Für Brix geht’s nach Kapstadt

Zehn Welpen halten Gordon-Setter-Züchterin Zurbrüggen-Brinkert auf Trab

+
Kaum hat die Brettorferin Silke Zurbrüggen-Brinkert die Tüte mit den Leckerlies hervorgeholt, ist sie von den zehn Welpen umringt. Vor sieben Wochen kamen sie zur Welt. Für einige der Tiere ist schon ein neuer Besitzer gefunden. 

Brettorf - Von Tanja Schneider. Bonny und Ben trinken aus dem Planschbecken. Burak erkundet mit Bond die Blumenbeete, und Brenda versucht gerade, ihre Mama mit Gestupse und einem herzzerreißenden Fiepen umzustimmen – erfolglos. „Da ihr Nachwuchs nun Zähne bekommt, hat Eve die Milchbar geschlossen“, erklärt Silke Zurbrüggen-Brinkert.

Seit 2015 züchtet die Brettorferin „Gordon Setter von der Huntewiese“ – Vollgebrauchshunde für die Jagd. Der jetzige B-Wurf ist der zweite von Hündin Eve. Nach den sieben Welpen im Februar 2016 brachte sie nun Mitte Juni zehn kleine Vierbeiner zur Welt.

Die Hundeschar hält die Familie, zu der auch Papa Christian Brinkert sowie die Kinder Ida, Jette und Simon gehören, ordentlich auf Trab. „Es ist natürlich viel Arbeit – vom Füttern und Waschen bis hin zum Aufsammeln der Häufchen. Es ist aber auch sehr schön, zu sehen, wie sie wachsen und gedeihen“, sagt Zurbrüggen-Brinkert. Mit gleich zehn Welpen sei allerdings auch für die siebenjährige Eve die Grenze erreicht. „Sie hat schon etwas zu kämpfen – auch wegen ihres Alters“, erklärt die Brettorferin, die froh ist, dass bei der Geburt alles glatt lief.

Es wurden immer mehr Welpen 

Mit zehn kleinen Hunden hatte die Familie allerdings nicht gerechnet. Drei Wochen nach der Belegung, der Vater ist übrigens „Sherwin‘s Handsome Guy“, ließ Zurbrüggen-Brinkert beim Tierarzt einen Ultraschall machen. „Damals waren vier Fruchtanlagen zu sehen“, erzählt sie. Als Eve immer rundlicher wird, wird ihre Besitzerin skeptisch. Kurz vor dem Wurftermin lässt sie ihre Hündin röntgen. „Da waren plötzlich acht Welpen zu sehen“, erinnert sich Zurbrüggen-Brinkert. „Doch bei der Geburt war nach dem achten noch nicht Schluss.“ Sechs Rüden und vier Hündinnen mit Gewichten zwischen 442 und 518 Gramm erblickten innerhalb von elf Stunden das Licht der Welt und starteten den Kampf um acht Zitzen. „Eve hat das aber bilderbuchmäßig gemacht, sich um alle kümmert und auch geschaut, dass kein Welpe zu kurz kommt“, ist die Brettorferin stolz auf ihre Hündin, die nach diesem Wurf in „Zuchtrente“ gehen darf.

Gorden-Setter-Hündin Klärchen soll – wenn alles funktioniert – im kommenden Jahr den C-Wurf zur Welt bringen. „Für die Welpen müssten wir dann Namen mit dem Anfangsbuchstaben C suchen“, erklärt Zurbrüggen-Brinkert. Auch Klärchen hat anschließend ihr Alter erreicht. „Wir werden mit der Zucht vermutlich eine Weile pausieren, bis Audrey soweit ist“, sagt sie. Audrey ist eine Tochter von Eve aus dem A-Wurf. Auch aus dem B-Wurf möchte die Brettorferin ein Mädchen behalten. Welches will mit Blick auf die Zukunft der Zucht wohl überlegt sein.

„Super als Familienhund geeignet“

„Gordon Setter sind von Natur aus unendlich freundliche, charakterfeste und geduldige Tiere, weshalb sie auch super als Familienhund geeignet sind“, sagt Zurbrüggen-Brinkert, die die Tiere seit 1995 hält und Mitglied im Verein für Pointer und Setter ist. Brinkerts Hunde sollen ihre Besitzer, wenn es gewünscht ist, aber auch zur Jagd begleiten können. Deshalb sollten sie zudem mutig und ruhig sein, ein souveränes Wesen sowie eine jagdliche Passion besitzen. Die anfängliche Ausbildung übernimmt die Brettorferin zusammen mit ihrem Mann, der beim Hegering Dötlingen auch Obmann für das Jagdhundewesen ist. „Alle zwei Tage geht es ins Revier“, erzählt sie. Die Hunde lernen so die Umgebung und vor allem die Geräusche kennen.

Die ersten drei Wochen verbrachten die Welpen in einer Wurfkiste im Wohnzimmer. Anschließend wechselten sie in den Wintergarten. Durch eine Klappe können sie in den Garten. „Ein wichtiger Schritt zur Stubenreinheit“, weiß Zurbrüggen-Brinkert. Ab der neunten Woche ziehen sie zu ihren neuen Besitzern um. „Für Barnaby aka Ludwig geht es zur Polizei“, so die Brettorferin. Einen richtig weiten Weg tritt Brix an. Sie fliegt am 30. August nach Kapstadt, wo ihr neuer Besitzer auf sie wartet.

Weitere Informationen gibt auf: www.huntesetter.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt

Spanien: Polizei vermutet organisierte Terror-Zelle

Spanien: Polizei vermutet organisierte Terror-Zelle

Sommerfest der SPD in Verden 

Sommerfest der SPD in Verden 

Einweihung des Feuerwehrhauses Leeste

Einweihung des Feuerwehrhauses Leeste

Meistgelesene Artikel

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Schwelbrand unter den Dachziegeln

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Politesse: „Die Beleidigungen gehen oftmals unter die Gürtellinie“

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

Fieberhafte Suche nach Sexualstraftäter in Oldenburg

50 Jahre Altenpflege aus Familienhand

50 Jahre Altenpflege aus Familienhand

Kommentare