergs“ zu sehen ist
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Für alle Instagram-Nutzer einsehbar: Das Profil des „Dötlinger Gartenzwergs“.

Wie verbringen die Verwandten ihre Zeit im Lockdown? Und was hat der Nachbar in seinem Garten gebaut? Ganz bequem mit einem Klick können in sozialen Netzwerken im Internet die neusten Fotos und Videos von Freunden angezeigt werden. Um auf den neusten Stand zu bleiben, werden so soziale Netzwerke im Internet immer beliebter. Und diese boomen grade in Corona-Zeiten.

  • Social-Media boomt, nicht nur bei Privatpersonen.
  • Immer mehr Unternehmen werden auf sozialen Plattformen aktiv.
  • Vier Dötlinger erklären ihren Umgang mit Facebook und Co. in ihren Betrieben.

Dötlingen – Nach eigenen Angaben nutzen 2,6 Milliarden Nutzer weltweit die Dienste von Facebook und Instagram täglich. Darunter fallen aber nicht nur Privatpersonen, auch immer mehr Firmen sind in sozialen Netzwerken unterwegs. Vier Unternehmer aus Dötlingen erklären im Gespräch mit unserer Zeitung ihren Umgang mit Social-Media und auf welche Widrigkeiten sie stoßen.

Mitarbeitersuche über Facebook

„Das ist die Zukunft“, sagt Malte Grotelüschen, Inhaber der Zimmerei „Grotelüschen & Hallo“ zu den sozialen Netzwerken, und findet den betrieblichen Umgang mit den sozialen Medien „extrem wichtig“. Es finde ein Umbruch statt, weg von den klassischen Werbemitteln hin zur Digitalität. Jeder Mitarbeiter von ihm sei angehalten, interessante Dinge im Arbeitsalltag zu fotografieren, damit sie später ins Internet gestellt werden könnten. Die Veröffentlichung sei allerdings noch „Chefsache“, wie er erklärt.

„Manchmal muss man aufpassen, gerade wenn man auf Baustellen ist, damit nichts von anderen Unternehmen im Bild ist“, erzählt er. Auch Grötelüschen sieht in der Aktualität der Bilder einen wichtigen Punkt. So sei es zwar etwas aufwendig, jede Woche etwas Neues zu veröffentlichen, aber „man muss da dran bleiben, sonst schläft der Kanal ein“. Seit etwa vier Jahren sei sein Unternehmen auf Facebook und Instagram aktiv. Darauf gekommen sei er, weil er Mitarbeiter gesucht habe. „2017 haben wir angefangen, auf Facebook nach jungen Leuten zu suchen, die Lust haben bei uns zu arbeiten. Dafür ist das Medium unschlagbar.“ So hätte er schon sechs bis acht neue Mitarbeiter gewinnen können.

Mit tollen Fotos zu mehr Aufträgen

„Ich bediene die ganze Palette. Tiktok, Facebook, Instagram und auch Pinterest“, erzählt Nadine Koch, die die Floristik „Dötlinger Gartenzwerg“ betreibt und zudem als Fotografin unter dem Namen „Dötlinger Fotozwerg“ bekannt ist. Sie spare sich durch die sozialen Medien alle Werbekosten und mache auch sonst keine Werbung außerhalb des Internets, erzählt sie. Zudem werden auch verschiedene Kundengruppen erreicht. „Bei Facebook sind eher die etwas Älteren unterwegs. Auf Instagram eher die jungen Leute.“ Gerade in der Fotografie sei es wichtig, die Bilder zu Posten und ins Internet zu stellen, erklärt Koch. „Ganz viel Hochzeitspublikum verkehrt auf diesen Seiten, und so bekommt man schon mehr Aufträge.“ Die Regelmäßigkeit spiele allerdings eine wichtige Rolle. Mindestens ein Mal pro Woche solle schon etwas gepostet werden, bei besonders schönen Fotoshootings auch mal mehr. Aufwendig sei es auch, diese Kanäle zu bedienen, gesteht sie, jedoch: „muss man das heutzutage schon machen – ob man will oder nicht“. Gerade die Coronazeit habe gezeigt, dass mehr Kontakt über E-Mail und Massengerdienste gesucht werde.

Instagram bringt mehr Leute ins Geschäft

Elke Krebs, die den Hofladen in Dötlingen betreibt, ist auf Instagram aktiv. Ihren Kanal betreiben seit etwa einem Jahr ihre Tochter und ihr Schwiegersohn. „Da kommen schon mehr Leute ins Geschäft, wenn sie sehen, was wir anbieten“, erzählt Krebs. Auf Facebook sei sie allerdings nicht aktiv. „Das wäre zu viel Arbeit und ich kenne mich nicht so gut damit aus.“

Facebookbeiträge mit Mehrwert

Olaf Schachtschneider, der den gleichnamigen Pflanzenhof führt, benutze seit etwa sechs Jahren soziale Netzwerke. Besonders auf Facebook sei er aktiv, dort befinde sich seine Zielgruppe. Jedoch benutze er die Plattform nicht für Werbezwecke. „Ich möchte einen Mehrwert schaffen und Informieren“, erzählt er. So stelle er in seine Beiträge zum Beispiel interessante Pflanzenarten und Gärten vor. Gerade zu Coronazeiten seien aber auch betriebliche Informationen wichtig, lässt Schachtschneider wissen: „Wann haben wir geöffnet, wann geschlossen? Das war in den vergangenen Monaten teilweise wirklich undurchsichtig. Über Facebook kann man seine Kunden informieren.“ Er verbringe konsequent höchstens zehn Minuten auf Facebook, erklärt er. Sonst könnte die Plattform zu einer „Zeitfressmaschine“ werden. „Als Unternehmer muss man auch aufpassen, dass man nicht zu viel macht.“ Dennoch möchte er sich in den kommenden Jahren weiter auf die sozialen Medien konzentrieren. Gerade der eingeschlafene Instagram-Account soll reaktiviert werden. Dafür sei in der Pandemie leider keine Zeit gewesen.

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