Weitere Flächen ins Programm der Gemeinde Dötlingen aufgenommen

Nun blüht es bereits auf gut 9,37 Hektar

Im Dötlinger Ortskern bietet die Fläche am Dorfring/Ecke Rittrumer Kirchweg wieder einen Hingucker. Insgesamt wurden im ganzen Gemeindegebiet drei verschiedene Saatmischungen ausgebracht. - Foto: Schneider

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Das Blühflächen-Programm der Gemeinde Dötlingen bleibt eine Erfolgsstory. Um rund 28.750 Quadratmeter konnte das Projekt in diesem Jahr noch erweitert werden, sodass es jetzt und in den kommenden Wochen auf insgesamt gut 9,37 Hektar blüht.

Mit dem Ergebnis ist Simon Kosellek von der Gemeindeverwaltung sehr zufrieden. Er lobt besonders die Beteiligung der Einwohner, die auch in diesem Jahr dem Aufruf der Kommune gefolgt waren und Areale für das Programm zur Verfügung stellten. Insgesamt gut 7,27 Hektar kamen so an Privatflächen zusammen. Die restlichen 2,1 Hektar sind öffentliches Gebiet. „Einiges gebracht hat der Infotag im April im Dorfgarten. Da hatten sich einige Bürger gemeldet und auch Saatmischungen mitgenommen“, so Kosellek.

In fast allen Ortsteilen – von Hockensberg bis Nuttel sowie von Ostrittrum bis Brettorf – seien damit wieder Flächen vorhanden, die nicht nur optische Anreize bieten, sondern auch verschiedenen Tierarten zugute kommen. Niederwild wie Hasen, Fasane und Rehe sowie Hautflügler finden Nahrung und Rückzugsorte. „Aus diesem Grund und auch wegen der Verkehrssicherheit werden keine Blühflächen mehr an Straßen angelegt“, berichtet Kosellek auf Nachfrage. Denn durch den Sog der vorbeifahrenden Autos könnten die Hautflügler aus den Blumen geschleudert und umherlaufendes Wild könnte von Fahrzeugen erfasst werden.

Von den bereits im vergangenen Jahr angelegten Flächen liegen hingegen ein paar in Straßennähe, unter anderem am Dorfring/Ecke Rittrumer Kirchweg, wo derzeit unterschiedliche Farbtupfer leuchten. Allerdings war schon 2015 bei der Auswahl der Saatmischungen der Zweck berücksichtigt worden. So kam beispielsweise im Dötlinger Dorfgarten ein einjähriger Blumenmix zum Tragen, der ansprechend fürs Auge sein und Hautflügler anziehen sollte.

Auf anderen, eher abgelegenen Flächen waren mehrjährige Saaten verwendet worden wie die Mischung aus dem Biotopfonds der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst, die überwiegend aus Kräutern besteht und dem Wild als Nahrungsquelle dienen soll. Sie wurde auch in diesem Jahr auf einigen neuen Arealen ausgesät.

Der Arbeitskreis „Blühstreifen“, in dem Vertreter der Verwaltung, der Landwirtschaft, der Jäger, Imker, von Saatgut-Fachfirmen, Lohnunternehmen und des Gemeinderates sowie Mitglieder des Bürger- und Heimatvereines und der Gartenkultour sitzen, hatte auch diesmal wieder die gemeldeten Flächen beurteilt und entsprechende Saatmischungen ausgewählt. Drei unterschiedliche kamen zum Einsatz. Neben dem Mix der Jägerschaft waren es noch zwei einjährige von der Saatgutmanufaktur sowie der Firma Rieger und Hoffmann. Damit wurden auch Saatmischungen, die sich 2015 nicht durchsetzen konnten, bei weiterem Interesse der Flächeneigentümer ausgetauscht.

Wie im vergangenen Jahr plant der Arbeitskreis noch eine Begehung. Dann wollen die Mitglieder die Ergebnisse in Augenschein nehmen und über eventuelle Nachbesserungen für die Fortsetzung beraten. Denn diese soll es laut Kosellek auf jeden Fall geben.

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