Dötlinger Schüler trainieren Verhalten rund ums Busfahren

Bitte nicht drängeln!

Trainer Hartmut Köhler gibt Hinweise zum geordneten Einsteigen. Foto: Grundschule

Dötlingen - Von Tanja Schneider. Schulbus fahren ist kein Zuckerschlecken. Oft beginnt schon mit dem Erblicken des Fahrzeuges in der Ferne der Kampf um Sitzplätze. An den Gittern, die eigentlich für ein geordnetes Einsteigen sorgen sollen, wird gedrängelt, was das Zeug hält. Kaum geht die Bustür auf, gibt es kein Halten mehr. An der Grundschule in Dötlingen ist die Situation nach Angaben von Rektorin Melanie Kahnt-Bock zum Glück deutlich entspannter. Dennoch steht in dieser Woche das Bustraining des Verkehrsverbundes Bremen/Niedersachsen (VBN) auf dem Stundenplan. An zwei Tagen gibt Hartmut Köhler dem Nachwuchs praktische Tipps rund ums Busfahren. Ein 45-minütiger, theoretischer Teil inklusive Film ergänzt das Programm.

Das Training soll die Mädchen und Jungen für die Risiken in und um den Bus, zum Beispiel den toten Winkel, sensibilisieren und bietet Übungen zum Verhalten an Haltestellen, beim Ein- und Aussteigen sowie während der Fahrt. „Wir wollen den Kindern natürlich keine Angst machen, aber schon auf Gefahren hinweisen“, sagt Kahnt-Bock. Von den knapp 100 Schülern komme gut die Hälfte mit dem Bus. „Auf diesen sind viele auch später beim Besuch der weiterführenden Schulen angewiesen“, ergänzt sie.

Gemeinsam mit ihrer Klasse steht Kahnt-Bock gerade auf dem Grundschulparkplatz vor der noch geschlossenen Bustür – brav in einer Reihe – und lauscht den Worten von Trainer Köhler. Es geht ums Drängeln an der Haltestelle. Das sollte ebenso vermieden werden wie das Stoßen und Schubsen. Schließlich könnte dabei ein Kind fallen – schlimmstenfalls vor den nahenden Bus.

Nach dem geordneten Einsteigen nehmen alle ihre Plätze ein. Doch wohin mit Schulranzen, Turnbeutel und Co.? Köhler gibt Tipps zur sicheren Verwahrung und zeigt, was passiert, wenn die Tasche nicht richtig verstaut ist. Dazu nimmt er einen Kanister, stellt ihn hinten in den Bus, fährt kurz an und bremst dann scharf ab. Der Kanister wird zum Geschoss. „Und wir hatten jetzt noch nicht einmal 15 km/h drauf“, bemerkt Kahnt-Bock. Aber nicht nur Kanister beziehungsweise Ranzen, sondern auch Kinder können bei einer Vollbremsung durch den Bus fliegen und sich verletzen. Wer keinen Sitzplatz bekommt, sollte sich deshalb durchgängig gut festhalten, rät der Experte.

Und was ist, wenn der Bus mal einen Unfall hat? Im Rahmen des Trainings erfuhren die Kinder auch, wo die Notausgänge sind und wie sie diese öffnen, falls der Busfahrer es nicht kann. Für diesen gilt übrigens immer noch: „nicht ablenken.“

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