Dötlingens Bürgermeister verabschiedet sich von den Fraktionen

Ralf Spille erhält Ehrenmedaille

Hat eine Ehrenmedaille erhalten: Bürgermeister Ralf Spille.
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Hat eine Ehrenmedaille erhalten: Bürgermeister Ralf Spille.

Dötlingen – Bürgermeister Ralf Spille hat sich am Donnerstagabend von den Fraktionen verabschiedet. Bevor er seine Laudatio begann, hatte er aber von Anke Spille ein besonderes Geschenk erhalten: „Du sollst auch so eine schöne, große Ehrenmedaille bekommen.“ 40 Jahre lang hat sich Spille in verschiedenen Tätigkeiten für seine Gemeinde eingebracht. „23 Jahre als Ratsmitglied, zehn Jahre als beratendes Ausschussmitglied oder im Präventionsrat sowie die vergangenen sieben Jahre als Bürgermeister“, zählte der 65-Jährige während seiner letzten Gemeinderatssitzung auf.

„In dieser Zeit habe ich sehr viele interessante und engagierte Menschen kennengelernt, darunter drei Bürgermeister und zwei Gemeindedirektoren.“

Mit 25 Jahren kam Spille in den Rat

Als 25-Jähriger war er in den Rat gekommen – „zu einer Zeit, als vieles im Umbruch war“, so Spille. Das Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung sei damals nicht gerade gut gewesen. „Mit der damaligen Gruppenbildung zwischen SPD, FDP und NPD machte Dötlingen sogar bundespolitische Schlagzeilen.“ Allerdings fiel in diese Zeit auch der Beschluss zur Errichtung des Erdgasporenspeichers – „eine für die Gemeinde segensreiche Einrichtung“.

Mit der nächsten Periode ab 1986 sei das Arbeiten unter Bürgermeister Harald Meyer und Gemeindedirektor Heiner Wendt „deutlich sachorientierter“ geworden.

„Ich habe fertig“

Ferner ging Spille auf Bauplätze in der Gemeinde ein. In den vergangenen Jahren seien Grundstücke für Mehrfamilienhäuser verkauft worden. „Wir hoffen und wünschen uns damit, noch mehr junge Menschen in der Gemeinde zu halten.“ Zudem habe das Augenmerk auf den Kindern gelegen. „Mit dem Angebot an Sportstätten sind wir auch heute noch führend in weitem Umkreis, und mit den Angeboten im Kita-Bereich haben wir uns sehr lange von vielen Nachbarkommunen abgehoben“, berichtete Spille. Das sei allerdings nur möglich gewesen, weil die finanziellen Rahmenbedingungen passten.

Dann sprach er seinen Dank aus, wobei ihm die Stimme wegbrach und er sichtlich emotional betonte: „Mein ganz besonderer Dank geht an Uwe Kläner und Katrin Albertus-Hirschfeld, die es verstanden haben, mich in den vergangenen sieben Jahren in die Geheimnisse der Kommunalpolitik einzuarbeiten.“ Dann sagte er: „Für mich schließt sich jetzt der Kreis und ich weiß, dass es gut ist, jetzt aufzuhören.“ Dann zitierte er Giovanni Trapattoni mit den Worten „Ich habe fertig“ und verabschiedete sich von den Fraktionen, die aufstanden und laut klatschten.

Beate Wilke bedankt sich im Namen des Gemeinderates bei Spille

Danach sagte Ratsvorsitzende Beate Wilke (CDU) einige warme Worte: „Am 25. Mai 2014 bist du mit 70 Prozent der Wählerstimmen zum Nachfolger von Heino Pauka gewählt worden. Zum 1. November hast du dein Amt dann angetreten – nie im Mittelpunk stehend, nie auf dich selbst bezogen und niemals laut.“ Mit vollem Einsatz habe er sich um die Belange der Bürger gekümmert.

„Es war ja auch einige los in den Jahren: Der Windpark in Haidhäuser, das Gewerbegebiet Hockensberg, der Kulturpavillon Dötlingen, der nicht entstehen sollte, neue Radwege sind gebaut worden, Kindergärten sind erweitert worden, wir haben einen Rathausanbau und ein Mehrgenerationenhaus bekommen. Die Entwicklung des neuen Wohngebietes an der Geveshauser Höhe und den Gemeindentwicklungsplan überlässt du deiner Nachfolgerin. Das ist auch richtig so, die muss auch genug zu tun haben in den nächsten Jahren“, so Wilke und lachte. „Du hast es geschafft, dein Amt mit Ehre, Würde und Anstand auszuführen. Dafür ist dir der Gemeinderat zu Dank verpflichtet.“  

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