120 Blumensträuße für Ärzte, Pfleger und Co.

Ein Dank an Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger: Jennifer und Dörte Haverkamp (v.l.) haben 120 Blumensträuße gebunden und vor vier Einrichtungen in Neerstedt und Wildeshausen abgestellt. Fotos: Haverkamp

Die Corona-Pandamie fordert derzeit vor allem Ärzte und das Pflegepersonal. Die Menschen danken es ihnen überall auf der Welt mit Applaus. Eine besondere Aktion haben sich nun die Firmen Bumann-Haverkamp und Strukturwerk mit Sitz in Wehe einfallen lassen.

VON TANJA SCHNEIDER

Wehe – Es sind die Bilder von völlig erschöpftem Klinikpersonal – momentan vor allem aus Italien und Spanien–, die uns dieser Tage besonders bewegen. Aber es sind auch die Gesten des Dankes und Respekts, die uns berühren. „Was die Ärzte und das Pflegepersonal leisten, ist einfach unbezahlbar“, findet Jennifer Haverkamp, die im Ortsteil Wehe das Strukturwerk betreibt. Deshalb wollte sie das Engagement unbedingt mit einer kleinen Geste in Form von Blumen honorieren. Mit im Boot war der Betrieb Bumann-Haverkamp (Garten- und Landschaftsbau, Friedhofsgärtnerei und Trauerbinderei), in dem der Rest der Familie tätig ist.

Gemeinsam mit Mutter Dörte hatte Jennifer Haverkamp am Mittwoch begonnen, etwa 120 Blumensträuße zu binden, die sie am Donnerstag für die Ärzte und Pfleger beim Wildeshauser Krankenhaus Johanneum sowie dem Personal beim Wohn- und Ferienhaus in Neerstedt abgaben. Auch die Mitarbeiter der Geest-Apotheke in Neerstedt sowie der Kronen-Apotheke in Wildeshausen durften sich über den farbenfrohen Dank freuen. Die gute Tat in schweren Zeiten war Haverkamps wichtig. „Halt geben für die Zukunft“ laute das Credo.

Neben der Würdigung ging es den Floristinnen zudem darum, Blumen nicht einfach wegzuwerfen. „Einer unserer Schnittblumenlieferanten, Thomas Hamann von der Firma Bloomways Oldenburg, hatte uns kostenlos Ware zur Verfügung gestellt“, so Jennifer Haverkamp. „Diese war nicht mehr frisch beziehungsweise für den Verkauf geeignet und wäre ansonsten in den Müll geschmissen worden.“ Auch die Floristikbranche habe aufgrund der Coronakrise hohe Verluste zu verzeichnen, unter anderem, weil viele Hochzeiten abgesagt wurden. Dennoch: „Es ist immer noch genügend Ware da, die nur gerade keine Abnehmer findet“, bedauert Haverkamp. Da habe es nahe gelegen, damit anderen eine Freude zu bereiten.

Die Einrichtungen erfuhren erst am Donnerstagmorgen von ihrem Glück. Haverkamp informierte sie telefonisch. „Schließlich mussten wir absprechen, wo wir die Blumen ablegen können“, erklärt sie. Denn einfach ins Krankenhaus zu spazieren und die Angestellten zu überraschen, sei derzeit schließlich nicht möglich. Die Einrichtungen seien durchaus erstaunt gewesen. „Aber im positiven Sinne“, erzählt die Floristin. Die meisten Blumensträuße gingen an das Krankenhaus – zusammen mit einem Dankesschreiben.

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