Bremer Autorin Katja Baumgarten liest im Dötlinger „Kunsthaus“ von „Lulu und Ravin“

Ein Märchen für mutige Sonnenfeen

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Gespannt lauschten die kleinen Märchenfans der Geschichte von „Lulu und Ravin“ – dabei wurden die Mädchen wohl selbst zu mutigen Sonnenfeen.

Dötlingen - Mit dem Schreiben hatte die Bremer Autorin Katja Baumgarten eigentlich nicht viel am Hut, bevor die zweifache Mutter mit „Lulu und Ravin – Die Suche nach dem Sonnenlicht“ ihr erstes Kindermärchen erfand. Dafür umso mehr mit Fantasie und Kreativität: Die Bremerin ist Tanzpädagogin und hat unter anderem auch eine Gruppe im Kinderzirkus „Tohuwabohu“. Am Wochenende war sie in Dötlingen zu Gast, um interessierten Kindern im „Kunsthaus“ die Geschichte von der Sonnenfee Lulu und dem Mondelfen Ravin vorzulesen.

So verwandelte sich am Sonnabend- und am Sonntagnachmittag das Dötlinger „Kunsthaus“ in ein Märchenland. Vor dem inneren Auge der gespannten kleinen Zuhörer erwachten Lulu und Ravin zum Leben. Gemeinsam machten sich die Kinder auf die abenteuerliche Suche nach dem Sonnenlicht.

„Es ist eine Geschichte von Mut, davon, sich selbst zu überwinden, von Freundschaft und von der ältesten Kraft der Welt: der Liebe“, erläuterte Baumgarten vor der Lesung. „Eine Sonnenfee und ein Mondelf passen eigentlich gar nicht zusammen – und dennoch schaffen es die beiden, zusammen zu finden“, erklärt Baumgarten schmunzelnd.

Und nicht nur das: Die beiden haben auch eine Mission. Denn der Mondelfenkönig hat das Sonnenlicht von der bösen Moorhexe verzaubern lassen, sodass die Sonne nicht mehr scheint. So können die Sonnenfeen auch nicht mehr über den See tanzen und das Wasser zum Glitzern bringen, wie sie es sonst so gerne getan haben. „Lulu und Ravin müssen es irgendwie schaffen, den Zauber zu brechen“, verrät Baumgarten.

Die Initiative ergreift dabei die mutige Sonnenfee. „Lulu traut sich was – im Gegensatz zu den anderen Sonnenfeen hat sie es satt, einfach abzuwarten“, erklärt Baumgarten. Begleitet wurde die Autorin übrigens von ihrer ganz persönlichen Sonnenfee: von ihrer elfjährigen Tochter Lilli. „Eigentlich hat alles damit angefangen, dass ich Lilli irgendwann den Kosenamen ‚Meine kleine Sonnenfee‘ gab“, sagte die Mutter. „Von Sonnenfee kamen wir dann auf Mondelf – und schon war der Kern der Geschichte geboren.“ Inspiriert habe sie auch ein wenig die Twilight-Saga.

Das Märchen habe sich dann wie von selbst geschrieben. Und es bleibt auch nicht bei einem: Die zweite Geschichte über Lulu und Ravin hat Baumgarten schon fertig geschrieben, einen dritten Teil habe sie auch schon im Kopf.

Mit der Veröffentlichung hat Baumgarten sich einen Kindheitstraum erfüllt. „Ein Buch schreiben – das wollte ich schon immer“, so Baumgarten. In der Jugend habe sie manchmal Gedichte geschrieben. Dann jedoch gingen Beruf und Kinder vor. „Wenn man wenig Zeit hat, ist es schwer, als Autorin bekannter zu werden“, so Baumgarten. Sie versuche, neben Beruf und Familie mehr Lesungen anzubieten und eventuell auch in Grundschulen zu gehen, wenn dort Interesse besteht.

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