Landes- und Bündnisverteidigung

Logistikbataillon der Bundeswehr rückt zur Übung in Neerstedt ein

Bald Kompaniegefechtsstand: Das Neerstedter Schützenhaus soll bei der Übung als Zentrale dienen.
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Bald Kompaniegefechtsstand: Das Neerstedter Schützenhaus soll bei der Übung als Zentrale dienen.

Neerstedt – Das Logistikbataillon 161 der Bundeswehr plant für November eine mehrtägige Übung in Neerstedt. Mit rund 120 Soldaten, 60 Fahrzeugen sowie einem Feldkran soll ein mobiler Instandsetzungspunkt eingerichtet werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Angesetzt sei die „Feldeinsatzübung Geest Werkstatt“ für den Sonntag, 8., bis Freitag, 13. November. Den Kompaniegefechtsstand, also die Zentrale, will die Bundeswehr am Schützenhaus einrichten.

Einerseits soll mit der Aktion die Reparatur von Bundeswehrmaterial in Gehöften und Hallen trainiert werden. Andererseits gehe es aber auch darum, „die Sicherung und Verteidigung dieses Instandsetzungspunkts gegenüber gegnerischen Kräften“ zu trainieren, meldet die Bundeswehr. Konkret bedeute das: Soldaten, die nicht zur Übungstruppe gehören, stellen „gegnerische Kräftegruppierungen dar und versuchen, sich Zugang zur Ortschaft zu verschaffen und/oder unsere Einrichtungen zu sabotieren“, erläutert das Logistikbataillon auf Anfrage. „Innerhalb dieser Szenarien kann es an den Ortsrändern zu simulierten Feuergefechten mit Manövermunition (,Platzpatronen‘) kommen.“

Die teilnehmenden Soldaten werden sechs Tage lang rund um die Uhr vor Ort sein. Untergebracht werden sie laut Auskunft in zwölf Gehöftgruppen, in denen es auch Führungseinrichtungen und Arbeitsplätze zur Instandsetzung geben soll. Absperrungen seien nicht geplant, erläutert die Bundeswehr. An den Zufahrtsstraßen sollen Warnschilder aufgehangen werden. „Ansonsten sind alle Soldaten für ihr Vorgehen innerhalb der Ortschaft sensibilisiert, um eine Gefährdung für Unbeteiligte auszuschließen.“

2018 gab es bereits eine kleinere Bundeswehr-Übung in Neerstedt

Neerstedt sei aus mehreren Gründen ausgewählt worden. Die Nähe zu Delmenhorst, wo das Logistikbataillon 161 stationiert ist, und die Erfahrungen aus einer – kleineren – Übung vor Ort 2018 seien wichtige Aspekte gewesen, heißt es auf Anfrage. „Ferner eignet sich diese Ortschaft grundsätzlich aufgrund der Ausdehnung, dem Straßen- und Wegenetz und der Verteilung der Infrastruktur besonders für die Einrichtung eines militärischen Instandsetzungspunktes.“

Von der großen Zahl an Einsatzkräften soll auch aus Pandemie-Perspektive keine Gefahr ausgehen. Es gebe ein detailliertes Hygienekonzept, das auch der Gemeinde Dötlingen vorliege. „Da dieses Übungsvorhaben für die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft von besonderer Bedeutung ist, halten wir weiterhin an der Durchführung fest.“ Kurzfristige Änderungen seien möglich.

Übungen dieser Art müssten zukünftig „aufgrund der weltweiten Lageentwicklung und entsprechender Refokussierung der Bundeswehr auf Landes- und Bündnisverteidigung wieder häufiger stattfinden“, heißt es in der Ankündigung. In den vergangenen Jahren habe es keinen festen Turnus für solche Aktionen gegeben, da der Aufwand für die Vorbereitung „immens hoch“ sei und der Fokus der Streitkräfte auf Auslandseinsätzen im Rahmen der Krisen- und Konfliktbewältigung gelegen habe.

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