Drei Künstlerfreundinnen begrüßt

Gertje Kollmann verabschiedet sich als Galeristin

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Gertje Kollmann begrüßte für ihre letzte Ausstellung als Galeristin im Heuerhaus in Dötlingen die Künstlerinnen Christiane Judt, Bärbel Woitas und Renate Ruck (von links).

Dötlingen - Nach vier Jahren als Galeristin des Heuerhauses in Dötlingen hat Gertje Kollmann am Sonntagnachmittag zum letzten Mal eine Ausstellung eröffnet. „Du hast das künstlerische Leben in Dötlingen bereichert. Danke für die tolle Zeit“, verabschiedete Harald Meyer aus dem Beirat der Dötlingen Stiftung die Kirchhatterin.

Diese nahm gerührt den Blumenstrauß entgegen und versicherte: „Ich bleibe euch verbunden.“

Zuvor hatte Kollmann vor knapp 60 Gästen sowohl ihre letzte Ausstellung als Galeristin als auch die letzte Ausstellung im Heuerhaus in diesem Jahr eröffnet. Sie begrüßte Christiane Judt, Bärbel Woitas und Renate Ruck herzlich, die für sie „Künstlerfreundinnen“ seien.

Die 1955 geborene Judt, „das Küken der Gruppe“, zeige zart farblich abgestimmte Werke, so Kollmann. Die Bremerin vermische Pastell- mit Aquarellmalerei und Collagen. Die teilweise großformatigen Bilder erinnern an Landschaften, sind dabei aber durchaus abstrahiert.

Woitas und Kollmann kennen sich schon viele Jahre. Sie nahmen gemeinsam an einem Aktzeichnen-Kurs teil und blieben sich darüber hinaus verbunden. Die Ganderkeseerin sei als kleines Mädchen aus Pommern in den Westen geflohen. „Das hat ihre Kunst und ihr Leben geprägt“, informierte Kollmann das Publikum.

Von einem faszinierenden Rostton

In ihren Bildern zeige sich ein faszinierender Rostton. Besonders angetan haben es ihr zurzeit Insekten, die sich dann auch auf ihren Wachsmal-Collagen wiederfinden. So wie eine große, pinkfarbene Spinne, die neben Symbolen der Moderne wie einem Strommasten steht. „Insekten werden immer wichtiger, aber das Bewusstsein für Insekten schwindet“, hat Woitas beobachtet. Einige Leute würden sich sogar über das Verschwinden von Mücken freuen, aber eben nicht die Folgen für die Natur im Blick haben.

Als letzte im Bunde kam Kollmann auf Ruck zu sprechen, die in Oldenburg wohnt und in Wardenburg arbeitet. Und zwar mit Flex und Schweißgerät. Anders als die beiden anderen Künstler werkelt Ruck an schweren Eisenstücken herum, die sie dann kunstvoll drapiert. Anfassen verboten, auch weil sie von Rost überzogen sind. Die klobigen, aber harmonisch zusammengestellten Objekte runden die Ausstellung ab. „Lassen Sie sich berühren, von den Werken, die ,Berührung‘ heißen“, richtete sich Kollmann an die Gäste der Vernissage.

Die Stücke sind noch bis zum 17. Dezember zu sehen. Weitere Informationen gibt es im Internet.

bor

www.galerie-doetlingen.de

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