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Verkehr, Wohnen, Tierhaltung: Dötlinger FDP veranstaltet ersten Bürgerdialog

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Von: Holger Rinne

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Im Gespräch: Ulrike Boyens, Thomas Leppin, Hartmut Schütte und Constanze Falk von der FDP Dötlingen (oben, von links). screenshot: rinne
Im Gespräch: Ulrike Boyens, Thomas Leppin, Hartmut Schütte und Constanze Falk von der FDP Dötlingen (oben, von links). © Screenshot: Rinne

Dötlingen – Unter dem Motto „Zeit zu reden“ will die FDP Dötlingen im Dialog mit den Bürgern der Gemeinde neue Wege beschreiten. Zur ersten digitalen Sprechstunde rief der Ortsverband der Liberalen zu einer Videokonferenz am Montagabend auf. Der erste Vorsitzende Michael Bahlmann konnte elf Teilnehmer begrüßen. Beim ersten Bürgergespräch wurden einige interessante Themen beleuchtet.

„14 von 22 Hektar Fläche sind im Gewerbegebiet Hockensberg bereits verkauft“, gab Claus Plate eine Wasserstandsmeldung zum Gewerbepark Wildeshausen-Nord ab. Für die Restfläche gebe es auch schon Interessenten, so der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende im Dötlinger Gemeinderat. Für ihn sei die Gewerbesteuer bei Neuansiedlungen nicht die Hauptsache, er habe vor allem die Arbeitsplätze im Blickfeld. Mit den ersten Bauarbeiten könne voraussichtlich im Sommer begonnen werden.

Thomas Leppin sprach indes noch einmal die bei den Anwohnern heiß diskutierte Verkehrsregelung auf der Straße „Brakland“ an.

Wohnbebauung, Verkehrssituationen und Tierwohl Themen

„Keiner hat Verständnis dafür, dass weiterhin Tempo 100 erlaubt ist. Die Straße ist zwar kein Unfallschwerpunkt. Wir möchten aber auch nicht, dass sie zu einem Unfallschwerpunkt wird“, stellte Plate klar. Zum Thema Wohnbebauung verdeutlichte er, dass „Baufenster für die junge Generation“ ermöglicht werden müssten. „Sonst wird ein Dorf schnell alt. Das muss aber im Einklang mit allen anderen geschehen“, betonte Plate, während FDP-Urgestein Ernst-August Bode die Dötlinger bevorzugt behandelt sehen möchte. „Wir müssen zuerst an unsere Leute denken und nicht an die, die von außerhalb kommen.“

Zwei Themenbereiche brachte Claus Coorßen auf die Agenda. Zunächst wollte der Landwirt aus Ostrittrum wissen, wie sich der Ortsverband zur Steuerung der Tierhaltung positioniere. „Die gesetzlichen Vorgaben für die Umgestaltung der Betriebe zu mehr Tierwohl sind nicht gegeben“, entgegnete Plate. Um voranzukommen, befinde sich die FDP Dötlingen im intensiven Dialog über Christian Dürr mit der Bundestagsfraktion. Bode warnte allerdings davor, die Landwirtschaft mit Überplanung der nutzbaren Flächen zu sehr einzuschränken. Die Verbreitung des Bibers in unserer Region brannte Coorßen als zweiter Themenbereich unter den Nägeln. „Die Kommunikation zwischen Landkreisverwaltung und Hunte-Wasseracht ist auf dem Nullpunkt“, bekundete der Landwirt. Bode führte aus: „Den Biber bekommen wir nicht weg. Die Population muss in geregelte Bahnen gelenkt werden. Landwirtschaftliche Flächen könnten sonst vernässt und unbrauchbar werden.“

Altwerden in der Kommune attraktiver machen

Leppin schlug ein internes Gespräch mit Bode und Coorßen vor. Plate appellierte an alle Beteiligten, die Diskussion wieder weg von der Emotionalität auf die sachliche Ebene zu bringen und zielte damit auf den Naturschutzbund Deutschland und dessen Dötlinger Vertreter.

Die Fraktionsvorsitzende im Dötlinger Gemeinderat ,Sabine Schütte, bat gegen Ende des Informationsabends um Ideen, um das Altwerden in der Kommune attraktiver zu machen. In dem Zusammenhang sprach Hartmut Schütte die Einkaufsmöglichkeiten an und führte die aktuellen Entwicklungen auf. Bahlmann bat abschließend darum, offene Fragen und Themen an den Ortsverband oder die Mandatsträger der FDP für das nächste Bürgergespräch heranzutragen. „Wir wollen die Politik transparenter machen und bieten dafür die FDP als Ansprechpartner an“, so der Ortsverbandsvorsitzende abschließend.

Bei entsprechendem Interesse solle der digitale Dialog „zu einem regelmäßigen Austausch zwischen den Bürgern der Gemeinde und den Mitgliedern der FDP Dötlingen avancieren“, informieren die Liberalen.

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