24 Anwärter auf den Thron 

Brettorfer bejubeln König Eilts

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Traditionelles Gruppenbild der neuen Brettorfer Königshäuser: vorne: Kinderkönigin Lara Nordbruch (Mitte) mit ihren Adjutantinnen Marla-Renee Schütte (l.) und Ida Plate, sitzend: Jugendkönig Christian Rogge (Zweiter v.l.) mit seinen Adjutanten Tom Hartung (l.) und Patrick Schwarze, Schülerkönigin Patricia Schwarze (zweite v.r.) mit ihren Adjutanten Larissa Einemann und Paul Demuth (r.), Damenkönigin Marion Einemann (Mitte) mit ihren Adjutantinnen Elke Lorenz (links daneben) und Anke Höfel, hinten: Alterskönig Heiner Freese (Zweiter v.r.) mit seinen Adjutanten Hans-Hermann Nordbrock und Hartmut Menkens (r.) sowie der neue Schützenkönig Joachim Eilts (Vierter v.l.) mit seiner Frau Melanie, den Adjutanten Stefan Norbrock (Zweiter v.l.) und Sven Freese sowie den Ehrendamen.

Brettorf - Von Anja Nosthoff. Der Jubel im Saal des Schützenhofes wollte am Sonntagabend während der Proklamation des neuen Brettorfer Schützenkönigs einfach nicht enden.

Joachim Eilts, der sich im Umschießen gegen den Vorjahreskönig Stefan Nordbrock sowie gegen Sven Freese durchgesetzt hatte, ließ sich von seinen Schützenbrüdern und -schwestern gebührend feiern. Begeistert wurden die Handys und Fotoapparate gezückt, als Eilts seine Frau Melanie auf das Siegerpodest holte und seine neu erworbene Königswürde mit einem innigen Kuss besiegelte.

Beim ersten Schießergebnis hatten sowohl Eilts als auch Nordbrock und Freese 39 Ringe erzielt. Im Umschießen hatte dagegen Eilts klar die Nase vorn. Insgesamt hatten 24 Anwärter am Königsschießen teilgenommen. „Wir freuen uns natürlich total, dass es dieses Mal einer von uns Jugendwarten geschafft hat“, jubelte Tamino Büttner. Eilts bekam als ersten Adjutanten Nordbrock und als zweiten Freese zur Seite.

Der neue König hatte während der Proklamation nicht nur die Ehre, sich auf Brettorfer Art lautstark feiern zu lassen. Er durfte auch auf einem schnell herbeigeschafften „Thron“ Platz nehmen, den einige Vereinsmitglieder mit vereinten Kräften emporhoben. Auf diesem recht wackeligen Herrschersitz begann Eilts jubelnd und mit breitem Grinsen erfolgreich das Gleichgewicht haltend seine Regentschaft.

Zahlreiche Sieger verkündet

Großer Jubel nach der Proklamation: Mit dem neuen König Joachim Eilts freuen sich seine Frau Melanie und die Adjutanten Stefan Nordbrock und Sven Freese (r.).

Erwin Hirsch, der Vorsitzende der Brettorfer Schützen, hatte vor diesem stimmungsvollen Finale des Schützenfestes allerdings noch zahlreiche weitere Sieger verkündet. Große Begeisterung herrschte darüber, dass die Brettorfer gleich zwei Mannschaftssiege einfuhren. Die 15-köpfige erste Mannschaft errang den „Rote-Haus-Pokal“ mit 723 Ringen vor dem Schützenverein Neerstedt. Beim Brettorfer Pokal setzte sich die ebenfalls 15-köpfige zweite Mannschaft mit 728 Ringen gegen die Konkurrenz durch. Zweiter wurde auch hier der SV Neerstedt.

Den Alterspokal erhielt Manfred Coldewey. Den Wettkampf um den Abelpreis, von Jürgen Abel gestiftet, entschied Enno Abel für sich. Als Junioren-Bester stellte sich Malte Hollmann heraus. „Das war eine Überraschung, dass unser Faustball-Talent auch schießen kann“, stellte Hirsch schmunzelnd und voll des Lobes fest. „Harter-Kern“-König wurde Patrick Poppe-Hirsch. Beim Nachwuchs wurden neben den neuen Königshäusern (wir berichteten) auch Pokalsieger geehrt. Den Schwarzwaldpokal holte bei den Kindern Marla-Renee Schütte, bei den Schülern siegte Larissa Einemann, und bei der Jugend sicherte sich Patrick Schwarze die Trophäe.

Hirsch richtete seinen Dank auch an die Brettorfer: „Es ist schön anzusehen, wie viele Fahnen und Girlanden unser Dorf schmücken. Das zeigt Verbundenheit, das ist Brettorf!“ Stimmungsvoll sei auch der Empfang am Nachmittag bei König Stefan Nordbrock gewesen. Beim nunmehr 83. Brettorfer Schützenfest seien dort 364 Schützenbrüder, -schwestern und Musiker angetreten.

Ihren neuen König feierten die Brettorfer noch bis in die Nacht hinein im Schützenhofsaal. Am Montagvormittag klang das Fest dann mit dem traditionellen Frühschoppen bei der neuen Majestät aus.

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