CDU-Gemeindeverband zieht Bilanz

Kreuzungen und Tiermast Thema

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Der CDU-Vorsitzende Willi Niehoff (r.) begrüßte den Landtagsabgeordneten Clemens Große Macke.

Altona - Die beiden Kreuzungsbereiche in Aschenstedt und Klattenhof, die geplante Steuerung von Tiermastanlagen in der Gemeinde sowie der Ausbau des Heidewegs in Dötlingen haben am Mittwochabend die Mitglieder des CDU-Gemeindeverbandes während ihrer Jahreshauptversammlung im Hotel „Gut Altona“ beschäftigt. Der Verbands- sowie Fraktionsvorsitzende Willi Niehoff informierte die Anwesenden über derzeitige Themen des Rates. Dabei ging es unter anderem um die Regulierung der Standorte für Tiermastanlagen, die in öffentlichen Sitzungen noch nicht diskutiert wurde. Gleichwohl gab es bereits Abstimmungsgespräche mit den Landwirten. „Ziel ist natürlich ein Konsens“, so Niehoff.

Ferner waren zwei Kreuzungen Thema, die in der Gemeinde allgemein als Gefahrenpunkte gelten. Nicht nur die jeweiligen Anliegern in Aschenstedt (L872/ K237) und in Klattenhof (Stedinger Weg/Im Dorfe/Klattenhofer Kirchweg) hatten sich in der Vergangenheit immer wieder eine Entschärfung dieser Bereiche gewünscht. Für Aschenstedt hatte auch die Gemeinde zuletzt im Herbst vergangenen Jahres eine geschlossene Ortschaft beantragt. Der Landkreis sah allerdings keinen Handlungsbedarf. „Wir werden am Ball bleiben und den Finger immer wieder in die Wunde legen“, versprach Niehoff.

Bessere Chancen auf eine Entschärfung gibt es in Klattenhof. Denn da dort in diesem Jahr ohnehin mit der Fahrbahnsanierung sowie der Errichtung eines Radweges Baumaßnahmen anstehen, könnte eine Lösung – wie auch immer sie aussehen mag – mit realisiert werden. „Momentan werden verschiedene Vorschläge geprüft“, informierte Niehoff. Von geräuschverursachenden Markierungen bis hin zum Kreisverkehr lauten die Möglichkeiten. „Interessant ist auch die Idee eines Rückbaus der beiden Einmündungen“, so der Vorsitzende, der zudem berichtete, dass sich nun ein Arbeitskreis aus Verwaltungs-Vertretern, Experten und Einwohnern mit dem Ausbau des Heidewegs beschäftigt. „Wenn es um die Frage der Realisierung und der Kosten geht, wird auch die Politik wieder im Boot sein“, meinte Niehoff.

Die aktuelle Kassensituation stellte Eike Schemionek dar. Zwar verfüge der Gemeindeverband über ein kleines Plus – allerdings nur, weil genügend Spenden eingegangen sind. Größter Posten bei den Ausgaben war der Bürgermeister-Wahlkampf. „Und da 2016 die Kommunalwahlen anstehen, sollten wir sparen“, sagte Schemionek. Derzeit verfügt der Verband über 65 Mitglieder, „und alle bezahlen ihre Beiträge“, betonte Niehoff nicht ohne Grund. Denn lange Zeit sei Geld „verbrannt“ worden, weil die Dötlinger CDU für Mitglieder, die nicht gezahlt haben, trotzdem Gelder an den Kreisverband abführen musste.

Zu Gast war am Mittwoch der Landtagsabgeordnete Clemens Große Macke aus Cloppenburg. Dieser referierte im Anschluss an die Versammlung über das ehrenamtliche Engagement im ländlichen Raum. Dabei machte er deutlich, dass „wir junge Leute frühzeitig animieren müssen, Verantwortung zu übernehmen.“ Dies setzte den Mut voraus, dem Nachwuchs eine Chance zu geben.

Zuvor hatte Große Macke über aktuelle Landtagsthemen informiert. Vor allem am Landes-Raumordnungsprogramm (LROP) ließ der CDU-Abgeordnete kein gutes Haar. „Es gibt nicht ohne Grund mehr als 8000 Einwendungen“, sagte er. Das Programm sei gefährlich – auch für die Gemeinde Dötlingen. So könnte beispielsweise die Ausweisung von Baugebieten schwierig, wenn nicht sogar unmöglich werden, wenn die Pläne entgegen dem LROP liefen. „Passt auf in Dötlingen!“, warnte Große Macke.

ts

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