„Jetzt geht es wieder bergauf“

Das Campingplatzgeschäft nimmt wieder Fahrt auf

Der Campingplatz in Dötlingen.
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Die Menschen verschlägt es im Sommer nach draußen. Besonders das Campen scheint beleibt zu sein.

Der Inzidenzwert ist noch niedrig und so sind Urlaube und Kurzreisen gerade möglich. Es scheint, als nutzen viele Menschen diese kleine Coronapause für eine Sommererholung. Nur: stimmt das? Merkt man einen Urlaubsdrang auch in Dötlingen? Gerd Aschenbeck, Betreiber des gleichnamigen Campingplatzes, muss es wissen und zieht eine Zwischenbilanz der laufenden Sommersaison.

Dötlingen – „Jetzt geht es wieder bergauf“, meint der 56-Jährige. Wie die meisten anderen Unternehmen habe auch der Dötlinger Campingplatz finanziell unter der Pandemie gelitten. „Vergangenes Jahr ging gar nichts“, erklärt Aschenbeck. Im Sommer 2020 lagen die Umsatzeinbußen bei 60 bis 70 Prozent (wir berichteten). Trotzdem musste das 16 Hektar große Areal weiter bewirtschaftet und gepflegt werden. Erst nach und nach konnte der Regelbetrieb wieder aufgenommen werden. Die Menschen waren jedoch verunsichert und wenig reisebereit.

Obwohl das Augustwetter sich von seiner wechselhaften Seite zeigt, ist der Campingplatz in diesem Jahr gut ausgelastet. „Alle unsere 250 Dauercampingplätze sind belegt und die 150 Stellplätze für Durchgangscamper werden wirklich gut besucht“, so der 56-Jährige. „Ich weiß nicht, wie es wäre, wenn das Wetter besser wäre. Aber die Menschen kommen her und campen. Man merkt, dass die Leute in die Natur wollen.“

Viele Fahrradfahrer in der Wildeshauser Geest unterwegs

Deutlich wird das durch die vielen Besucher des Campingplatzes, die die Wildeshauser Geest mit dem Fahrrad erkunden wollen. Viele Radwanderer und Tagesausflügler seien in den warmen Sommermonaten in den Gemeinden des Oldenburger Lands unterwegs und für einige sei der Dreh und Angelpunkt der Campingplatz. „Bei uns kann man auch Fahrräder mieten“, sagt Aschenbeck. Dafür müsse der Besucher lediglich vorher Bescheid sagen. Die Räder würden dann vom Dötlinger Fahrradhändler Frerichs bereitgestellt.

Die Hauptsaison von April bis Ende September sei zwar in vollem Gange, er wolle sich nicht beschweren, aber die Einbußen vom vergangenen Jahr seien dennoch deutlich zu spüren. „Es geht einigermaßen. Die Coronazeit haben wir eigentlich bis jetzt ganz gut überstanden, aber natürlich war es schwierig. Umso besser ist es, dass jetzt der Betrieb wieder läuft. Die Coronalockerungen und die Impfungen haben uns dabei natürlich ordentlich in die Karten gespielt“, so Aschenbeck.

Auffällig, aber auch logisch sei, dass nur wenige Gäste aus dem Ausland kommen. „Vor Corona hatten wir mehr dänische und niederländische Besucher. Die fallen jetzt aus naheliegenden Gründen weg“, sagt der Campingplatzbesitzer. Jedoch merke er die Reiselust der Menschen, denn: „Die ausländischen Kunden kommen zwar gerade nicht, aber dafür bleiben die Deutschen gerne einen Tag länger.“

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